WM satt in ARD und ZDF

Von am 18. März 2011 – 19.31 Uhr 27 Kommentare

„2003 wurde ARD-Programmdirektor Günter Struve noch belächelt, als er den ‚Tatort‘ für das WM-Endspiel hat ausfallen lassen“, so ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky. „Dann wurden es über zehn Millionen Zuschauer.“ Bei der Frauenfußball-Weltmeisterschaft in diesem Jahr erwarten ARD und ZDF noch mehr Zuspruch und übertragen das Turnier daher in noch nie da gewesenem Umfang.

„Wir werden alle Spiele in ARD und ZDF in den Hauptprogammen zeigen“, sagt Balkausky. Das heißt, dass insgesamt 28 Partien live übertragen werden. Die verbleibenden vier  Spiele, die am Ende der Vorrunde parallel zu anderen Begegnungen stattfinden, werden als Einblendung oder Zusammenfassung zu sehen sein.

Bekannte Gesichter bei den Übertragungen
„Für uns war bei der Auslosung klar, welcher Hype das bei der WM werden wird“, so Balkausky, und ZDF-Chef Dieter Gruschwitz stimmt zu. „Diese Frauen-WM wird eine eigene Dynamik entwickeln, dazu wollen wir beitragen.“ Der WM-Programmleiter des ZDF, Andreas Lauterbach, kündigt an, dass sein Sender „den ersten Sturm aufbieten“ werde. Konkret heißt dies, dass Sven Voss im Stadion moderieren und Kathrin Müller-Hohenstein bei der deutschen Mannschaft sein wird. Claudia Neumann und Norbert Galleske werden kommentieren. Als Expertinnen zählt der Mainzer Sender auf Silke Rottenberg, Renate Lingor sowie FIFA-Schiedsrichterin Dr. Riem Hussein.

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Renate Lingor, Jessy Welmer

Das WM-Team im ZDF-Morgenmagazin: Renate Lingor (l.) und Jessy Welmer. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Bei der ARD setzt man auf Claus Lufen, Bernd Schmelzer , Tom Bartels sowie Martina Knief im Hörfunk. Als Expertin fungiert weiterhin Nia Künzer, Weltmeisterin von 2003.

Sechs Spiele zur Primetime
Das Team der ARD wird sowohl das Eröffnungs- als auch das Endspiel übertragen. Letzteres ist eines von sechs Spielen, das in der Primetime, also nach 20 Uhr gezeigt wird. Die anderen sind das zweite und dritte Gruppenspiel der deutschen Mannschaft sowie ein mögliches Viertel- und Halbfinale. Außerdem wird die Entscheidung in Gruppe C am 6. Juli ab 20.45 Uhr fallen.

Übertragungstechnik modern wie nie
Dass sich die Zuschauer auch bei der Frauen-WM auf die bewährten 3D-Analysen freuen können, kündigten die Verantwortlichen der öffentlich-rechtlichen Sender bereits an. Aber auch darüber hinaus wurde bereits vor Wochen bekannt, dass bei der WM die Fernsehproduktion und –verteilung beispiellos sein sollen, auch Helikopterkameras kommen zum Einsatz. Neben ARD und ZDF wird auch Eurosport alle Spiele zeigen.

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27 Kommentare »

  • Sven sagt:

    @laasee:

    „They could ensure progress by simply demanding that all TV deals included both MF and FF World Cups.
    Then BBC, ZDF et al, would have to show comprehensive coverage of all tournaments.“

    Wozu so etwas führt, kann man in Deutschland am Beispiel Frauen-Länderspiele und -Bundesliga gut sehen.

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  • laasee sagt:

    @Marcus

    I believe more in Santa Claus than I do in FIFA, UEFA, DFB, FA, et al.

    They are all the ‚boys‘ organisations.
    The boys get all of the cake – the girls get crumbs.

    The future of FF will be determined in Germany – that is obvious.
    I think that the ‚girls revolution‘ starts in Germany after WM.

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  • Micol sagt:

    @laasee
    Be grateful for Eurosport UK. You won’t get better commentators anywhere.

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  • Webcam sagt:

    Jedenfalls sollten gerade Journalisten die Rolle der Medien nicht unterschätzen …
    Was im TV, im Öffentlich-Rechtlichen gesendet und diskutiert wird, wird für bedeutend und schnell auch für sehenswert gehalten – ganz egal, ob es das ist oder nicht. Daher wären mehr Berichte über die FF-BL in den Dritten auf jeden Fall eine wichtige Werbung, und das täte sicher auch dem Zuschauerschnitt gut. Wenn man nur mit dem Zuschauerschnitt argumentiert, dürfte es über viele andere Sportarten keine Berichte geben – die am TV aber dennoch recht beliebt sind. Und dass von der BL sehenswerte Spielberichte zu sehen wären, wird hier wohl niemand bestreiten.

    Aber über den DFB kann man m.E. nicht meckern, vermutlich wird aus dem Herrenfußball-Millionen derzeit sogar ganz schön in den Frauenfußball reingebuttert.

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  • waiiy sagt:

    „Any news are good news“

    Daran sollten sich die Medien halten. Und wenn die Lieblings-Nagellack-Farbe von Lira Bajramaj bzw. das Haargel von Birgit Prinz in der Bunten steht, ist es besser, als wenn gar nicht darin berichtet wird.

    Katharina Witt hat die Woche gesagt, dass die Frauen die Männer in die Stadien zerren müssen. Das geht aber nur, wenn auch in den entsprechenden Medien für die Frauen darüber berichtet wird.

    Wie man das Interesse weckt, ist zweitrangig, es muss geweckt werden. Und wenn die Nachhaltigkeit nur kommt, wenn man Heldinnen aufbaut, dann muss man sie aufbauen. In England sind die Kids auch mit ihrem Eltern wegen David Beckham ins Stadion gerannt und da war bei weitem nicht immer der beste Spieler der Engländer. Aber er war der ideale „Held“. Also brauchen wir am besten ein paar „Heldinnen“, die es in den Spielalltag transportieren.

    waiiy

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  • laasee sagt:

    @Micol

    I also like the commentators on Eurosport. They know that Inka is uber good. That is cool.
    They say, ‚Inka Grings always scores goals‘. I have noticed that as well.

    The problem over here is that Eurosport is not one of the main TV stations. and they gets less viewers.
    BBC and ITV are the main free TV channels and that is the ideal platform for better publicity of FF.

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  • laasee sagt:

    @waiiy

    Your point about Beckham hits the nail on the head.
    Beckham is a commercial brand and the English audience were duped into believing that he was a super footballer. Brand Beckham was all about money.

    Brand Beckham shows the power that TV and marketing has.
    That same power and influence could also propel FF to a new level.
    The difficulty is to get the marketing men and TV men to have a new progressive outlook.

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