Die Tops und Flops der Woche 06/2011

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Nachdem der Ball auf den Fußballplätzen Deutschlands und Europas endlich wieder so richtig rollt, lassen wir unsere Tops und Flops wieder aufleben.

Tops

Favoritenschreck Bayern München
In der Bundesliga musste sich die junge Elf des FC Bayern München gegen den FCR 2001 Duisburg in dieser Saison zweimal geschlagen geben, doch am vergangenen Mittwoch gelang im Sportpark Aschheim im DFB-Pokal-Viertelfinale die Revanche. Einen glatten 3:0-Sieg gegen den Champions-League-Teilnehmer hätten dem Team von Trainer Thomas Wörle wohl nur wenige zugetraut. Und nun haben die Bayern-Spielerinnen Blut geleckt, denn am Sonntag, 27. Februar, 14.00 Uhr, kommt der 1. FFC Turbine Potsdam zum DFB-Pokal-Halbfinale in den Sportpark Aschheim. Dann will der FC Bayern München erneut Favoritenschreck spielen.

Odebrecht sorgt für Jubel
Noch wissen wir nicht, welches Team sich in wenigen Wochen zum Deutschen Meister küren wird. Doch sollte sich der 1. FFC Turbine Potsdam zum dritten Mal in Folge die Trophäe sichern, wird man sagen, dass der Last-Minute-Treffer von Viola Odebrecht beim 3:2-Auswärtssieg gegen den FF USV Jena in der Schlussphase der Meisterschaft Zünglein an der Waage war. Zwei Tage nach ihrem 28. Geburtstag machte sie sich und ihrem Team in der 90. Minute mit einem halbhohen Schuss aus sechs Metern das schönste Geburtstagsgeschenk.

Herford kämpft mit Löwenherz
Erst der 4:2-Sieg gegen den SC 07 Neuenahr, dann das 2:2 beim 1. FC Saarbrücken nach 0:2-Rückstand – Aufsteiger Herforder SV stemmt sich verbissen gegen den drohenden Gang in die 2. Bundesliga. Und selbst wenn der Schlussspurt der Herforderinnen zu spät kommen sollte – für ihren Kampfgeist und ihre Moral haben sich die Westfälinnen schon jetzt eine Menge Respekt verdient.

Mehr Geld für Australiens Fußballerinnen
Im vergangenen Jahr krönte sich die australische Frauenfußball-Nationalelf zum Asien-Meister und der sportliche Höhenflug macht sich nun auch finanziell bezahlt. Das sieht ein Abkommen zwischen der Vereinigung der australischen Profifußballer (PFA) und dem australischen Fußballverband (FFA) vor. So bekommen 23 Nationalspielerinnen vom FFA nationale Teamverträge, die die Spielerinnen auf eine Stufe mit anderen australischen Sportlerinnen stellen. Laut FFA „ein weiterer Schritt auf dem Weg zum Ziel in Richtung Vollzeitbeschäftigung.“

Flops

Saarbrückens Abstiegsnöte immer größer
Erst das Ausscheiden von Trainer Stephan Fröhlich, dann die 0:9-Klatsche beim 1. FFC Frankfurt und die verspielte 2:0-Führung gegen den Herforder SV – für den 1. FC Saarbrücken wird die Luft im Kampf um den Klassenerhalt immer dünner. Noch hat man ein Zwei-Punkte-Polster auf den FF USV Jena, doch der hat noch ein Nachholspiel bei Tabellen-Schlusslicht Herforder SV in der Hinterhand. Und das Restprogramm hat es für Saarbrücken in sich: Zwei Auswärtsspiel beim 1. FFC Turbine Potsdam und dem FC 2001 Duisburg sowie Heimspiele gegen den FC Bayern München und den SC 07 Bad Neuenahr.

Spielszene Bayern München gegen FCR 2001 Duisburg
Nach dem Pokalspiel zwischen Bayern und Duisburg gab es hitzige Diskussionen © Sascha Pfeiler / girlsplay.de

Schiedsrichterinnen in der Kritik
Dass auch Schiedsrichterinnen Fehler machen, ist menschlich. Doch in letzter Zeit häufen sich die Beschwerden über mangelhafte Leistungen. Am vergangenen Mittwoch beschwerte sich Duisburgs Trainerin Martina Voss-Tecklenburg über eine „indiskutable Leistung“ von Schiedsrichterin Martina Storch-Schäfer, vier Tage später erzürnte Christina Jaworek mit ihren Entscheidungen die Gemüter beim Spiel zwischen der SG Essen-Schönebeck und dem FC Bayern München. Hinter vorgehaltener Hand wird inzwischen immer häufiger gefordert, dass auch männliche Schiedsrichter Spiele leiten sollen, um den wachsenden Anforderungen des Frauenfußballs Rechnung zu tragen.

Aufruhr in Kanada
Erst die Rücktrittsankündigung von Kanadas Nationaltrainerin Carolina Morace, dann die Boykott-Drohung der Nationalspielerinnen: Wenige Monate vor der Frauenfußball-WM 2011 liegen beim deutschen WM-Eröffnungsgegner die Nerven blank. Hinter den Kulissen wird nun eifrig versucht, die Wogen zwischen dem kanadischen Verband CSA und den Spielerinnen zu glätten. Kein gutes Bewerbungsschreiben für die Frauenfußball-WM 2015, für die sich Kanada neben Simbabwe bewirbt. Anfang März entscheidet das FIFA-Exekutivkomitee über den Ausrichter.

