Fünferpack von Popp in Cloppenburg

Von am 3. April 2011 – 16.50 Uhr 21 Kommentare

Der FCR 2001 Duisburg hat sich mit einem klaren Sieg in einem Testspiel beim abstiegsbedrohten Zweitligisten BV Cloppenburg für die beiden Champions-League-Halbfinalspiele gegen den 1. FFC Turbine Potsdam warm geschossen.

Der Ausflug ins oldenburgische Münsterland endete mit einem standesgemäßen 7:1 (4:0). Das Testspiel vor 632 Zuschauern war für Duisburg eine willkommene Gelegenheit, um im Spielrhythmus zu bleiben – auch wenn die Gäste sehr dezimiert anreisten, nämlich nur mit elf Feldspielerinnen.

Nur mit elf Feldspielerinnen
Sonja Fuss und Uschi Holl wurden geschont, Simone Laudehr trainierte mit der zweiten Mannschaft, da sie gegen Potsdam  gelbgesperrt ist, Luisa Wensing ist bei der EM-Qualifikation in Wales, Annemieke Kiesel weilt bei der niederländischen Nationalmannschaft und Mandy Islacker meldet sich am Morgen krank ab.

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Popp mit Blitz-Hattrick
Unabhängig davon verlief das Spiel von Anfang so, wie nicht anders zu erwarten: Der FCR drängt unermüdlich auf das Tor des Zweitligisten und nachdem die Torfrau einmal reaktionsschnell gegen Inka Grings geklärt hatte, gelangen Alexandra Popp in drei Minuten drei Tore – möglicherweise der schnellste Hattrick aller Zeiten, auf jeden Fall drei wunderschöne Tore. Die U20-Weltmeisterin war es auch, die das 4:0 erzielte, nachdem zuvor Linda Bresonik aus der Distanz abgezogen hatte.

Alleingang von Bresonik
Nach der Pause stürmt dann Kozue Ando auf links, und Weichelt wechselt mit Oster der Positionen – am Spielverlauf ändert sich nichts, außer dass es nun andere Torschützinnen gab: nach 49 Minuten trifft Ando aus 15 Metern nach sehr guter Kombination Grings-Weichelt-Ando. Drei Minuten später dann ein entschlossener Alleingang von Bresonik, die drei Gegnerinnen ausspielt und aus 15 Metern zum 6:0 trifft.

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Alexandra Popp

Alexandra Popp erzielte in Cloppenburg fünf Tore © Nora Kruse, ff-archiv.de

Ehrentreffer für Cloppenburg
Nachdem mit Anke Preuß auch die letzte der Löwinnen noch eingewechselt wurde, gelingen den Niedersachsen plötzlich einige sehenswerte Konter – der vielumjubelte Ehrentreffer gelingt aber nach einer Ecke, als die FCR-Abwehr nicht entschlossen deckt und Andrea Göken gleich zweimal schießen darf und mit dem Nachschuss trifft: das 1:6 in der 62. Minute.

Popp setzt Schlusspunkt
Danach sehen die Zuschauer im schönen Cloppenburger Stadion noch etliche tolle Kombinationen, der letzte Treffer entsprang allerdings einem schönen Standard: in der 84. Minute flankt Bresonik mustergültig auf Popp – und gegen den Flugkopfball hat die BVC-Torfrau keine Chance.

Ketelaer: „Nehmen positive Stimmung mit nach Hause“
FCR-Trainer Marco Ketelaer erklärte: „Abgesehen davon, dass Spielen immer besser ist als das Training, haben heute einige Spielerinnen wichtige Spielpraxis bekommen – wie z. B. Krahn und Weichelt; wir konnten zudem viele Kombinationen üben, haben den Ball laufen gelassen und nehmen durch die vielen Tore auch eine positive Stimmung mit nach Hause.“

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

21 Kommentare »

  • Detlef sagt:

    TURBINE hat es ja in dieser Saison nie geschafft, zwei gleich gute Spiele hintereinander abzuliefern!!!

    Deshalb ist zu befürchten, daß auch gegen die Löwinnen mindestens ein Gruselspiel dabei sein wird!!!

    Ob uns dann wieder unser Dusel helfen wird, wie schon so oft in dieser Saison, bleibt abzuwarten!!!

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