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2011

Deutschland und Schweden geben den Ton an

Die Achtelfinalhinspiele der UEFA Women’s Champions League wurden am Mittwoch zu einer Matchdemonstration der Teams aus Deutschland und Schweden.

Den Auftakt machte der 1. FFC Frankfurt, der vor 2 610 Zuschauer am Brentanobad dem französischen Vizemeister Paris Saint-Germain beim 3:0 (1:0)-Sieg nicht den Hauch einer Chance ließ.

Drei Klassen besser als im Pokal „Wir haben heute um drei Klassen besser gespielt als am vergangenen Sonntag im Pokal gegen Wolfsburg“, freute sich Frankfurts Trainer Sven Kahlert, der die „flexible Offensive“ hervorhob, aber davor warnte, zu glauben, das Team stehe bereits im Viertelfinale. „3:0 ist noch kein hundertprozentiges Ergebnis. Deshalb wollen wir uns auch noch einmal voll auf das Rückspiel konzentrieren.“

Auch im Rückspiel auf Sieg spielen Und auch Melanie Behringer, Torschützin zum 3:0, erklärte: „Das wird noch einmal ein heißes Spiel in Paris werden, weil sie von der ersten Minute an nochmal genauso aggressiv zur Sache gehen werden.“ Fatmire Bajramaj, die mit ihrem unbeabsichtigten Sonntagsschuss zum 1:0 früh den Weg zum Erfolg ebnete, meinte: „In Paris reicht uns ja eigentlich ein 0:0, aber das wollen wir nicht, wir wollen auch das Rückspiel gewinnen.“

Mit bestem Kader nach Schottland Bereits fest für das Viertelfinale planen kann der 1. FFC Turbine Potsdam, der den schottischen Meister Glasgow City LFC mit einer 10:0 (3:0)-Packung vor 1 750 Zuschauern aus dem Karl-Liebknecht-Stadion fegte. “Aus Respekt vor dem Gegner werden wir erstmal mit der vollen Kapelle auflaufen und dann wollen wir mal sehen”, so Turbine-Trainer Bernd Schröder im Hinblick auf das nahezu bedeutungslos gewordene Rückspiel am kommenden Donnerstag in Glasgow.

Schmidt und Mittag stark Bianca Schmidt freute sich über den zweistelligen Erfolg, der unter den Augen von Bundestrainerin Silvia Neid erzielt wurde. „Uns sind diesmal Sachen geglückt, die sonst nicht gelingen“, so Schmidt . Und Anja Mittag freute sich nach ihrem starken Spiel mit drei Treffern: „Wir waren alle hoch motiviert und haben den Ball gut laufen gelassen. Man hat gesehen, dass wir Lust auf Fußball hatten.“

Neulengbachs Träume geplatzt Doch auch die beiden schwedischen Vertreter haben sich eine gute Ausgangsposition für das Erreichen des Viertelfinales geschaffen. LdB Malmö kam zu einem 3:1 (2:0) Auswärtssieg beim SV Neulengbach. Sara Bjork Gunnarsdóttir brachte ihr Team bereits früh per Kopf in Führung (6.), Manon Melis nutzte einen misslungenen Rückpass zum 2:0 (17.). Bei den Österreicherinnen kam die Hoffnung zurück, als Torhüterin Manuela Zinsberger einen Melis-Elfmeter hielt (56.) und kurz darauf Maria Gstöttner verkürzen konnte (63.), doch Gunnarsdóttir machte den Gästesieg perfekt (77.). Neulengbach-Manager Bruno Mangl meinte: „Der Sieg geht in Ordnung, wir haben uns aber selbst um die Früchte der Arbeit gebracht, weil wir bei den ersten beiden Toren beinahe geholfen haben.“

Vorteil für Göteborg und Brøndby Kopparberg/Göteborg FC kam bei Fortuna Hjørring zu einem wertvollen 1:0 (1:0)-Auswärtssieg. Jane Törnqvist erzielte bereits früh aus dem Getümmel den Treffer des Tages (12.). Spannend bleibt es im Duell zwischen Brøndby und ASD Torres Calcio CF, nachdem die Däninnen das Hinspiel mit 2:1 gewannen. Lise Munk brachte die Däninnen per Kopf in Führung (41.), doch nur Sekunden später gelang Sandy Iannella mit einem Flachschuss der Ausgleich (42.). Doch Munk war erneut zur Stelle, als sie eine Ecke von Julie Rydahl Bukh am kurzen Pfosten stehend ins Netz drückte (77.).

Drei Spiele am Donnerstag Mit drei weiteren Spielen wird am Donnerstag die Serie der Achtelfinalhinspiel abgeschlossen. Ab 14 Uhr empfängt der AC Sparta Praha Titelverteidiger Olympique Lyonnais, um 17 Uhr kommt es zum russischen Duell zwischen dem FC Energiya Voronezh und WFC Rossiyanka und um 19 Uhr kommt es wie schon in der Vorsaison zum Aufeinandertreffen von Rayo Vallecano de Madrid und Arsenal LFC.