Nottingham Forest vor dem Zusammenbruch
Wieder einmal ist ein englischer Frauenfußball-Verein vom finanziellen Kollaps bedroht. Bis zum Ende des Monats müssen 5 000 Britische Pfund aufgetrieben werden, um den Spielbetrieb fortzusetzen und am 24. März gegen Barnet im Premier-League-Cup-Finale antreten zu können. „Die Situation ist ernst“, so Vereinsmanagerin Lisa Dawkins. Nach der gescheiterten Bewerbung um einen Platz in der Super League gestaltet sich die Sponsorensuche schwierig. 50 000 Britische Pfund beträgt das Jahresbudget, vom Männerverein bekommt man aber nicht annähernd so viel.

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laasee
laasee

Because of the problems in Canada there is now even more chance of Zimbabwe hosting WM2015.

That is a worrying prospect!!

FFFan
FFFan

Müssen die ganzen ‚Backlinks‘ eigentlich sein? Dadurch wird die Funktion „Letzte Kommentare“ total entwertet!

Dass vom neuen Artikel auf die älteren Artikel verlinkt wird, macht ja Sinn. Aber wozu wird bei jedem verlinkten Artikel ein Kommentar angelegt, der auf den neuen Artikel zurückverweist? Niemand sucht in alten Beiträgen nach neuen Informationen!

helena
helena

@Markus: Hinter wessen vorgehaltener Hand wird denn gefordert, dass männliche Schiedsrichter die Spiele leiten mögen, „um den wachsenden Anforderungen“ gerecht zu werden? Der FF kämpft um Anerkennung und sie beißen sich selber die Finger ab? Das kann ich nicht verstehen, als ob männliche Schiedsrichter niemals Fehler machen (die Fehlerquote in der MF-BuLi war in den letzten beiden Jahren erschreckend hoch, von Korruptionsvorwürfen und Verschiebungen wollen wir gar nicht erst anfangen) und die FF-Spiele dann unter männlicher Leitung niemals mehr ein Schiedsrichterproblem hätte. Andersherum wird ein Schuh draus: die Ausbildung und die Auswahl der Schiedsrichterinnen muss schlicht besser werden! Es gibt… Weiterlesen »

Frieda
Frieda

Ich glaube der Ansatz müsste sein, Schiedsrichterinnen in der Frauenbundesliga besser zu bezahlen. Es gibt ja gute Schiedsrichterinnen (Bibiana Steinhaus), nur warum sollten die Sonntags um 11 Uhr auf dem Platz stehen, wenn sie Montags um 20.15 Uhr ein Vielfaches mehr verdienen?
Männer pfeifen zu lassen wird keinen Unterschied machen, denn auch da werden die, die gut genug für obere Ligen sind, lieber dort pfeifen und schlechte Männer-Schiris braucht der Frauenfußball noch weniger, als schlechte Frauen-Schiris.

Schenschtschina Futbolista
Schenschtschina Futbolista

@Frieda Den 2. Teil Deiner Aussage teile ich, weil ich dies genauso sehen! Nur, wenn ich im 1. Teil Deine Forderung nach einer Erhöhung der Entgelte für weibliche Schiris lese, frage ich mich dennoch, wie wird damit die Argumentation, die Markus ins Feld führte (wachsenden Anforderungen nicht gerecht werdend, Ausbildungsdefizite) beeinflusst? Ich sehe momentan keinen Zusammenhang zwischen höheren Entgelten und der Leistung (Zunahme der Fehlentscheidungen). Ich meine, man sollte primär die finanzielle Zuwendungen aufbessern, um die Zahl der Interessenten an einer Ausbildung zum Schiri spürbar zu erhöhen, dann kann man auch aus einer größeren Bandbreite an Neu-Schiris potenzielle Anwärter für… Weiterlesen »

Frieda
Frieda

Warum pfeift Frau Steinhaus wohl so selten in der Frauenbundesliga?

Schenschtschina Futbolista
Schenschtschina Futbolista

> Warum pfeift Frau Steinhaus wohl so selten in der Frauenbundesliga?
Weil sie gerne Männer dominiert? 😀

Na ja, ich masse mir weder an, zu behaupten, dass sie des Geldes wegen überwiegend im Männerbereich anzutreffen ist, noch weil sie wirklich den o.g. Grund hat!
Einsatzentscheidungen sollten auch grundsätzlich dem DFB-Gremien und nicht dem Schiri überlassen bleiben. Soll heissen, ich bezweifle ein sog. Wünsch-dir-was.

Detlef
Detlef

Das Schiedsrichterproblem im FF diskutieren wir doch nicht zum ersten Mal!!! Für mich ist das Hauptargument PRO-Männerschiris bei den Frauen, daß es einfach zu wenige Schiedsrichterinnen gibt!!! Und die Wenigen die es gibt, erklimmen einfach (mangels Konkurrenz) viel zu schnell die oberste Spielklasse!!! Das Männer grundsätzlich (anatomisch) besser pfeifen als Frauen, ist einfach Quatsch!!! Frieda hat absolut recht, die Herren die das tatsächlich tun, werden wir auch in naher Zukunft nicht bezahlen können!!! Männer pfeifen vielleicht deshalb besser, weil bei ihnen erstens die Auswahl größer ist, und damit ihre Qualifizierung nicht so leicht ist, wie bei den Frauen!!! Bessere Ausbildung… Weiterlesen »