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2011

Turbine rüstet sich für das Finale

Am morgigen Donnerstag, 26. Mai, 21.00 Uhr, ist es soweit: Im Craven Cottage wird der 1. FFC Turbine Potsdam versuchen, zum zweiten Mal in Folge ein Champions-League-Finale gegen Olympique Lyonnais zu gewinnen.

Viola Odebrecht , die mit ihrem Verein bereits 2005 den UEFA Women’s Cup gewann, ist zum ersten Mal in der englischen Hauptstadt und freut sich schon jetzt auf ein Stadion, „wo der Rasen ein Teppich ist.“ Ein neuerlicher Sieg, mit dem Turbine seinen dritten europäischen Titel holen und somit mit dem 1. FFC Frankfurt gleichziehen könnte, wäre für das ganze Team etwas Besonderes. „Das wäre schon etwas“, so Turbine-Trainer Bernd Schröder. „Denn zweimal hintereinander zu gewinnen, würde ja die Leistung bestätigen.“ Doch in den Tagen vor dem Finale schwankte die Gefühlslage zwischen Optimismus und Skepsis. „Lyon ist eine Klasse für sich. Sie haben ein ausgereiftes Passspiel, wir können nur versuchen, 90 Minuten mitzugehen.“

Pressekonferenzen am Abend In einem haben die Französinnen gegenüber den Deutschen die Nase voraus. Denn Olympique Lyonnais wird heute Abend um 18.30 Uhr MESZ als Erstes über den letzten Stand der Dinge informieren, bevor ab 19.30 Uhr Turbine Potsdam die anwesenden Medien mit letzten Informationen versorgen wird. Und dabei dürfte den deutschen Journalisten-Tross vor allem interessieren, ob die formstarke Japanerin Yuki Nagasato rechtzeitig zum Finale wieder fit wird. Ab 20.00 Uhr steht dann das Abschlusstraining im Craven Cottage auf dem Programm, bei dem das Team erstmals Bekanntschaft mit dem Stadion schließen wird.

Bangen um Nagasato Denn sie zog sich beim ersten Testspiel mit der Nationalmannschaft gegen die USA am 14. Mai eine Knieverletzung zu und musste damals bei der 0:2-Niederlage nach 67 Minuten ausgewechselt werden. „Wir versuchen, sie fit zu kriegen. Wir haben nach ihrer Rückkehr ein MRT gemacht, im Knie ist ein freier Gelenkkörper, der zum Problem werden könnte, wenn er sich in das Gelenk hineinzieht“, so Schröder.

Schwierige Vorbereitung Erst seit Montag hat der 68-Jährige erstmals wieder seinen kompletten Kader zusammen, nachdem die fünf Nationalspielerinnen im vorläufigen WM-Kader in den vergangenen Wochen bei den diversen Vorbereitungslehrgängen im Einsatz waren. Ein weitere Nachteil ist, dass sich das Team nur mit den Spielen im Bundesliga -Cup im Rhythmus halten konnte, während Lyon weiter im Meisterschaftsbetrieb steckte. „Für uns ist es theoretisch ein Nachteil, praktisch wird man sehen, wie man ins Spiel kommt“, so Schröder.

Wem hilft der Regen? Und man wird sehen, welches der beiden Teams besser mit den Witterungsbedingungen zurecht kommen wird, denn für Donnerstagabend ist in London Regen angesagt, während in den Tagen zuvor die Sonne vom Himmel strahlte, bei angenehmen Temperaturen um die 20 Grad. Trotz aller Anerkennung für die Stärke Lyons, glaubt Schröder, dass sein Team einen Vorteil gegenüber dem französischen Meister hat.

Schröder glaubt an Vorteil „Wir sind vorbereitet auf die Art und Weise, wie Lyon Fußball spielt. Wir waren im letzten Jahr nicht überrascht, aber ein bisschen irritiert, weil sie sehr körperbetont gespielt haben, was wir so nicht erwartet haben, obwohl wir Videoaufzeichnungen hatten.“ Und er hält seine Elf für flexibler. „Wir haben dieses Jahr keine überragenden Spielerinnen gehabt, in der Regel war das so, dass die Mannschaft das kompensiert hat, wir waren nie auf eine Spielerin angewiesen. Wir haben vom Torwart an bis zum Linksaußen ein homogenes System.“