Deutschland – Frankreich: die Spielerinnen in der Einzelkritik
Wie schon in den beiden Spielen zuvor wirft Womensoccer auch diesmal wieder einen Blick auf die Leistungen der deutschen Spielerinnen beim 4:2-Sieg gegen Frankreich .
Nadine Angerer: Wie schon in den ersten beiden Gruppenspielen, bekam sie nur wenig zu tun. Bei den Gegentreffern war sie machtlos, in der ersten Halbzeit entschärfte sie einen Freistoß von Sandrine Soubeyrand, am Schluss rettete sie gegen Abily.
Bianca Schmidt: Kam als Ersatz für die von einer Magen-Darm-Grippe geschwächte Linda Bresonik und machte ihre Sache auf Anhieb gut. Ließ hinten rechts nichts anbrennen und spielte kluge Pässe, schaltete sich aber nur wenig in die Offensive ein.
Annike Krahn: An ihr bissen sich die französischen Stürmerinnen die Zähne aus, war gewohnt zweikampfstark, zeigte aber auch bekannte Schwächen im Aufbauspiel und hatte Probleme im Stellungsspiel bei Standardsituationen, wie etwa beim ersten Gegentreffer.
Saskia Bartusiak: Wirkte souveräner und konzentrierter als sonst, gewann nahezu alle Zweikämpfe und baute das Spiel gut von hinten auf. Verschätzte sich allerdings beim ersten Gegentreffer, verlor das Luftduell gegen Delie.
Babett Peter: Zeigte eine bärenstarke Vorstellung und degradierte Flügelflitzerin Eugenie Le Sommer zur Bedeutungslosigkeit. Schalte sich oft ins Angriffsspiel ein und schlug die Maßflanke zum 1:0, traf in der Schlussphase die Latte. Unterlief aber die Ecke, die Georges zum Treffer nutzte.
Lena Goeßling: Mühte sich redlich, fand aber nur schwer Bindung zum deutschen Spiel und leistete sich so manchen Abspielfehler. Konnte Kim Kulig nicht vergessen machen, und arbeitete nicht immer gut nach hinten.
Simone Laudehr: Absolvierte einmal mehr ein Riesenlaufpensum, spielte aber weniger auffällig als gegen Nigeria. Setzte sich am linken Flügel schön durch, bevor sie die Flanke zum 2:0 schlug.
Kerstin Garefrekes: Erzielte als Ersatzkapitänin für Birgit Prinz per Kopf das so wichtige 1:0 und spielte kluge Pässe. In der zweiten Halbzeit kam sie später notgedrungen auf der Sechser-Position zum Einsatz und machte dort ihre Sache gut.
Célia Okoyino da Mbabi: Versetzte mit ihrem Treffer zum 4:2 den Französinnen den K.o. Arbeitete und bewegte sich viel, war aber nicht so effektiv wie zum WM-Auftakt gegen Kanada.
Fatmire Bajramaj: Zeigte in ihrer Heimat eine aufsteigende Leistung. War sehr aktiv und arbeitete auch gut nach hinten. Häufig aber zu ballverliebt, so dass sie sich zu spät vom Ball trennt und das zeitige Abspiel verpasste.
Inka Grings: Nutzte über 90 Minuten ihre Chance, war ein stetiger Unruheherd und krönte ihre starke Leistung mit zwei Toren. Leistete zudem per Kopf die Vorarbeit zum 4:2 und spielte den Pass, der zum Elfmeter führte. Wurde zurecht zur Spielerin des Spiels gewählt.
Ariane Hingst: Kam nach der Pause auf der Sechserposition zum Einsatz. Spielte kluge Bälle in die Spitze und ließ im defensiven Mittelfeld nichts anbrennen.
Alexandra Popp: Kam erst in der 78. Minute ins Spiel, hatte gegen Ende eine gute Chance zum 5:2. Spielte aber zu kurz für eine Bewertung.