1. FFC Turbine Potsdam holt Meistertitel
Der 1. FFC Turbine Potsdam hat sich zum dritten Mal in Folge die deutsche Meisterschaft gesichert. Beim souveränen Erfolg gegen die SG Essen-Schönebeck machten die Turbinen die Hoffnungen des 1. FFC Frankfurt zunichte, dessen Kantersieg gegen den FC Bayern München nur noch statistischen Wert hatte.
Beim 3:0 (2:0)-Sieg im mit 7 000 Zuschauern prall gefüllten Karl-Liebknecht-Stadion ließen zwei schnelle Tore von Beginn an keine Zweifel am neuerlichen Triumph aufkommen. Turbine-Trainer Bernd Schröder war nach dem Erfolg gerührt: “Im tiefsten Inneren haben wir gehofft, dass wir im 40. Jahr unseres Vereins das Triple schaffen. Wir haben zwar keine überragende Saison gespielt, aber es war trotzdem super, wie wir uns in den letzten Spielen präsentiert haben.”
Schnelle Entscheidung Viola Odebrecht erzielte den Führungstreffer, Anja Mittag per Hacke und Yuki Nagasato leisteten die Vorarbeit, Essens Torhüterin Steffi Löhr konnte den ersten Schussversuch von Odebrecht noch mit dem Fuß blocken, beim Nachschuss war sie jedoch machtlos (3.). Und nur Augenblicke später schraubte Turbine die Führung in die Höhe, Fatmire Bajramaj schlug einen weiten Ball über die zu weit aufgerückte Essener Abwehr, Mittag umkurvte Löhr und verwertete sicher (4.).
Wenig Gefahr vom Gegner Mit der Zwei-Tore-Führung im Rücken ließ es der Tabellenführer ruhiger angehen, Bianca Schmidt verpasste mit einem Schuss aus 12 Metern die Chance, das Polster weiter auszubauen (37.). Melanie Hoffmann sorgte kurz vor der Pause mit einem abgefälschten Freistoß für Gefahr aus den Reihen der Gäste (45.).
Peter macht Entscheidung perfekt Nach der Pause sorgte Turbine schnell für die Entscheidung: Zunächst scheiterte Kapitänin Jennifer Zietz zwar noch mit einem von Katarina Tarr an Bajramaj verursachten Foulelfmeter an Löhr, doch kurz darauf beseitigte Babett Peter per Kopf nach Freistoß von Mittag die letzten Zweifel (57.).
Frankfurt schießt Bayern ab Der 1. FFC Frankfurt feierte gegen den FC Bayern München beim 8:2 (4:2)-Erfolg ein wahres Torfestival, doch aufgrund des Potsdamer Siegs müssen sich die Frankfurterinnen mit Platz 2 in der Abschlusstabelle zufrieden geben, der aber zur Teilnahme an der Champions-League-Saison 2011/12 berechtigt. Conny Pohlers sicherte sich mit ihren Saisontreffern 24 und 25 die Krone als beste Torschützin der Saison. Svenja Huth (6.), Gina Lewandowski (11.), Corinna Paukner (12. Eigentor), Pohlers (20., 60.), Birgit Prinz (51., 69. Foulelfmeter, 81.) bei Gegentreffern von Vanessa Bürki (38., 40.) sorgten für einen furiosen Erfolg der Frankfurterinnen.
Saarbrücken zweiter Absteiger Der 1. FC Saarbrücken muss nach der 0:5 (0:2)-Niederlage beim FCR 2001 Duisburg dem Herforder SV in die 2. Liga folgen. Auch ohne die erkrankte Inka Grings kam Duisburg zu einem souveränen Sieg, die Treffer erzielten Alexandra Popp (14., 70., 89.), Mandy Islacker (45.) und Femke Maes.
Jena überrascht in Wolfsburg Auch ohne Top-Torjägerin Genoveva Anonma kam der FF USV Jena zu einem 2:1 (0:1)-Sieg beim VfL Wolfsburg. Die Gastgeberinnen waren durch die ehemalige Jena-Spielerin Yvonne Hartmann in Führung gegangen (18.), doch zwei Treffer von Caro Schiewe (62., 66. Foulelfmeter) sorgten dafür, dass die Thüringerinnen unabhängig vom Ausgang des Saarbrücken-Spiels den Klassenerhalt sicherten.
HSV holt Platz 4 Der Hamburger SV kam zum Abschluss der Saison zu einem 3:1 (1:0)-Auswärtssieg beim Herforder SV und sicherte sich somit einem überraschenden vierten Platz in der Abschlusstabelle. Kim Kulig (40.) brachte ihr Team in Führung, nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich von Anna Laue (49.) sorgten Antonia Göransson (70.) und Ana Maria Crnogorcevic (86.) für den Erfolg der Hanseatinnen.
Fünferpack von Da Mbabi Célia Okoyino da Mbabi schoss beim 5:1 (2:1)-Sieg gegen Bayer 04 Leverkusen den Gegner im Alleingang ab. Alle fünf Treffer gingen auf das Konto der Nationalspielerin (12., 21., 63., 71., 80.), den Ehrentreffer der Gäste erzielte Carolin Dej (37.).
Abschlusstabelle der Frauenfußball-Bundesliga