Potsdam und Frankfurt für Champions League qualifiziert
Am vorletzten Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga haben der 1. FFC Turbine Potsdam und der 1. FFC Frankfurt mit klaren Siegen ihr erstes Saisonziel erreicht und ihre Teilnahme am internationalen Geschäft perfekt gemacht. Potsdam hat am kommenden Wochenende zudem Matchball auf den dritten Meistertitel in Folge.
Der amtierende Meister und Champions-League-Sieger kam bei Bayer 04 Leverkusen zu einem ungefährdeten 7:1 (4:0)-Sieg. Turbine-Kapitänin Jennifer Zietz hatte mit drei Treffern (13., 34., 63.) maßgeblichen Anteil am Erfolg, die weiteren Treffer erzielten Eunice Beckmann per Eigentor (40.) Fatmire Bajramaj (45.) und zweimal Viola Odebrecht (69., 88.). Johanna Elsig gelang der Ehrentreffer für die Gastgeberinnen (48.). Mit einem Sieg im Heimspiel gegen die SG Essen-Schönebeck kann der 1. FFC Turbine Potsdam am kommenden Sonntag zum dritten Mal in Folge Meister werden.
Pohlers erzielt Blitz-Hattrick Der 1. FFC Frankfurt ließ sich beim Hamburger SV vor 1 035 Zuschauern auch nicht durch den früh verschossenen Elfmeter von Conny Pohlers vom Kurs abbringen, am Ende stand ein deutlicher 4:0 (1:0)-Sieg. Kerstin Garefrekes brach kurz vor der Pause den Bann (44.), ein Pohlers-Hattrick (74., 76., 81.) binnen sieben Minuten sorgte dafür, dass Potsdam nicht bereits vorzeitig die deutsche Meisterschaft bejubeln durfte. Die Frankfurterin liegt nun gemeinsam mit Teamkollegin Kerstin Garefrekes und Inka Grings an der Spitze der Torjägerliste (jeweils 23 Tore).
Duisburg lässt Federn Der FCR 2001 Duisburg kam beim FF USV Jena nicht über 2:2 (0:2) hinaus. Genoveva Anonma (7.) und Stephanie Milde aus der Distanz (26.) brachten die Thüringerinnen mit Unterstützung des kräftigen Windes in Führung, doch Inka Grings (59.) und Alexandra Popp (82.) verhinderten in der zweiten Halbzeit, in der Linda Bresonik ins Mittelfeld gezogen wurde, zumindest eine Niederlage. Duisburgs Trainer Marco Ketelaer war unzufrieden: „Über das Ergebnis bin ich natürlich sehr enttäuscht, weil wir in der ersten Halbzeit nicht den Druck entwickelten, den wir im zweiten Durchgang gezeigt haben.“
Jena mit guten Karten Jena hat als Tabellenzehnter hat nun zwei Punkte Vorsprung auf den 1. FC Saarbrücken, der gegen den SC 07 Bad Neuenahr bei der 2:3 (2:1)-Niederlage eine Halbzeitführung noch aus der Hand gab. Bianca Rech hatte die Gäste in Führung gebracht (15.), Christina Arend (29.) und Maike Trach (33.) sorgten für Hoffnung. Doch erneut Rech (70.) sowie Marie Pyko (85.) beförderten die Saarländerinnen fast schon in die 2. Liga. Denn nur noch mit einem Sieg in Duisburg am letzten Spieltag hat Saarbrücken noch Chancen auf den Klassenerhalt, muss allerdings auf einen Ausrutscher von Jena hoffen.
Essen feiert Klassenerhalt Die SG Essen-Schönebeck entledigte sich mit einem 4:2 (2:1)-Sieg gegen den Herforder SV aller Abstiegssorgen. Kyra Malinowski (26.) und Melanie Hoffmann (45. Foulelfmeter) bei einem Gegentreffer von Marion Gröbner (44.) sorgten für die Halbzeitführung, Caroline Hamann (52.) und Sarah Freutel (86.) machten den Erfolg perfekt, auch wenn dem Gast durch Anna Laue ein zweiter Treffer gelang (58.).
Bayern schiebt sich auf Platz 4 Der FC Bayern München machte gegen den VfL Wolfsburg aus einem 0:1-Rückstand noch einen 2:1 (1:1)-Erfolg. Martina Müller brachte die Niedersachsen in Führung (16.), doch Nicole Banecki (19.) und ein Eigentor von Yvonne Hartmann (63.) schossen die Münchnerinnen vor dem letzten Spiel in Frankfurt auf Platz 4 der Tabelle, während sich Wolfsburg nur noch auf Platz 6 wiederfindet.