Schweden tanzt sich zu Olympia
Die schwedische Frauenfußball-Nationalmannschaft hat nach 1991 und 2003 zum dritten Mal das Halbfinale einer Weltmeisterschaft erreicht. Die Skandinavierinnen besiegten Australien mit 3:1 und sicherten sich damit auch die Qualifikation für die Olympischen Spiele im kommenden Jahr.
Neben dem gesetzten Gastgeber Großbritannien qualifizieren sich über die WM die beiden besten europäischen Mannschaften für die Olympischen Spiele in London. Nach der deutschen Viertelfinalniederlage gegen Japan werden diese Plätze nun von Frankreich und Schweden eingenommen.
Schweden von Beginn an überlegen Die Schwedinnen machten im ausverkauften Augsburger Stadion von Beginn an den besseren Eindruck. Zwei frühe Tore brachten sie schließlich auch schnell auf die Siegerstraße. Stürmerin Lotta Schelin setzte sich gegen Ellyse Perry durch und flankte auf Therese Sjögran. Die erfahrene Mittelfeldspielerin ließ sich die Chance nicht nehmen und traf in der elften Minute zum 1:0.
Die Matildas spielten zwar engagiert, fanden jedoch keine Mittel gegen den Vize-Weltmeister von 2003. Die Schwedinnen schalteten schneller um und spielten druckvoller. Nur fünf Minuten nach dem ersten Tor legte Lisa Dahlkvist das 2:0 nach.
Australien agiert ideenlos Die Schwedinnen gaben beide Male ihr einstudiertes Tänzchen zum Besten, Australien kam in der 40. Minute durch Perry zum Anschlusstreffer. Doch wer nach dem Seitenwechsel einen Sturmlauf der Matildas erwartete, um noch zum Ausgleich zu kommen, wurde enttäuscht. Der Asienmeister war zu einfallslos, und Starstürmerin Lisa De Vanna konnte keinen Stich landen; die Schwedinnen ließen sie nicht zur Entfaltung kommen. Stattdessen legten Schweden in der 52. Minute das 3:1 nach. Die zur besten Spielerin der Partie gewählte Schelin gewann das Duell mit Torfrau Melissa Barbieri und stellte den Endstand her.
„Heimspiel“ für Thunebro und Landström Im Halbfinale trifft Schweden nun am Mittwoch um 20.45 Uhr auf Japan. Die Partie findet in Frankfurt statt, wo Schwedens Sara Thunebro und Jessica Landström für den 1. FFC in der Bundesliga aktiv sind. Sollten sich die Schwedinnen auch gegen Japan durchsetzen, stünden sie zum zweiten Mal nach 2003 im WM-Finale.