Leipzig setzt von Lanken vor die Tür

Von am 4. Oktober 2011 – 19.26 Uhr 68 Kommentare

Frauenfußball-Bundesligist 1. FC Lokomotive Leipzig hat sich nach nur fünf Bundesligaspielen von Trainerin Claudia von Lanken getrennt.

Leipzigs Präsidium habe „kein Vertrauen mehr“, dass die Mannschaft unter der Regie van Lankens das Saisonziel Klassenerhalt erreicht, heißt es als Begründung auf der Website des Vereins, nachdem der Verein aus den ersten fünf Partien drei Punkte holte.

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Der bisherige Sportliche Leiter Jürgen Brauße und Frank Tresp, Trainer der 2. Mannschaft, übernehmen ab sofort die Verantwortung beim Bundesligaelften.

Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

68 Kommentare »

  • TomS sagt:

    Soviel zum thema Leipzig: vorher war man Abstiegskandidat( einer der Abstiegskanidaten und nicht der schlechteste) und jetzt wird man zur schießbude der Liga. wen kann man den jetzt noch feuern? Traurig leider.

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  • Sheldon sagt:

    Man hat jetzt gegen den 4. und den 5. verloren, Niederlagen, die einkalkuliert waren! Aber man darf im Abstiegskampf nicht ZUHAUSE gegen Mannschaften wie Freiburg oder HSV verlieren. Wie man jetzt woanders spielt (Frankfurt, Potsdam, Duisburg, Wolfsburg, Essen) ist eigentlich relativ egal, weil die anderen Teams dort auch verlieren!
    Und ich weiß gar nicht, was ihr habt: Leipzig steht auf Platz 10, Leverkusen kriegt noch deutlich mehr auf die Nuss und von Bad Neuenahr wollen wir gar nicht erst reden, die haben nächste Woche erstmal noch Duisburg vor sich!

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  • TomS sagt:

    @sheldon sehe das anders. ich war da und hab gemerkt das es in der mannschaft und drumherum nicht rund läuft.
    gegen die SGS kann man verlieren aber nicht so.

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  • Sheldon sagt:

    Aber unter von Lanken ist es rundgelaufen?
    Natürlich muss sich die Mannschaft jetzt neu formieren. Das braucht Zeit. Aber wahrscheinlich hat man den Schritt genau zu diesem Zeitpunkt gemacht, weil man die Punkte gegen Wolfsburg und Essen sowieso nicht eingeplant hatte!
    Bitte, bitte macht nicht den Fehler wie nach der Entlassung von MVT! Damals haben alle, aber auch wirklich alle auf Ketelaer und allen anderen beim FCR rumgehackt und jetzt steht der FCR auf Platz 3 mit Luft nach oben!
    Und das mit einem verjüngten, ausgedünnten Kader, der wenig kostet!

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  • ballander sagt:

    wenn wirklich big drama geherrscht hätte, das die entlassung rechtfertigt, dann hätte jetzt ein frisches und erlöstes team in erscheinung treten müssen. tut es aber nicht. und das spricht sehr für mein bauchgefühl, das paul treffend beschrieben hat…

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  • Sheldon sagt:

    Das Problem an der Geschichte ist, dass die Trainerin anscheinend die Mannschaft gespalten hat, wie MVT Duisburg damals.
    Duisburg hat nach der Entlassung alles andere als gut gespielt, das konnte erst geschehen, nachdem auch andere Personalien gingen. Fakt ist, dass man erst jetzt im Nachhinein nach 6 Monaten feststellen konnte, dass der Schritt bei MVT richtig war, da Duisburg jetzt wieder konkurrenzfähig ist und sehr gut mit den Spitzenteams mithält. Schließlich hat man als einziges Team schon IN Essen gespielt, während die beiden anderen Topteams sich zuhause mit dem Tabellenfünften abmühten.

    In Leipzig ging es denke ich um zwei Seiten: 1. die interne, bei der es ja laut verschiedenen Presseberichten zu Grüppchenbildung innerhalb der Mannschaft gekommen sein soll, was Gift für die Mannschaft ist (habe Grüppchenbildung selbst schon im Verein aus anderen Gründen erlebt, ich weiß, was das bedeutet und wie schädlich das ist). Eine Mannschaft, die innerlich gespalten ist, kann auf dem Platz keine Mannschaftsleistung abrufen und kann keine Punkte holen.
    Auf der anderen Seite denke ich aber auch an die externe Seite. Lesbische Beziehungen sind im Fußball immer noch ein gefundenes Fressen, gerade wenn man sie so ausschlachten kann wie hier bei einer Trainerin und der von ihr selbst eingesetzten Kapitänin. Man wollte es denke ich nicht erst wieder so ausarten lassen wie in Duisburg, auch wenn es da andere Gründe gab.
    Rausgekommen wäre es so oder so!

    Von daher muss und wird sich die Mannschaft finden, ich bin mir sicher, wir werden in der Winterpause einige Ab- und Zugänge sehen, die dazu führen werden, dass der Umbruch und die Entgiftung der Mannschaft vollständig vollzogen werden kann.
    Allerdings muss Lok in den nächsten beiden Spielen punkten, sonst sehe ich schwarz, dass diese Entgiftung noch rechtzeitig kommt.

    Letztlich muss man aber den Hut vor Frau von Lanken ziehen: So schnell hat glaub ich noch nie eine Trainerin so viel Unruhe und Zwist in eine Mannschaft gebracht!

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  • pmm... sagt:

    Wo bitte ist Patzke, Ludwig und Herrmann Bundesligatauglich.
    Anscheinend ist die Fehlpassorgie und der Eigensinn so bewundernswert, dies als Ligatauglich zu bezeichnen.

    @ Sheldon:

    Stimmt! Leider wurde und wird das Standing A.v.B`s wohl zu hoch gehängt. Letzte Saison fast nie gespielt zählt sie diese Saison
    auch nicht gerade zu den Leistungsträgern. Dafür haben meist Mannschaftskollegen ein feineres Gespühr als die Trainer. Kommt dazu noch eine Beziehungskiste ist der Karrn im Dreck. Solang die Beziehung weiterbesteht, und das kann man nicht verbieten, ist zu vermuten das eine Einflussnahme auf die Mannschaft zur Grüppchenbildung weiterbesteht. Ich bleibe dabei alles was mit diesem Auswuchs in Verbindung gebracht wird, sollte zur Winterpause durch neues Personal ersetzt werden.

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  • Sheldon sagt:

    Stimme zu, pmm…, ich hätte auch eher Schinkel, Ebermann und Heller vom Gefühl her als bundesligatauglich gesehen.

    Und alles weitere wollen wir mal abwarten!

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Bundesliga 2019/20
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