Potsdam mit einem Bein im Halbfinale

25

Im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League hat sich der 1. FFC Turbine Potsdam mit einem klaren  Sieg beim FCF Juvisy ein beruhigendes Polster für das Rückspiel in einer Woche erarbeitet.

Im Robert-Bobin-Stadion von Evry kam das Team von Trainer Bernd Schröder in einer phasenweise überharten Partie zu einem glanzlosen 3:0 (2:0)-Sieg, so dass der Einzug ins Halbfinale nur noch Formsache sein dürfte. Bianca Schmidt (6.), Fatmire Bajramaj (28.) und ein Eigentor von Juvisy-Kapitänin Sandrine Soubeyrand (64.) bescherten Turbine einen beruhigenden Vorsprung für das Rückspiel in einer Woche.

Anzeige

Führung durch Schmidt
Turbine begann nervös, Torhüterin Anna Felicitas Sarholz musste ihr Team bei einem Schrägschuss von Laëtitia Tonazzi früh vor einem Rückstand bewahren (2.). Mit seiner ersten Chance ging Potsdam in Führung, eine Ecke von Bajramaj drückte Schmidt aus drei Metern per Kopf ins Netz (6.).

1. FFC Turbine Potsdam
Potsdam kann bereits für das Halbfinale planen © Holger Peterlein / girlsplay.de

Meister der Effizienz
Doch trotz der Führung fand Turbine nicht richtig in die Partie, die Gastgeberinnen waren bei einzelnen Vorstößen gefährlich. Doch der deutsche Meister bestach einmal mehr durch Effizienz, nach schönem Pass von Schmidt erzielte Bajramaj aus leicht abseitsverdächtiger Position das 2:0 (28.). Potsdam fand nun langsam besser ins Spiel, ohne vollauf überzeugen zu können und zu müssen. Mittag vergab mit einem Drehschuss kurz vor der Pause die Chance auf einen dritten Treffer (45.).

Ruppige Französinnen
In den zweiten 45 Minuten bekamen die Potsdamerinnen das Spiel zunächst etwas besser in den Griff, sahen sich aber vermehrt dem überharten Einsteigen ihrer französischen Gegenspielerinnen ausgesetzt.

Eigentor von Soubeyrand
Die Gastgeberinnen versetzten sich dann jedoch selbst den endgültige K.o., Kapitänin Sandrine Soubeyrand köpfte eine Ecke von Mittag aus kurzer Distanz ins eigene Netz (64.). Juvisy war in der Schlusstreffer um den Ehrentreffer bemüht, Tonazzi vergab mit einem Schuss übers Tor die letzte Chance (89.). Bajramaj und zweimal Mittag vergaben in der Nachspielzeit gute Chancen auf einen vierten Treffer.

Zietz: „Gute Ausgangslage“
Turbine-Kapitänin Jennifer Zietz erklärte. „Das 3:0 ist eine gute Ausgangslage, vor allem dass wir zu Null gespielt haben. Es war nicht leicht, aber es nun einmal Champions League, da will jede Mannschaft gewinnen.“

FRAUENFUSSBALL - Weltmeisterschaften 1991 bis 2019: Enzyklopädie des Sports
  • Roland M. Weissbarth
  • Herausgeber: Independently published
  • Taschenbuch: 272 Seiten

Letzte Aktualisierung am 15.09.2019 / * = Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

25
Hinterlasse einen Kommentar

avatar
22 Kommentar-Themen
3 Themen-Antworten
0 Follower
 
Kommentar, auf den am meisten reagiert wurde
Beliebtestes Kommentar-Thema
10 Kommentatoren
Schenschtschina FutbolistaDetlefMarkus JuchemMarcelJochen Neueste Kommentartoren
  Abonnieren  
neueste älteste meiste Bewertungen
Benachrichtige mich bei
timmy
timmy

Die Schiedsrichterin hätte den Französinnen aber auch gut zwei Elfer zusprechen können.

JimPanse
JimPanse

Gelbe Karte für die Schiedsrichterleistung. Zuersteinmal Glückwunsch an die „Turbinen“ für einen verdienten Sieg. Froh bin ich letztlich aber auch darüber, dass alle Spielerinnen der Gastmannschaft den Rasen unverletzt verlassen haben. Was ob der Schiedsrichterleistung zum Ende hin glücklicher war als die vielzitierte „Null“. Neben der Aufgabe, das Spiel zu leiten, sollte der Unparteiischen oberstes Augenmerk der Gesundheit der Spielerinnen gelten. Beides gehört sicherlich zusammen, dennoch hat sie Ersteres zwar respektabel erledigt, Letzteres jedoch eindeutig verfehlt. Mehr noch, hat sie mit ihrer Nichtahndung der vielen rüden Fouls der Französinnen, deren Frustbewältigung erst Tür und Tor geöffnet. Dies hat auch nichts… Weiterlesen »

Marcel
Marcel

Schon brutal was die Schiedsrichterin hat einfach mal so durchgehen lassen für miese Tacklings von hinten in die Beine gabs nicht mal Gelb aber bei taktischen Fouls gabs sofort eine.
Auch wieder mal hinterlässt eine französische Mannschaft nicht grade einen sympathischen Eindruck bei mir, leider.
Trotz allem muss man aber sagen das Turbines Spiel doch auch viel zu wünschen übrig liess diese teilweise Kick and Rush Mentalität die sich da eingeschlichen hat ist schon erschreckend.Vor allem bis die Mannschaft mal in Gang kommt dauerts viel zulang.
Naja dafür scheint Effektivität die neue Stärke zu sein ist ja auch mal was.

