Turbine dank Bajramaj auf Titelkurs

Von am 15. Februar 2011 – 15.46 Uhr 44 Kommentare

Der  1. FFC Turbine Potsdam kann weiter vom Gewinn der deutschen Meisterschaft träumen. Im Nachholspiel des 17. Bundesliga-Spieltags beim SC 07 Bad Neuenahr kam das Team von Trainer Bernd Schröder in einem packenden Spiel zu einem lange Zeit auf des Messers Schneide stehenden Erfolg. Zur Matchwinnerin avancierte mit vier Treffern ausgerechnet eine Spielerin, deren Einsatz überraschend kam.

Beim  5:2 (2:0)-Sieg vor 550 Zuschauern im Apollinarisstadion stand Fatmire Bajramaj nach ihrer am Sonntag beim 3:2-Sieg in Jena erlittenen Oberschenkelverletzung unerwartet in der Anfangself.  Jennifer Zietz (26.) und vier Treffer (42., 64., 85., 86.) von Bajramaj bei Gegentreffern von Peggy Kuznik (48.) und Lena Goeßling (58.) sicherten dem Team einen wichtigen Dreier im Titelkampf.

In einer ersten Halbzeit mit nur wenigen Höhepunkten entwickelte sich zunächst ein ausgeglichenes Spiel, in dem sich keine der beiden Mannschaften große Torchancen erarbeiten konnte. Und so war es eine Standardsituation, die Turbine die Führung bescherte.

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Traumtor von Zietz
Kapitänin Jennifer Zietz zirkelte einen direkten Freistoß aus 25 Metern unhaltbar an Bad Neuenahrs Torhüterin Tina Gadziala vorbei passgenau in den Winkel (26.). In der Folge hatten die Gäste das Spiel im Griff, Bad Neuenahr war in der Offensive zu einfallslos, um für Gefahr zu sorgen. Einen Fehler in der Bad Neuenahrer Vorwärtsbewegung nutzte Turbine dann gnadenlos aus. Isabell Kerschowski schob den Ball in den Lauf von Bajramaj, die verwertete zur 2:0-Halbzeitführung (42.).

Neuenahr mit neuem Mumm
Doch die Kurstädterinnen kamen mit mehr Schwung aus der Kabine, Lena Goeßling hob einen Freistoß in den Strafraum, die Ex-Potsdamerin Kuznik erzielte per sehenswertem Flugkopfball aus sechs Metern den Anschlusstreffer (48.).

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Potsdam unter Druck
Und kurz darauf wäre Célia Okoyino da Mbabi fast der Ausgleich gelungen, doch Anna Felicitas Sarholz im Turbine-Tor klärte mit einem Reflex (49.). Und Da Mbabi vergab Minuten später mit einem überhasteten Heber eine weitere gute Gelegenheit, als ein Sarholz-Zuspiel vor den Füßen der gerade von einer Behandlungspause aufs Feld zurückkehrenden Nicole Rolser landete, die Da Mbabi perfekt bedient hatte (53.).

Kurioser Ausgleich
Doch Bad Neuenahr blieb am Drücker und wurde belohnt: Goeßling schlug einen weiten Freistoß aus dem Mittelfeld, der hohe Ball flog an Freund und Feind sowie der verdutzten Sarholz vorbei ins Turbine-Tor (58.). Turbine war von der Rolle und wankte, fiel aber nicht: Denn sechs Minuten später spielte Viola Odebrecht einen Pass in den Lauf von Bajramaj, die verwertete trocken aus acht Metern zur neuerlichen Führung (64.).

Offener Schlagabtausch
Doch Bad Neuenahr ließ sich nicht beirren und erspielte sich weitere Chancen. Da Mbabi nutzte einen Fehler von Josephine Henning zu einem schnelle Pass auf Nicole Rolser, die schob den Ball per Außenrist nur knapp am Turbine-Tor vorbei (74.). Doch auch Turbine entwickelt inzwischen wieder mehr Offensivdrang. Und der führte in der Schlussphase bei Kontern zu zwei weiteren Toren Bajramajs (85., 86.) und einem am Ende etwas zu hoch ausgefallenen Sieg.

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

44 Kommentare »

  • Detlef sagt:

    @Dirk,
    jepp ich finde, daß zwischen COCO und TUBBY nicht sooo viel Unterschied ist!!!

    COCOs Problem ist wohl, daß sie (zumindest im Moment) ihr Können nicht auf dem Platz zeigen kann!!!
    Als sie damals „frisch“ zu TURBINE kam, war ich sehr erstaunt, wie gut COCO eigentlich ist!!!
    So gut habe ich sie beim FCR nie gesehen!!!
    Scheint wohl ein mentales Problem zu sein???

    Das ist TUBBYs Vorteil!!!
    Sie ist wohl recht unbekümmert (zumindest kommt sie so rüber), und kann ihr Können meistens zeigen!!!

    Dir auch ein schönes Wochenende, und feuert die TURBINEN am Sonntag kräftig an!!!

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  • FFFan sagt:

    @ Detlef:
    „LIRA erinnert mich etwas an VIOLA, in der Saison 2005/2006!!!
    Wenn VIOLA stark spielte, spielte auch TURBINE stark, und umgedreht!!!“

    *LOL*

    2005/06 spielte Viola (Odebrecht) gar nicht für Turbine Potsdam, sondern in den USA für Florida State University. Ihre beste Saison bei Turbine war wohl das Meisterjahr 2003/04, als sie auch Nationalspielerin war. Das dazu.

    Zu ‚Coco‘ (Schröder): ich denke, dass ihr das Potsdamer Spielsystem entgegenkommt. Im linken Mittelfeld kann sie ihre Offensivqualitäten besser zur Geltung bringen als als reine Außenverteidigerin.

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  • Dirk sagt:

    @unknown

    wenigstens DU hast verstanden, was ich meine 🙂

    Herzlich Willkommen…

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  • Detlef sagt:

    @FFFan,
    stimmt Du hast Recht!!! 🙂

    VIOLA ist 2005 nach Amerika gegangen!!!
    Ich meinte dann natürlich die Saison 2004/2005!!! 😉

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