Vier WM-Teilnehmer testen beim Algarve Cup

Von am 2. März 2011 – 11.35 Uhr 24 Kommentare

Bereits zum 18. Mal wird von heute bis zum 9. März im Süden Portugals der Algarve Cup ausgetragen. Vier Teilnehmer der Frauenfußball-WM 2011 sind am Start, Deutschland hat sich jedoch gegen eine Teilnahme ausgesprochen.

In Gruppe A messen sich in Seriensieger USA, Finnland, Norwegen und dem erstmals teilnehmenden Japan gleich drei WM-Teilnehmer. In Gruppe B bekommt es WM-Starter Schweden mit Island, China und Dänemark zu tun. Gruppe C, deren Teams nicht um den Turniersieg kämpfen, bilden Gastgeber Portugal, Chile, Wales und Rumänien. Der siebenfache Turniersieger USA geht auch als Titelverteidiger ins Turnier, im vergangenen Jahr besiegte das Team von Trainerin Pia Sundhage die DFB-Elf mit 3:2.

WM-Trainer begrüßen willkommene Gelegenheit
Sundhage erklärt: „Natürlich wollen wir auch dieses Jahr wieder gewinnen, aber vor allem wollen wir uns so gut wie möglich auf die WM in Deutschland vorbereiten. Und jetzt ist für die Spielerinnen der richtige Zeitpunkt zu beweisen, dass sie in den WM-Kader gehören.“ Japans Trainer Norio Sasaki blies in dasselbe Horn und meinte: „Wir freuen uns, dass wir bei diesem hervorragenden Wettbewerb gegen starke Gegner testen können und wir wollen vier gute Spiele zeigen.“ Norwegens Trainerin Eli Landsem freut sich auf „drei Spiele auf hohem Niveau sowie ein Platzierungsspiel, das den Charakter eines Finales hat.“ Schwedens Trainer Thomas Dennerby betonte zudem die Wichtigkeit, „sich ein Bild von der Stärke der Konkurrenz zu machen.“

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Neid scoutet potenzielle Gegner
Auch wenn Deutschland diesmal nicht teilnimmt, ist Bundestrainerin Silvia Neid an die Algarve gereist, um die vier WM-Teilnehmer, aber auch die Teams zu beobachten, auf die das deutsche Team in der Qualifikation zur EURO 2013 treffen könnte. Neid erklärt: „Es wird sehr viel zu sehen geben. Wir wollen uns über den aktuellen Leistungsstand der Mannschaften informieren. Wir wollen sehen, wie sie spielen, mit welcher taktischen Ausrichtung sie antreten. Welche Spielerin wo zum Einsatz kommt. Welchen Fitness-Zustand die Spielerinnen haben. Da gibt es viele kleine Details, an die man jetzt noch gar nicht denkt, die aber später vielleicht mal ganz entscheidend sein können. Also, wir werden mit einem großen Koffer voller Informationen zurückkehren.“

Vertrauter Modus
Der Turniermodus ist seit Aufstockung des Teilnehmerfelds von 8 auf 12 Teams unverändert. Um den Titel spielen die Sieger der Gruppen A und B. Um Platz 3 kämpfen die zweitplatzierten Teams dieser Gruppen, um Platz 5 die drittplatzierten. Der Sieger der Gruppe C spielt gegen den besten Viertplatzierten der Gruppen A und B um Platz 7, der Zweite der Gruppe C trifft im Spiel um Platz 9 auf den schlechter platzierten Vierten der Gruppen A und B. Der Dritte und Vierte der Gruppe C kämpfen im direkten Duell um Platz 11.

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Logo des Algarve Cups 2011 © FPF

Spielplan Algarve Cup

Gruppe A: USA, Japan, Finnland, Norwegen
Gruppe B. Schweden, China, Island, Dänemark
Gruppe C: Portugal, Chile, Wales, Rumänien

Mittwoch, 2. März

USA – Japan, 16.00 Uhr, San Antonio
Schweden – Island, 16.00 Uhr, Loulé
China – Dänemark, 16.00 Uhr, Ferreiras
Rumänien – Chile, 16.00 Uhr, Lagos
Norwegen – Finnland, 19.00 Uhr, Lagos
Portugal – Wales, 19.00 Uhr, San Antonio

Freitag, 4. März

USA – Norwegen, 16.00 Uhr, San Antonio
Island  – China, 16.00 Uhr, Albufeira
Dänemark  – Schweden, 16.00 Uhr, Olhão
Japan – Finnland, 16.00 Uhr, Lagos
Wales – Rumänien, 19.00 Uhr, Lagos
Portugal – Chile, 19.00 Uhr, San Antonio

Montag, 7. März

Norwegen – Japan, 16.00 Uhr, Parchal
USA – Finnland, 16.00 Uhr, Quarteira
China – Schweden, 16.00 Uhr, Olhão
Dänemark – Island, 16.00 Uhr, Lagos
Chile – Wales, 19.00 Uhr, Faro
Portugal – Rumänien, 19.00 Uhr, Parchal

Mittwoch, 9. März

Spiel um Platz 11, 11.30 Uhr, Parchal
Spiel um Platz 9, 12.00 Uhr, Loulé
Spiel um Platz 7, 12.00 Uhr, Albufeira
Spiel um Platz 5, 12.00 Uhr, Ferreiras
Spiel um Platz 3, 14.30 Uhr, Parchal
Finale, 18.00 Uhr, Faro

Schlagwörter:

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

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