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2011

DFB-Pokal: Topteams spazieren ins Achtelfinale

In der 2. Hauptrunde des DFB-Pokals gab sich die deutsche Frauenfußball-Elite keine Blöße. Meister 1. FFC Turbine Potsdam hatte im Erstliga-Duell mit der SG Essen-Schönebeck keine Mühe, der 1. FFC Frankfurt, der FCR 2001 Duisburg und der VfL Wolfsburg lösten ihre Auswärtsaufgaben ebenfalls mühelos.

Die Potsdamerinnen kamen vor 1 162 Zuschauern im Karl-Liebknecht-Stadion zu einem ungefährdeten 5:0 (2:0)-Sieg. Nationalspielerin Babett Peter brachte ihr Team nach Freistoß von Patricia Hanebeck per Kopf in Führung (14.), die 17-jährige Mazedonierin Nataša Andonova erhöhte ebenfalls per Kopf zum 2:0 – erneut hatte Hanebeck die Vorarbeit geleistet (41.).

Turbine in Torlaune Bianca Schmidt baute die Führung mit einem Schuss aus 12 Metern ins lange Eck weiter aus (53.) ehe Anja Mittag sich unter dem Jubel der Turbine-Fans ebenfalls endlich wieder einmal in die Torschützenliste eintragen konnte (80.). Den Schlusspunkt setzte bei sommerlichen Temperaturen Neuzugang Genoveva Anonma, die aus acht Metern aus halblinker Position traf (82.).

Treffsichere Garefrekes Der 1. FFC Frankfurt feierte beim Regionalligisten VfL Kommern einen 6:0 (4:0)-Sieg. Die neu verpflichtete Schweizer Nationalspielerin Ana Maria Crnogorcevic sorgte für einen Blitzstart (1.), zwei Tore der gerade aus dem DFB-Team zurückgetretenen Kerstin Garefrekes (8., 36.) und ein Treffer der erstmals für die A-Nationalmannschaft nominierten Svenja Huth (43.) brachten noch vor dem Wechsel die Entscheidung. In der Schlussphase machten Sandra Smisek (85.) und erneut Garefrekes (89.) das halbe Dutzend voll.

Duisburg im Schongang weiter Der FCR 2001 Duisburg gewann bei Regionalligist SC Sand im Schongang mit 2:0 (2:0). Gegen das Abwehrbollwerk trafen Mandy Islacker (36.), die nach Schuss von Alexandra Popp im Nachsetzen am Schnellste reagierte, und Simone Laudehr, die einen Eckball von Linda Bresonik sehenswert mit einem Volleyschuss verwertete (45.). Duisburgs Trainer Marco Ketelaer war froh, dass sich keine Spielerin verletzte, bemängelte aber: „In so einem Spiel musst Du im Abschluss eine höhere Trefferquote haben.“

Pohlers trifft zweimal Der VfL Wolfsburg gewann bei Zweitligist Magdeburger FFC mit 5:0 (3:0). Zweimal Bundesliga -Torschützenkönigin Conny Pohlers (22., 65.), Nadine Keßler (25.), Lena Goeßling (35.) und Kapitänin Martina Müller (68.) sorgten für zufriedene Gesichter bei den Gästen, bei denen Neuzugang Jana Burmeister im Tor ihr Pflichtspieldebüt gab.

Bad Neuenahr gewinnt auswärts Im zweiten Erstliga-Duell der Runde setzte sich der SC 07 Bad Neuenahr nach einer konzentrierten Leistung mit 1:0 (1:0) bei Bayer 04 Leverkusen durch, die neuseeländische Neuverpflichtung Katie Hoyle (18.) erzielte den Treffer des Tages. Der Hamburger SV gewann bei Regionalligist SV BW Hohen Neudorf durch Treffer von Jessica Wich (9.), Aferdita Kameraj (60.) und Lena Timmermann (83.) mit 3:0. Der SC Freiburg siegte in einer trefferreichen Partie nach zwischenzeitlichem 3:3 gegen den ETSV Würzburg mit 6:3 (3:1), drei Treffer zwischen der 68. und 75. Minute versetzten dem wacker kämpfenden Zweitliga-Aufsteiger jedoch den K.o.

