Potsdam mit einem Bein im Halbfinale

Von am 16. März 2011 – 20.56 Uhr 25 Kommentare

Im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League hat sich der 1. FFC Turbine Potsdam mit einem klaren  Sieg beim FCF Juvisy ein beruhigendes Polster für das Rückspiel in einer Woche erarbeitet.

Im Robert-Bobin-Stadion von Evry kam das Team von Trainer Bernd Schröder in einer phasenweise überharten Partie zu einem glanzlosen 3:0 (2:0)-Sieg, so dass der Einzug ins Halbfinale nur noch Formsache sein dürfte. Bianca Schmidt (6.), Fatmire Bajramaj (28.) und ein Eigentor von Juvisy-Kapitänin Sandrine Soubeyrand (64.) bescherten Turbine einen beruhigenden Vorsprung für das Rückspiel in einer Woche.

Führung durch Schmidt
Turbine begann nervös, Torhüterin Anna Felicitas Sarholz musste ihr Team bei einem Schrägschuss von Laëtitia Tonazzi früh vor einem Rückstand bewahren (2.). Mit seiner ersten Chance ging Potsdam in Führung, eine Ecke von Bajramaj drückte Schmidt aus drei Metern per Kopf ins Netz (6.).

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1. FFC Turbine Potsdam

Potsdam kann bereits für das Halbfinale planen © Holger Peterlein / girlsplay.de

Meister der Effizienz
Doch trotz der Führung fand Turbine nicht richtig in die Partie, die Gastgeberinnen waren bei einzelnen Vorstößen gefährlich. Doch der deutsche Meister bestach einmal mehr durch Effizienz, nach schönem Pass von Schmidt erzielte Bajramaj aus leicht abseitsverdächtiger Position das 2:0 (28.). Potsdam fand nun langsam besser ins Spiel, ohne vollauf überzeugen zu können und zu müssen. Mittag vergab mit einem Drehschuss kurz vor der Pause die Chance auf einen dritten Treffer (45.).

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Ruppige Französinnen
In den zweiten 45 Minuten bekamen die Potsdamerinnen das Spiel zunächst etwas besser in den Griff, sahen sich aber vermehrt dem überharten Einsteigen ihrer französischen Gegenspielerinnen ausgesetzt.

Eigentor von Soubeyrand
Die Gastgeberinnen versetzten sich dann jedoch selbst den endgültige K.o., Kapitänin Sandrine Soubeyrand köpfte eine Ecke von Mittag aus kurzer Distanz ins eigene Netz (64.). Juvisy war in der Schlusstreffer um den Ehrentreffer bemüht, Tonazzi vergab mit einem Schuss übers Tor die letzte Chance (89.). Bajramaj und zweimal Mittag vergaben in der Nachspielzeit gute Chancen auf einen vierten Treffer.

Zietz: „Gute Ausgangslage“
Turbine-Kapitänin Jennifer Zietz erklärte. „Das 3:0 ist eine gute Ausgangslage, vor allem dass wir zu Null gespielt haben. Es war nicht leicht, aber es nun einmal Champions League, da will jede Mannschaft gewinnen.“

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

25 Kommentare »

  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Stimmt, Markus, meinen TV-Mitschnitt kann ich als Beweis daher gern zur Verfügung stellen!

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  • Detlef sagt:

    @Frau Fußball,
    „Thomas“ war auch in Evry mit dabei, der bin ich aber nicht!!!
    Er kommt ja aus Berlin, aber ich wohne in der Nähe von Stuttgart!!! 😉
    Kann man sich das Spiel nochmal irgendwo online ansehen???
    Mein Rekorder hat leider nicht aufgenommen!!!

    @Markus,
    Würde ich gerne tun, aber leider streikte die Technik!!!

    Also aus unserer Tribünensicht war es eigentlich gut zu sehen, und wir waren alle der Meinung, das war Abseits!!!
    Aber Eurosport hatte ja sehr viele Kameras im Stadion, vielleicht zeigt eine davon mehr???

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Detlef
    Ja, da ich Thomas auf der Tribüne sah, war mir das schon klar und nur Bestätigung meiner Vermutung, dass er beim Spiel dabei ist, und bei jedem DFB-Stream sieht man ihn auch immer. 🙂
    Aber von Stuttgart aus nach Paris, das ist auch eine reife Leistung – mann-o-mann!

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  • Detlef sagt:

    @Frau Fußball,
    Von Stuttgart ist es viel kürzer nach Paris als nach Potsdam!!!
    In 3,5h fährt man, Dank TGV, vom Neckar an die Seine!!! 😉
    Nach TURBINE-City braucht der ICE via Berlin, und dann RE bis Potsdam etwa 6h!!!

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Detlef
    Upps, was es so alles gibt – war mit bis dato unbekannt!

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