Kanada wieder im Endspiel
Beim Cyprus Cup auf Zypern ist die Gruppenphase gestern zu Ende gegangen – wie schon an den Spieltagen zuvor gab es zum Teil überraschende Ergebnisse. Deutschlands WM-Gruppengegner Kanada zeigte allerdings einen souveränen Auftritt und könnte seinen Titel am Mittwoch gegen die Niederlande verteidigen.
Im Finale treffen die Kanadierinnen morgen um 16 Uhr (MEZ) auf die Niederlande. Den „Oranje“ hatte man in Gruppe B wohl eher Außenseiterchancen zugesprochen, doch der Halbfinalist der vergangenen Europameisterschaft war in der Gruppenphase die torfreudigste Mannschaft.
Deutliche Siege der Niederländerinnen Gleich zum Auftakt gewannen die Niederlande, die sich nicht für die Weltmeisterschaft im Sommer qualifizieren konnten, gegen WM-Teilnehmer Neuseeland mit 4:1, es folgte ein überraschendes 2:1 gegen den Favoriten aus Frankreich. Zum Abschluss der Gruppenphase blieben die „Oranje“ gar ohne Gegentor, mit 6:0 siegte das Team von Trainer Roger Reijners gegen die Schweiz. Mit jeweils drei Toren können sich Manon Melis und Kirsten van de Ven auch noch Hoffnungen auf die Torschützenkanone machen.
Kanada ohne Gegentor Ohne Gegentor und ebenfalls ohne Punktverlust blieben die Kanadierinnen in Gruppe A, die sich allerdings weit minimalistischer präsentierten. Zweimal siegten die Nordamerikanerinnen mit 1:0, zunächst gegen Schottland, dann gegen Italien. Zum Abschluss gelang ein 2:0-Erfolg gegen England.
Enttäuschung England Die „Three Lions“ sind ohne Zweifel eine der Enttäuschungen des Cyprus Cups. Zunächst gewann die Elf von Trainerin Hope Powell noch gegen Italien mit 2:0, dann folgten jedoch Niederlagen in gleicher Höhe gegen Schottland sowie eben Kanada. Powell experimentierte zwar viel in ihrem Team – insbesondere gegen die Schottinnen ließ sie die erfahrenen Kräfte Kelly Smith, Faye White, Rachel Yankey und Anita Asante allesamt auf der Bank.
Überraschungsteam Schottland Die Schottinnen zeigten allerdings nicht nur gegen die B-Elf der Engländerinnen eine ansprechende Leistung, schon die knappe 0:1-Niederlage gegen Kanada zum Auftakt war ein kleines Ausrufezeichen. Durch das abschließende 0:0 gegen Italien qualifizierten sich die „Bravehearts“ für das Spiel um Platz drei gegen Frankreich. Dabei wäre gegen die Italienerinnen sogar noch mehr möglich gewesen. In der 76. Minute faustete Italiens Torhüterin Chiara Marchatelli einen Eckball von Megan Sneddon in den eigenen Kasten – Italien hatte jedoch Glück, dass die Schiedsrichterin bereits abgepfiffen hatte. Nur fünf Minuten später hatte Kim Little per Strafstoß die Führung auf dem Fuß – Marchatelli hielt jedoch.
Südkorea gewinnt Gruppe C Die Teams aus Gruppe C können, analog zum Algarve Cup, nicht um den Turniersieg mitspielen. Sieger Südkorea spielt daher am Mittwoch gegen England um den fünften Platz.
Gruppe A: England, Italien, Kanada, Schottland Gruppe B: Frankreich, Neuseeland, Niederlande, Schweiz Gruppe C: Mexiko, Nordirland, Russland, Südkorea
Mittwoch, 2. März Kanada – Schottland 1:0 England – Italien 2:0 Frankreich – Schweiz 2:0 Neuseeland – Niederlande 1:4 Südkorea – Nordirland 3:1 Russland – Mexiko 0:0
Freitag, 4. März Frankreich – Niederlande 1:2 Schweiz – Neuseeland 1:2 England – Schottland 0:2 Italien – Kanada 0:1 Nordirland – Russland 1:2 Südkorea – Mexiko 1:1
Montag, 7. März Niederlande – Schweiz 6:0 Schottland – Italien 0:0 Neuseeland – Frankreich 2:5 Kanada – England 2:0 Mexiko – Nordirland 3:1 Russland – Südkorea 1:2
Mittwoch, 9. März Spiel um Platz 11: Schweiz – Nordirland, 11 Uhr, Larnaca (Alpha Sports Centre) Spiel um Platz 9: Italien – Russland, 11 Uhr, Larnaca (Ammochostos) Spiel um Platz 7: Neuseeland – Mexiko, 11 Uhr, Paralimni (Tassos Marcou) Spiel um Platz 5: England – Südkorea, 13 Uhr, Larnaca (Dasaki Achna) Spiel um Platz 3: Schottland – Frankreich, 13 Uhr, Nicosia (GSP) Endspiel: Kanada – Niederlande, 16 Uhr, Paralimni (Tassos Marcou)