Gewitter stoppt Lok Leipzig Zweitligist Herforder SV behielt gegen den FFC Oldesloe mit 4:1 (1:0) die Oberhand. Im Achtelfinale stehen ebenfalls der FSV Gütersloh 2009 nach einem 4:2 (3:1) gegen den 1. FC Lübars und der VfL Sindelfingen, der gegen Zweitliga-Aufsteiger Borussia Mönchengladbach beim 8:0 (4:0) den höchsten Sieg der Runde verzeichnete. Der 1. FFC 08 Niederkirchen unterlag dem FV Löchgau mit 0:1 (0:1), beim Spiel TSV Crailsheim gegen die TSG 1899 Hoffenheim setzten sich die Gäste nach einem Pokalkrimi mit 5:4 (4:4, 2:2) durch, den entscheidenden Treffer erzielte Christina Arend, Neuzugang vom 1. FC Saarbrücken, in der 95. Minute. Die Partie zwischen dem TSV Jahn Calden und dem 1. FC Lok Leipzig musste in der 69. Minute wegen eines Gewitters beim Stand von 1:0 für die Gäste abgebrochen werden.

Bayern und Jena mit Mühe Bereits am Samstag hatten sich zwei weitere Erstligisten für das Achtelfinale qualifiziert , dabei aber in Duellen gegen Zweitligisten mehr Mühe als erwartet gehabt. Der FC Bayern München mühte sich beim 1. FC Saarbrücken durch einen Freistoßtreffer von Neu-Nationalspielerin Julia Simic zu einem 1:0 (0:0)-Erfolg, der FF USV Jena musste gegen den BV Cloppenburg gar in die Verlängerung, ehe das Team der früheren Duisburger Trainerin Martina Voss-Tecklenburg am Ende mit 3:2 (2:2, 1:0) gewann.

Umständliche Bayern, glückliches Ende für Jena “Es war ein Arbeitssieg” bilanzierte Bayern-Trainer Thomas Wörle. “Das Ergebnis stimmt, aber wir haben uns sehr umständlich verhalten.” In Jena gingen die Gastgeberinnen durch Sylvia Arnold (6.) und Stephanie Milde (77.) zweimal in Führung, doch der Zweitligist bewies zweimal Moral und kam durch Marie Pollmann (47.) und Verena Aschauer (90.+1) zurück in die Partie. Doch Milde war es, die anfangs der Verlängerung nach einem Eckball für die Entscheidung sorgte (93.).

Werder gewinnt Déjà-vu Bereits am Freitagabend hatte Werder Bremen mit einem 1:0-Sieg nach Verlängerung beim SV Meppen die 2. Hauptrunde eröffnet. Kira Bullers Treffer (91.) sorgte dafür, dass Werder fünf Tage nach dem 2:0 gegen den gleichen Gegner in der Liga erneut die Oberhand behielt.

DFB-Pokal , 2. Hauptrunde, Ergebnisse im Überblick:

SV Meppen – Werder Bremen 0:1 n.V. FF USV Jena – BV Cloppenburg 3:2 n.V. 1. FC Saarbrücken – FC Bayern München 0:1 FSV Gütersloh 2009 – 1. FC Lübars 4:2 SC Sand – FCR 2001 Duisburg 0:2 VfL Sindelfingen – Borussia Mönchengladbach 8:0 TSV Jahn Calden – 1. FC Lok Leipzig 0:1 (Spielabbruch in der 69. Minute wegen Gewitter) SV BW Hohen Neudorf – Hamburger SV 0:3 Herforder SV – FFC Oldesloe 4:1 1. FFC Turbine Potsdam – SG Essen-Schönebeck 5:0 Magdeburger FFC – VfL Wolfsburg 0:5 VfL Kommern – 1. FFC Frankfurt 0:6 Bayer 04 Leverkusen – SC 07 Bad Neuenahr 0:1 TSV Crailsheim – 1899 Hoffenheim 4:5 n.V. 1. FFC 08 Niederkirchen – FV Löchgau 0:1 SC Freiburg – ETSV Würzburg 6:3