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2010

Frankfurt gewinnt Topspiel gegen Potsdam

Der 1. FFC Frankfurt hat durch einen klaren Sieg gegen den 1. FFC Turbine Potsdam die Tabellenführung in der Frauenfußball-Bundesliga übernommen. Zwei Treffer von Birgit Prinz ebneten den Weg zum verdienten Erfolg, der nur kurz vor der Pause auf der Kippe stand.

Die Frankfurterinnen setzten sich vor 3 960 Zuschauern am Brentanobad klar mit 4:1 (1:1) durch. Birgit Prinz (29., 60.), Kerstin Garefrekes (75.) und Conny Pohlers (85.) erzielten die Treffer für die Frankfurterinnen, Nadine Keßler traf für die Gäste (39.).

Die Partie begann zerfahren, Querschläger von Tabea Kemme und Saskia Bartusiak waren Beleg für die anfängliche Nervosität auf beiden Seiten. Ein Freistoß von Anja Mittag sorgte für die erste Torszene des Spiels, doch FFC-Torhüterin Nadine Angerer hielt sicher (13.). Nach Hereingabe von Meike Weber hatte Dzsenifer Marozsan die erste Chance für die Gastgeberinnen, doch sie traf den Ball nicht richtig (17.). Ein Schuss von Melanie Behringer ging über das Tor für nun immer besser ins Spiel findende Frankfurterinnen (19.).

Frankfurt am Drücker Nach einem schönen Steilpass von Prinz hatte Garefrekes die zunächst beste Chance des Spiels, doch ihr Drehschuss wurde sichere Beute von Turbine-Torhüterin Desiree Schumann, die überraschend für Anna Felicitas Sarholz im Tor stand (25.). Frankfurt gewann nun immer mehr Übergewicht und ging folgerichtig in Führung. Ariane Hingst setzte mit einem Querpass Melanie Behringer in Szene, deren Flanke Prinz nahezu unbedrängt per Kopf zum 1:0 ins Netz setzte (29.).

Ausgleich durch Keßler Die Partie wurde nun immer verbissener geführt, Frankfurt blieb am Drücker, doch wie aus dem Nichts gelang den Gästen der Ausgleich, als Keßler im Strafraum an den Ball kam und nicht lange fackelte (39.). Und nur Sekunden später ging Bajramaj nach Pass von Mittag alleine aufs Frankfurter Tor zu, schob den Ball aber knapp am Pfosten vorbei. Potsdam hatte gegen nun verunsicherte Gastgeberinnen weitere Chancen, doch Bajramaj scheiterte an Angerer (44.) und auch Mittag ließ eine gute Gelegenheit aus, nachdem sich Sara Thunebro verschätzt hatte (45.).

Prinz trifft erneut Für den ersten Aufreger der zweiten Halbzeit sorgte Schumann, die bei einem Klärungsversuch Marozsan anschoss und Glück hatte, dass die Frankfurterin im Nachsetzen aus der Aktion kein Kapital schlagen konnte und nur das Außennetz traf (59.). Doch kurz darauf war es soweit: Prinz setzte sich im Strafraum kraftvoll durch und erzielte mit einem Drehschuss und ihrem 17. Saisontreffer die neuerliche Führung (60.). Und fast hätte Frankfurt nachgelegt, doch Marozsan schoss über das Tor (61.). Noch einmal hatte Frankfurt die Chance zur frühzeitigen Entscheidung, doch Schumann klärte per Fuß gegen Garefrekes (70.).

Entscheidung durch Garefrekes Frankfurt war weiter im Vorwärtsgang und wurde belohnt, als Schumann nach einer Ecke von Prinz am Ball vorbeigriff und Garefrekes die Führung ausbaute (75.). Im direkten Gegenzug hatte die eingewechselte Yuki Nagasato die Chance zu verkürzen, doch Angerer ließ sich nicht überwinden (76.). Frankfurt ließ jetzt nichts mehr anbrennen und drängte auf einen vierten Treffer, Schumann klärte zweimal gegen Prinz (78. und Huth (80.). Nach einem Foul von Tabea Kemme an Prinz gab es Elfmeter, den die eingewechselte Pohlers sicher zum Endstand verwandelte (85.).

  1. FFC Frankfurt – 1. FFC Turbine Potsdam 4:1 (1:1)

Frankfurt: Angerer – Weber, Bartusiak, Lewandowski, Thunebro – Garefrekes, Hingst, Marozsan (77. Huth), Behringer (63. Pohlers) – Prinz, Smisek

Potsdam: Schumann – Kemme, Peter, Henning – Schmidt, Odebrecht, Zietz, Kerschowski (65. Löwenberg) – Bajramaj, Keßler (71. Nagasato), Mittag

Tore: 1:0 Prinz (29.), 1:1 Keßler (39.), 2:1 Prinz (60.), 3:1 Garefrekes (75.), 4:1 Pohlers (85./Foulelfmeter)

Schiedsrichter: Jaworek (Rötsweiler)

Gelbe Karten: Lewandoski – Odebrecht, Kemme, Mittag