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2011

USA gewinnen Algarve Cup

Die USA haben zum achten Mal den Algarve Cup gewonnen. Im von Bibiana Steinhaus geleiteten Finale behielt das Team von Trainerin Pia Sundhage gegen Island trotz eines Rückstands am Ende mehr als verdient die Oberhand.

Die Treffer beim 4:2 (2:2)-Sieg im Estádio do Algarve von Faro erzielten Carli Lloyd (8.), Lauren Cheney (43.), Heather O’Reilly (57.) und die eingewechselte Alex Morgan (87.) für die Amerikanerinnen, für Island waren Katrin Ómarsdóttir (24.) und Hallbera Guðný Gísladóttir (26.) zur zwischenzeitlichen Führung erfolgreich.

Damit haben die USA im Süden Portugals ihre letzten 29 Spiele nicht verloren, denn die beiden Final-Niederlagen im Elfmeterschießen (2006 gegen Deutschland und 2009 gegen Schweden) gingen als Remis in die offizielle Statistik ein.

Wambach zunächst auf der Bank In ihrem neunten Algarve-Cup-Finale in Folge setzten die Amerikanerinnen auf eine 4-4-2-Formation mit Amy Rodriguez und Lauren Cheney als Sturmspitzen, Abby Wambach nahm zunächst auf der Bank Platz. Mit einer der ersten Chancen gingen die USA bereits in Führung, Lloyd nahm einen von Rodriguez abgetropften Ball auf und schoss ihn aus 23 Metern in den Winkel (8.). Die Amerikanerinnen agierten weiterhin druckvoll, Island konnte sich zunächst nur selten befreien und eigene Akzente setzen.

Doppelschlag der Isländerinnen Doch bei einem Konter konnte US-Torhüterin Nicole Barnhart einen Schuss nur abblocken, Margrét Lára Viðarsdóttir nahm den Ball auf und legte ihn zurück auf Ómarsdóttir, die aus sieben Metern ausglich und den Spielverlauf auf den Kopf stellte (24.). Doch es kam noch dicker für die Amerikanerinnen, denn nur zwei Minuten später erzielte Gísladóttir mit einem Flachschuss aus 14 Metern die isländische Führung (26.). Doch das US-Team ließ sich nicht beirren, Cheney gelang noch vor der Pause nach einem schönen Angriff mit einem Volleyschuss aus kurzer Distanz der Ausgleich (43.).

Späte Entscheidung Auch in der zweiten Halbzeit waren die Amerikanerinnen überlegen, O’Reilly krönte mit einem Abstauber zur neuerlichen Führung ihre starke Turnierleistung (57.). Doch es dauerte bis in die Schlussphase, ehe der Sieg unter Dach und Fach war. Nach schönem Einsatz von Wambach setzte sich Einwechselspielerin Alex Morgan gegen drei isländische Verteidigerinnen durch und schob den Ball zum Endstand ins Netz (87.). Ein mehr als verdienter Sieg bei einer Schussstatistik von 23:7 zugunsten der Amerikanerinnen.

Japan dreht Spiel Im Spiel um Platz 3 setzte sich Japan bei seiner erstmaligen Algarve-Cup-Teilnahme mit 2:1 (2:1) gegen Schweden durch. Wie schon gegen Island konnten die Schwedinnen auch diesmal trotz eines frühen 1:0 die Partie nicht für sich entscheiden. Therese Sjögran brachte ihr Team zwar in Führung (15.), doch Megumi Kamionobe (21.) und Nahomi Kawasumi (32.) drehten noch vor der Pause die Partie zugunsten der Asiatinnen.

Wiik schießt Norwegen auf Platz 5 Norwegen setzte sich in einem rein skandinavischen Duell im Spiel um Platz 5 mit 5:4 nach Elfmeterschießen gegen Dänemark durch, nach regulärer Spielzeit hatte es 0:0 gestanden. Melissa Wiik, bis vor kurzem noch in Diensten des VfL Wolfsburg , verwandelte den entscheidenden Elfmeter.

Gastgeber Portugal bleibt ohne Niederlage Im Spiel um Platz 7 setzten sich die favorisierten Chinesinnen mit 2:1 (1:0) nur knapp gegen Wales durch, Gastgeber Portugal schloss das Turnier mit einem unerwarteten 2:1 (1:0)-Erfolg gegen Finnland als Neunter ab und blieb somit im gesamten Turnier ohne Niederlage. Chile gewann nach Elfmeterschießen mit 6:5 gegen Rumänien und sicherte sich Platz 11. Nach regulärer Spielzeit hatte es 1:1 gestanden.