Frankfurt unterliegt dem alten Angstgegner
Am achten Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga haben sowohl der 1. FFC Frankfurt als auch der FCR 2001 Duisburg ihre ersten Saisonniederlagen kassiert. Die Frankfurterinnen unterlagen durch ein Tor kurz vor dem Abpfiff beim SC Freiburg, der FCR verlor in Bad Neuenahr. Hauptprofiteur ist der 1. FFC Turbine Potsdam, der die Tabelle nun allein anführt.
Drei Punkte beträgt der Vorsprung der “Torbienen” auf den 1. FFC Frankfurt, der nach der souveränen Vorstellung in der Champions League in der Liga gegen den Aufsteiger aus dem Breisgau einen herben Rückschlag hinnehmen musste.
Freiburg schafft die Sensation Früher war der SC Freiburg eine Art Angstgegner für den 1. FFC Frankfurt, und durch den 1:0 (0:0)-Sieg der Freiburgerinnen gegen den Champions-League-Achtelfinalisten hat sich dies einmal mehr bestätigt. „Wenn man die Torchancen, die man sich herausspielt, so fahrlässig vergibt, dann ist das schrecklich“, haderte FFC-Trainer Sven Kahlert mit der mangelnden Chancenverwertung seiner Elf. SC-Torhüterin Laura Benkarth hielt in der 54. Minute einen Foulelfmeter von Melanie Behringer. 20 Minuten später wurde dem FFC ein Tor von Kerstin Garefrekes wegen Abseits nicht zugesprochen.
Die Freiburgerinnen zeigten sich über 90 Minuten hochmotiviert und –konzentriert. „Diesen Sieg hat sich die Mannschaft mit einer taktisch disziplinierten und engagierten Leistung erkämpft“, lobte Trainer Milorad Pilipovic sein Team. Als sich die 1.600 Zuschauer bereits auf ein torloses Unentschieden eingestellt hatten, traf Mannschaftsführerin Kerstin Boschert nach einem Freistoß von Juliane Maier in der 89. Minute zum 1:0-Endstand. „Diese Niederlage tut uns sehr, sehr weh, weil wir dadurch im Vergleich zu Turbine Potsdam ins Hintertreffen geraten“, so Kahlert.
FCR verliert in Bad Neuenahr Der SC 07 Bad Neuenahr hat beim 2:0 (0:0)-Erfolg gegen den FCR 2001 Duisburg den ersten Saisonsieg gefeiert. „Bad Neuenahr hat verdient gewonnen“, gratulierte FCR-Trainer Marco Ketelaer den Kurstädterinnen, die das Spiel der Duisburgerinnen mit einer kompakten Mannschaftsleistung gut unterbunden. Zur Matchwinnerin avancierte Neuzugang Sarah Gregorius. Die Neuseeländerin traf vor 1.104 Zuschauern mit einem späten Doppelpack (80./87.) zum 2:0-Endstand, wodurch der SC auf den zehnten Tabellenrang kletterte.
„Torbienen“ feiern lockeren Sieg Keine Mühe hatten die Potsdamerinnen beim 4:0 (1:0)-Auswärtserfolg gegen den FC Bayern München. Nationalspielerin Bianca Schmidt brachte den amtierenden Deutschen Meister in der 26. Minute in Führung. Kurz nach dem Seitenwechsel hatte Münchens Ivana Rudelic den Ausgleich auf dem Fuß, schoss jedoch in die Arme von Turbine-Torhüterin Alyssa Naeher. Im direkten Gegenzug erhöhte Potsdam durch Genoveva Anonma (47.) auf 2:0. Der Nationalspielerin aus Äquatorialguinea gelang ein lupenreiner Hattrick: Durch ihre Treffer in der 67. und 70. Minute schraubte sie das Ergebnis in die Höhe. Damit liegen die Potsdamerinnen nun mit drei Punkten Vorsprung auf Frankfurt an der Tabellenspitze.
Leipzig feiert Auswärtserfolg Mit einem 1:0 (1:0)-Sieg beim FF USV Jena hat auch der 1. FC Lok Leipzig die Abstiegsränge verlassen. Vor 778 Zuschauern gelang Marie-Luise Herrmann in der 24. Minute aus kurzer Distanz der Siegtreffer. Der USV agierte in der Folgezeit aggressiver, doch selbst U20-Weltmeisterin Sylvia Arnold vergab größte Möglichkeiten zum Ausgleich. Durch die Niederlage rutschte der USV auf den vorletzten Tabellenrang.
VfL lässt Werkself keine Chance In der vergangenen Saison hatte Bayer 04 Leverkusen gegen den VfL Wolfsburg den ersten Saisonsieg gefeiert, doch beim 5:1 (3:0)-Sieg ließ der VfL den Leverkusenerinnen diesmal keine Chance. Zwei Treffer von Spielführerin Nadine Keßler (12./33.) sowie Conny Pohlers (33.) sorgten schon vor der Halbzeitpause für die Entscheidung. Nach dem Seitenwechsel schraubten Martina Moser (64.) und Lena Goeßling (69.) das Ergebnis in die Höhe. Johanna Elsig gelang in der 84. Minute der Ehrentreffer für die Gäste, die durch die Niederlage nun Tabellenletzte sind.
Unentschieden in Essen Die Überraschungsmannschaft SG Essen-Schönebeck kam im Heimspiel gegen den Hamburger SV nicht über ein 1:1 (0:0)-Unentschieden hinaus. Sabrina Dörpinghaus brachte die SGS in der 52. Minute in Führung, Maike Timmermann gelang vor knapp 1.000 Zuschauern in der 67. Minute jedoch der Ausgleich.