Auslosung als Meilenstein auf dem Weg zur WM

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Heute Abend findet im Frankfurter Congress Center (ab 19.35 Uhr live im ZDF) die Gruppen-Auslosung zur Frauenfußball-WM 2011 statt. 600 Gäste, mehr als 200 Medienvertreter und Millionen Zuschauer an den Fernsehschirmen werden dem Event beiwohnen.

OK-Präsidentin Steffi Jones freut sich: „Die Auslosung ist ein absoluter Meilenstein. Nicht zuletzt durch die Live-Übertragung im ZDF wird die Frauen-WM bei Millionen Fans präsent sein. Übrigens nicht nur in Deutschland. Die Bilder werden in 200 Länder gesendet. Damit betreten wir internationales Parkett, die WM bekommt ihr internationales Gesicht.“

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USA auf Umwegen zur WM
Neben dem Weltranglistenersten USA, der sich als letztes Team im Play-off gegen Italien durchsetzte, sowie Gastgeber und Weltmeister Deutschland werden auch Äquatorialguinea, Australien, Brasilien, England, Frankreich, Japan, Kanada, Kolumbien, Mexiko, Neuseeland, Nigeria, Nordkorea, Norwegen und Schweden an der sechsten Frauenfußball-WM teilnehmen.

Steffi Jones
WM-OK-Präsidentin Steffi Jones hofft auf attraktive Paarungen © Nora Kruse / ff-archiv.de

Viele mögliche Traumpaarungen
Jones fiebert der Auslosung entgegen, bei der der frühere Nationaltorhüter Oliver Kahn sowie das slowakische Model und Frauenfußball-Botschafterin Adriana Karembeu als Lospaten fungieren werden: „Es gibt viele mögliche Traumpaarungen. Schließlich sind alle Teams aus den Top-Ten der FIFA-Weltrangliste dabei. Eines ist sicher: Alle neun Spielorte können sich auf spannende Begegnungen freuen, denn überall werden Spitzenmannschaften antreten.“

Gleich vier Teams gesetzt
Bei der FIFA wollte man nicht alles dem Zufall überlassen, die vier besten Teams der Top-Konföderationen wurden allesamt als Gruppenköpfe A1 bis D1 gesetzt: Deutschland (A1), Japan (B1), USA (C1) und Brasilien (D1). Den gesetzten Gruppenköpfen (Topf 1) eins werden je ein Team aus den anderen Töpfen zugelost. In Topf 2 befinden sich: Australien, Nordkorea, Kanada, Mexiko. Topf 3: Nigeria. Äquatorialguinea, Neuseeland, Kolumbien. Topf 4: England, Frankreich, Schweden und Norwegen.

Deutschland gegen USA bereits im Halbfinale möglich
Gewinnen Deutschland und die USA ihre Vorrundengruppen und ihre Viertelfinalspiele, würde es bereits im Halbfinale in Frankfurt zu einem Aufeinandertreffen der beiden Frauenfußball-Großmächte kommen. Zudem ist somit ein spektakuläres Spiel um Platz 3 mit deutscher oder amerikanischer Teilnahme garantiert.

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Martin
Martin

Wieso lost die FIFA nicht aus, welcher Gruppenkopf in welche Gruppe kommt?
Es ist auch nicht gerade fair, dass Kolumbiens Wahrscheinlichkeit in Gruppe A zu kommen, 50% beträgt, in Gruppe B oder C jedoch jeweils nur 25%.

Jan
Jan

Hallo Martin, die genannten Wahrscheinlichkeitswerte kann ich nicht nachvollziehen.

Martin
Martin

Hallo Jan, gab es für den Topf mit Kolumbien(K), Nigeria(Ni), Neuseeland(Ns) und Äquatorialguinea(Ä) folgende 24 Auslosungsmöglichkeiten: 1. Fall: Kolumbien wird zu erst gezogen: K – Ä – Ni – Ns K – Ä – Ns – Ni K – Ni – Ä -Ns K – Ni – Ns – Ä K – Ns – Ä – Ni K – Ns – Ni – Ä 2.Fall: Äquatorialguinea zuerst gezogen -> automatisch in Gruppe D K – Ni – Ns – Ä K – Ns – Ni – Ä Ni – K – Ns – Ä Ni – Ns – K –… Weiterlesen »

Jan
Jan

Verstehe. – Wer hat’s erfunden?…
Oder man hätte für die Fälle 2 – 4 zunächst einen weiteren Topf mit 3 Kugeln für die Gruppen A, B u. C verwenden müssen. Ergäben sich für Topf 2 eigtl. auch ungleiche Wahrscheinlichkeiten?

Martin
Martin

Beim 2.Topf konnte ich keine ungleichen Wahrscheinlichkeiten, die nicht aus dem Kontinentalprinzip entstehen, entdecken.
Ich glaube, dei FIFA beauftragt Profis, das Auslosungsverfahren zu ermitteln, daher verblüfft es mich schon, dass solche Sachen nicht auffallen.

pinkpanther
pinkpanther

@Martin: Da wäre ich mir nicht so sicher, dass das den Damen und Herren bzw. den beauftragten Profis -wie du mutmaßt- nicht aufgefallen ist 😉 Im Prinzip gibt es, sagen wir mal, 3 Möglichkeiten, die Gruppen aufzuteilen: 1. Ein Kommitee entscheidet und stellt die Gruppen zusammen – absolut unüblich und in der Öffentlichkeit wohl kaum vermittelbar. 2. Es gibt ein reines Losverfahren – auch das ist unüblich und birgt die Gefahr in sich, dass zu deutlich ungleicheren Gruppen kommt wie bei der aktuellen Auslosung. Z.B. eine Gruppe A bestehend aus Deutschland, USA, Brasilien und Nordkorea, eine Gruppe D bestehend aus… Weiterlesen »