Frieda
Frieda

Fußball ist und bleibt Kontaktsport.
Ja, es hätte gerne auch ein oder zwei gelbe Karten geben können. Allerdings sollte sich ein Spitzenteam wie Turbine Potsdam auch auf Mannschaften einstellen können und dementsprechend reagieren. Kurzpassspiel und die Französinnen kommen mit dem Tacklen nicht mehr hinterher.

Schenschtschina Futbolista
Schenschtschina Futbolista

Kontaktsport muss nicht zwangsweise mit rüden, gesundheitsgefährdenen Foulspielen übersät sein. Für mich zwei unterschiedliche Schuhe, und es kann eigentlich nicht sein, dass man mangelnde Durchschlagskraft durch rohes Spiel ausgleicht. Das ist unterste Schublade bzw. FF auf Kreisebene!
Trotzallem gilt für Turbine mit aller Regelmässigkeit der Satz „Hauptsache gewonnen, den Rest deckt der Mantel des betretenen Schweigens zu!“ Bloss wie lange noch? Bis zum 26. d.M.?

eisbär
eisbär

Ich hab zwar nicht das komplette Spiel gesehen, aber auch Potsdam ist hart in die Zweikämpfe gegangen. Die gelbe Karten für Potsdam hab ich alle gesehen und waren aus meiner Sicht auch alle korrekt. Natürlich hätten auch die französischen Spielerinnen verwarnt werden müssen, aber hier wird schon wieder so getan, als ob nur eine Mannschaft getreten hätte.

Frieda
Frieda

Ich sehe es wie Eisbär. Und ich habe das ganze Spiel gesehen. Mich wundert z.B. wie Tabea Kemme ohne gelb davon kommen konnte.
Die taktischen Fouls von Potsdam waren nur dumm. So etwas hat die Mannschaft gar nicht nötig. Bevor auf die Schiedsrichterin geschimpft wird, sollten sich die Damen und Herren erstmal an die eigene Nase fassen.

Schenschtschina Futbolista
Schenschtschina Futbolista

Wer sich seiner Haut nicht zu erwehren weiß, geht sang- und klanglos unter! Also blieb Turbine gar nichts anderes übrig, als gegenzuhalten und nichts anderes haben sie getan. Leider war die schlechte Schiri-Leistung noch dazu die einer typischen Heim-Schiri. Ausserdem wird jetzt der Tret-Diskussion eine andere Richtung gegeben. Erst hieß es Fussball ist Kontaktsport und damit das Kritisierte schöngeredet und jetzt wird der Ball Turbine zusgespielt und auf deren gelbe Karten verwiesen – ja, was denn nun? Ich möchte mal diejenige, die mehrfach in die Hacken getreten bekommt, erleben, wie lange sie stillehält und nicht zurückkeilt! Nur einstecken, ist eine… Weiterlesen »

Frieda
Frieda

Warum eine andere Richtung? 1) Fußball ist ein Kontaktsport. Ich bewerte das Spiel gestern deshalb nicht als überhart, sondern als hart. 2) Wer sich über die Spielweise der Französinnen aufregt, muss auch einsehen, das Potsdam nicht viel anders gespielt hat. 3) Gerade im Profisport sollte ich es einstecken können, Tritte in die Hacken zu bekommen und nicht auszuticken. Sonst müsste es ja bei jedem zweiten Spiel ne Schlägerei oder rote Karten hageln. Als Profi stecke ich ein und wenn ich überlegen bin, dann zeige ich das mit Technik, Schnelligkeit oder taktischem Spiel. Ich trete nicht einfach zurück. 4) Das mit… Weiterlesen »

Frieda
Frieda

@ Markus
Warum sollte ich nie selber Fußball gespielt haben? Weil ich der Meinung bin, dass Disziplin und selbst Disziplin aufs Feld gehören? Und das vor allem Menschen, deren Job Fußball ist dazu fähig sein sollten, sich selbst zu kontrollieren? Das verstehe ich nicht.

Frieda
Frieda

@ Markus
Für den Fußball in Deutschland magst du recht haben. Ich hab lange in England gespielt. Wenn du als Spieler dort den Ref brauchst um Disziplin zu haben hast du ein Problem. Mag die Konkurrent zum Rugby sein.

