Frankfurt und Potsdam erwarten starke Gegner
Während sich der 1. FFC Turbine Potsdam im Sechzehntelfinale der Champions League souverän präsentierte, hatte der 1. FFC Frankfurt seine Mühe. Vor dem Achtelfinale am Mittwoch ist dies alles vergessen, nun warten ungemein stärkere Vereine auf die deutschen Top-Clubs.
„Wir haben allen Grund, den Gegner ernst zu nehmen“, sagt Turbine-Trainer Bernd Schröder mit Blick auf die Partie gegen Glasgow City (17 Uhr, live auf Eurosport und BBC Alba). Die Schottinnen haben als einzig nicht gesetztes Team die Runde der letzten 16 erreicht.
Schröder erwartet ehrgeizige Schottinnen „Das Team kommt mit Riesenehrgeiz zu uns“, so Schröder, der das Glasgower Spiel anhand von Videos intensiv studiert hat. Im Sechzehntelfinale warf City die Isländerinnen von Valur Reykjavík (1:1 und 3:0) aus dem Rennen und zog erstmals ins Achtelfinale ein. In der Liga dominiert City schon viele Jahre die Konkurrenz, gerade erst konnte sich die Mannschaft zum fünften Mal in Folge die Meisterschaft sichern. Doch auf europäischer Ebene war bislang immer recht früh Schluss – und die deutschen Vereine 1. FFC Frankfurt, FC Bayern München und FCR 2001 Duisburg besiegelten häufig das frühe Aus. In diesem Jahr könnten die Potsdamerinnen hinzukommen.
Bisher immer an deutschen Clubs gescheitert Der Deutsche Meister geht favorisiert in die Partie, Schröder kann – bis auf die Langzeitverletzten – auf seinen besten Kader zurückgreifen. „Wir werden von der ersten Minute an hochkonzentriert in dieses Spiel gehen und mit unserem besten Aufgebot spielen“, macht der langjährige Trainer deutlich, die Schottinnen keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen zu wollen. Der Club ist gespickt mit Nationalspielerinnen – und auch Katharina Lindner , ehemalige Spielerin des 1. FFC Frankfurt, hat sich in der Meisterschaft bereits als treffsicher gezeigt. In der ersten Qualifikationsrunde der Champions League wurde sie darüber hinaus zur besten Spielerin der Gruppe gewählt.
Kreatives Fundraising Dass die Mannschaft europäisch derzeit so erfolgreich spielt, macht sich allerdings in der Mannschaftskasse bemerkbar – Glasgow sammelt schon seit Monaten mit gezielten Aktionen Geld, um die weiteren Reisen bezahlen zu können. Höhepunkt ist die Single City of Dreams , geschrieben und gesungen von der ehemaligen City-Spielerin Sharon Martin.
Frankfurt erwartet spielstarkes PSG Auch der 1. FFC Frankfurt trifft mit Paris Saint-Germain (14.15 Uhr, live im HR) auf einen Verein, der erstmals im Achtelfinale der Champions League steht. Im Sechzehntelfinale warfen die Französinnen Peamount United aus dem Wettbewerb – mehr Eindruck dürften sie auf den FFC allerdings mit ihrem 0:0 gegen Olympique Lyonnais am vergangenen Sonntag gemacht haben. Die Generalprobe ist PSG also gelungen. „Die Mannschaft praktiziert viel Ballbesitz und präsentiert sich technisch sowie spielerisch mit guten Qualitäten“, analysiert FFC-Trainer Sven Kahlert.
Mit Nationalspielerinnen gespickter Kader In der letzten Runde tat sich seine Mannschaft mit Stabæk FK sehr schwer, verlor gar das Hinspiel mit 0:1. „Wir erwarten einen ähnlich starken Gegner wie es Stabæk war, nur liegen die Stärken von PSG eher in der Offensive“, so Kahlert, „Ich erwarte, dass PSG mitspielen und uns nicht das Heft komplett überlassen wird.“ Gegen die Norwegerinnen spielte der FFC sowohl im Hin- und Rückspiel überlegen, doch dem Spiel fehlten Struktur und klare Linie. Darüber hinaus war die Chancenverwertung katastrophal.
Auch dem FFC stehen bis auf die Langzeitverletzten alle Spielerinnen zur Verfügung, allerdings kann auch PSG mit Laure Boulleau, Laure Lepailleur, Elise Bussaglia Caroline Pizzala und Léa Rubio auf Nationalspielerinnen zählen.
Die Rückspiele Paris Saint-Germain – 1. FFC Frankfurt, 9. November, 20.45 Uhr, live auf Eurosport Glasgow City – 1. FFC Turbine Potsdam, 10. November, 19 Uhr, live auf Eurosport
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