WM-Ticker ++ 11. Juli 2011
Heute in den WM-Kurzmeldungen: Anerkennung für den Frauenfußball in Frankreich, ein Quotenrekord, ein Frauenfußball-Symposium und Steffi Jones’ neuer UEFA-Job.
Deutsches Viertelfinale fesselt die Massen Durchschnittlich 16,95 Millionen Menschen verfolgten das deutsche Viertelfinal-Aus gegen Japan am Samstag ( wir berichteten ). Damit war die ZDF-Übertragung die meistgesehene Sendung im deutschen Fernsehen in diesem Jahr. Auch auf den folgenden zwei Plätzen landet bislang der Frauenfußball: Deutschland gegen Nigeria (16,45 mio) sowie Frankreich gegen Deutschland (16,30 mio).
Frankreich entdeckt sein Frauen-Team Am Tag nach dem Elfmeterschießen gegen England hat es die französische Nationalmannschaft der Frauen immerhin auf die Titelseite der Sport-Tageszeitung L’Equipe gebracht: „Sie sind magisch“, titelte das Blatt über den Einzug ins WM-Halbfinale. Erstmals hatte der Frauenfußball den Davis-Cup und die Tour de France an den Rand gedrängt. Der WM wurde dann die gesamte Seite 8 gewidmet. Männerfußball findet meist auf den vorderen Seiten statt. Zum Vergleich: Bei der Europameisterschaft 2009 waren keine französischen Journalisten akkreditiert.
Die meisten Franzosen erfahren von den Vorstellungen ihres Teams bei der WM morgens aus dem Radio. Live-Übertragungen der französischen Spiele gibt es im Fernsehen nur auf Eurosport, der in Frankreich ein Pay-TV-Sender ist – also unter Ausschluss der breiten Öffentlichkeit stattfindet. Sollte Frankreich ins Finale kommen, muss Eurosport die Rechte an den reichweitestarken Free-TV-Sender TF1 abtreten (vergleichbar mit RTL).
FIFA veranstaltet Frauenfußball-Symposium Die FIFA veranstaltet vom 15. bis 17. Juli im Steigenberger Airport Hotel in Frankfurt das 5. FIFA-Frauenfußball-Symposium. Über 550 Vertreter der FIFA-Mitgliedsverbände aus aller Welt werden beim Symposium über die laufende und weitere Förderung des Frauenfußballs beraten. Thierry Regenass, FIFA-Direktor Mitgliedsverbände und Entwicklung, wird das erste Thema „Struktur des Frauenfußballs bei Mitgliedsverbänden“ einführen. DFB-Präsident Theo Zwanziger und Lydia Nsekera, Präsidentin des burundischen Fußballverbands, sind weitere Redner. Weitere Schwerpunkte des zweieinhalbtägigen Symposiums mit interaktiven Live-Diskussionen sind die Erhöhung der Zahl der Aktiven und der Wettbewerbe sowie die Förderung des Frauenfußballs: Kommunikation und Sponsoring. Am Morgen des 17. Juli endet das Symposium mit einer Schlussansprache von FIFA-Präsident Joseph S. Blatter.
Steffi Jones wird UEFA-Botschafterin Steffi Jones ist reif für den diplomatischen Dienst. Denn sie wird künftig für die Europäische Fußball-Union (UEFA) als Botschafterin für Frauenfußball tätig sein. Die Präsidentin des Organisationskomitees der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2011 erhielt diese Berufung aufgrund ihrer erfolgreichen Arbeit in der WM-Vorbereitung.