Ballerina
Ballerina

@ Frieda Ich habe mir die Eurosport-Übertragung gestern als Lifestream des Britischen Ablegers angeschaut. Sowohl der Moderator als auch seine Co-Moderatorin (leider hab ich den Anfang verpasst, daher bin ich nicht sicher ob es sich dabei um eine britische Spielern handelte, gehe aber davon aus) haben einen sehr kompetenten und sympathischemn Eindruck gemacht. Zudem äußerten sich beide sehr lobend über den deutschen Fussball. Und auch hier war man mehrmals erstaunt über das rüde Spiel und Nachhalten der Französinnen und das lasche Durchgreifen der Schiedsrichterin. Ich glaube also, dass man auch in England glaubt, der Schiri ist durchaus dafür da für… Weiterlesen »

Schenschtschina Futbolista
Schenschtschina Futbolista

@Frieda
Komme mal wieder auf das eigentliche Thema zurück!
Wir diskutieren gerade über dt. FF in Gestalt von Turbine und deren gestrigem CL-Viertelfinalsieg inkl. der Dinge, die da passiert sind. 🙂

Jochen
Jochen

Eigentlich bin ich Frauenfussballfan, weil es dort vergleichsweise ehrlich und fair zugeht. Sicherlich wird sich dies mehr und mehr dem Männersport anpassen. Damit muss man leben. Selten habe ich aber eine von der Gangart und Ausstrahlung der Spielerinnen derart unsympathische Truppe (die Torfrau ausgenommen) wie diese Franzosen erlebt.

Marcel
Marcel

@Jochen

Da gabs sogar schon schlimmeres erinner mich da an das Skandalspiel als Frankfurt auch gegen eine französische Mannschaft spielen musste und Renate Lingor bespuckt wurde und die Französinnen nach ner roten Karte nicht mehr weiter spielen wollten.
Also die Frauen haben sich leider auch nicht immer im Griff,aber Ausnahmen bestätigen ja die Regel 🙂

Detlef
Detlef

Es war ein sehr hartes Spiel!!! Und auch TURBINE hat oft zu unerlaubten Mitteln gegriffen, die nicht alle geahndet wurden!!! Also ich war vor Ort, und habe nur einen Elfer für Juvisy gesehen, den es ohne Zweifel hätte geben müssen!!! YUKI fiel im eigenen Elfer, und brachte dabei eine Französin zu Fall!!! Außerdem war die von Markus angesprochene „leicht abseitsverdächtige Position“ von LIRA, ein klares Abseits!!! Von der schlechten Schiri-Leistung (die sich dem Niveau des Spieles anglich), profitierte hauptsächlich der deutsche Meister, das ist Fakt!!! Aber natürlich hätte es auch für Juvisy einige gelbe Kartons mehr geben müssen, das ist… Weiterlesen »

Schenschtschina Futbolista
Schenschtschina Futbolista

Also, Detlef, auch Dir sei geschrieben, dass es bei obiger Kritik an der Spielweise der Französinnen nicht um die Härte an sich ging, sondern einzig und allein um die unfaire und überharte Gangart mit teilweise sogar brutalen Grätschen und Tacklings von hinten in die gegnerischen Hacken ohne jede Chance den Ball zu erobern/spielen zu können. Was bekanntermassen ohne eine gelbe Karte durchging. Es wurde auch nicht diskutiert, dass u.U. die 3 gelben Kartons für die Turbinen ungerechtfertigt waren. Ich unterscheide immer noch zwischen der sog. gesunden Härte und dem Bekämpfen des Gegners, wo die Gesundheit des Gegenspielers gröblichst missachtet wird… Weiterlesen »

Schenschtschina Futbolista
Schenschtschina Futbolista

Stimmt, Markus, meinen TV-Mitschnitt kann ich als Beweis daher gern zur Verfügung stellen!

Detlef
Detlef

@Frau Fußball,
„Thomas“ war auch in Evry mit dabei, der bin ich aber nicht!!!
Er kommt ja aus Berlin, aber ich wohne in der Nähe von Stuttgart!!! 😉
Kann man sich das Spiel nochmal irgendwo online ansehen???
Mein Rekorder hat leider nicht aufgenommen!!!

@Markus,
Würde ich gerne tun, aber leider streikte die Technik!!!

Also aus unserer Tribünensicht war es eigentlich gut zu sehen, und wir waren alle der Meinung, das war Abseits!!!
Aber Eurosport hatte ja sehr viele Kameras im Stadion, vielleicht zeigt eine davon mehr???

Schenschtschina Futbolista
Schenschtschina Futbolista

@Detlef
Ja, da ich Thomas auf der Tribüne sah, war mir das schon klar und nur Bestätigung meiner Vermutung, dass er beim Spiel dabei ist, und bei jedem DFB-Stream sieht man ihn auch immer. 🙂
Aber von Stuttgart aus nach Paris, das ist auch eine reife Leistung – mann-o-mann!