WM-Playoff: Außenseiter Italien will USA stürzen

Von am 19. November 2010 – 0.02 Uhr 33 Kommentare

Noch bis vor kurzem schien der Weltranglistenerste USA unantastbar – doch dann kam die sensationelle 1:2-Niederlage gegen Mexiko im Halbfinale der CONCACAF-Meisterschaft. Nun muss der Favorit ins Playoff gegen Italien – und der Außenseiter wittert seine Chance.

Am heutigen Samstag empfangen die Italienerinnen in Padua ab 16.30 Uhr den Gegner zunächst auf heimischem Boden und vor allem für die in Los Angeles geborene und dort lebende italienische Nationaltorhüterin Anna Maria Picarelli ist das Duell mit den USA ein ganz besonderes.

Überraschungsgegner
„Wir hätten eigentlich einen anderen Gegner erwartet“, so Picarelli, die den USA die klare Favoritenrolle zuschreibt, aber auch die eigenen Stärken betont. „Wir sind vielleicht keine Frauenfußball-Großmacht wie die USA, aber wir sind ein taktisches und technisches Team“, beschreibt die Frau mit den zwei Staatsbürgerschaften die Qualitäten ihres Teams.

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Anna Maria Picarelli

Torhüterin mit zwei Staatsbürgerschaften: Anna Maria Picarelli ©Nora Kruse / ff-archiv.de

Duell der Systeme
In allen 14 WM-Qualifikationsspielen hütete sie das italienische Tor, dabei blieb sie neun Mal ohne Gegentreffer, das 2:3 gegen Frankreich war die einzige Niederlage. „Da werden zwei komplett unterschiedliche Spielsysteme aufeinanderprallen“, erläutert sie den besonderen Reiz des Duells.

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Sundhage: „Sind ein bisschen stärker“
US-Trainerin Pia Sundhage erwartet einen extrem defensiv eingestellten Gegner. „Wir werden sicherlich 90 Minuten arbeiten müssen, aber wir sind ein bisschen schneller und ein bisschen stärker als sie.“ Zuletzt trafen die beiden Teams zweimal im Jahr 2008 aufeinander, die USA gewannen beide Partien mit 2:0. Die Enttäuschung der direkt verpassten Qualifikation sitzt immer noch tief.

Große Herausforderung
„Wenn man seine Chancen nicht nutzt, darf man sich heutzutage nicht wundern“, so Sundhage. „Natürlich hätten wir uns lieber direkt qualifiziert, aber wir mussten unsere Pläne nun anpassen.“  Italiens Trainer Pietro Ghedin weiß um die Schwere der Aufgabe: „Das gesamte Team ist großartig und wir wissen, wie groß die Herausforderung ist, denn sie sind immer noch die Nummer Eins – leider.“

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

33 Kommentare »

  • stargirl sagt:

    95. 1:0 usa…tz…warum 5min. Nachspielzeit ?! Habs ja nicht gesehen,aber warum 5!?

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  • Steffen sagt:

    Warum ist eigentlich das Rückspiel in den US? Wurde dieser Vorteil ausgelost oder bekommt der CONCACAF immer das Rückspiel? Wäre schön, wenn das einer wissen würde?

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  • pinkpanther sagt:

    @Steffen: Wurde ausgelost.

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  • spoonman sagt:

    Bei so großen Entfernungen muss es allerdings kein Vorteil sein, das Rückspiel zu Hause zu haben. Die Amerikanerinnen werden nächste Woche zwei lange Flugreisen in den Knochen haben, die Italienerinnen nur ein.

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  • Steffen sagt:

    danke pinkpanther

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  • FFFan sagt:

    Es ist auch noch aus einem anderen Grund kein Vorteil, das Rückspiel zuhause zu haben; da die ominöse „Auswärtstoreregel“ m.W. auch in einer etwaigen Verlängerung Anwendung findet und es eine solche ja nur im Rückspiel geben kann, ist es tendenziell eher ein Vorteil, das Rückspiel auswärts zu haben.

    Zur Olympia-Qualifikation: Das ist ganz schön hart für die europäischen Länder, dass diesmal nur zwei Plätze zur Verfügung stehen, da muss voraussichtlich mindestens das WM-Halbfinale erreicht werden…
    Anders als bei Weltmeisterschaften gesteht die FIFA hier jedem Kontinentalverband gleich viele Startplätze zu, lediglich Ozeanien muss sich mit einem Teilnehmer begnügen.

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  • Jarmusch sagt:

    Kolumbien hat sich durch ein 1:0 gegen Argentinien als vorletztes Land für die WM 2011 qualifiziert. Dabei profitierten sie vom gleichzeitigen 1:3 Chiles gegen Brasilien.

    Frage: Weiß jemand, ob bei Kolumbien Lady Andrade bei diesen Qualifikationsspielen mitgewirkt hat?

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  • FFFan sagt:

    @ Jarmusch:
    Das weiß ich leider nicht. Aber das Siegtor hat Ingrid Vidal erzielt, eine von vermutlich mehreren U20-Spielerinnen im Team.

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  • spoonman sagt:

    Falls jemand den Eurosportplayer abonniert hat: Dort gibt’s am Samstag das Rückspiel USA-ITA live (Anstoß 20 Uhr). Im Fernsehen dann um 22 Uhr eine Aufzeichnung.

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  • Steffen sagt:

    Bei so einem wichtigem Spiel so eine, in meinen Augen, ganz schwache Schiedsrichterin aufzustellen, kann man nicht verzeihen.

    Also bis jetzt habe ich immer gedacht, in der Nachspielzeit zu wechseln macht man deshalb, um dem Gegner wertvolle Sekunden zu nehmen. Aber das der Schiedsrichter / Schiedsrichterin die Zeit dann länger spielen lässt, davon habe ich auch nocht nicht gehört!

    Wer nicht mehr weiss, wer Sie ist!

    Mit das schlimmste, was ich je gesehen habe (bzgl. Schiedsrichterleistung)

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  • Steffen sagt:

    ab der Minute 6

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  • timmy sagt:

    Diese Wechselspielchen sind eigentlich nicht dazu gedacht Zeit zu verprasseln. Das ist unsportlich. Diese nachzuspielen ist völlig ok. Genauso ist es ja auch nachzuspielen, wenn es in 3 angezeigten Nachspielzeitminuten eine zweiminütige Verletzungspause gibt.

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  • Steffen sagt:

    Also unsportlich ist das meiner Meinung nach überhaupt nicht! Jeder Trainer kann 3x wechseln. Wann er das macht, ist ihm überlassen. Das sind die Regeln. Das ist genauso wie man nur mit dem Fuß spielen darf und nicht mit der Hand, außer der Torhüter, im 11er Bereich.

    Unsportlich ist, wenn der Gegner auf das leere Tor schießt und eine Ersatzspielerin rennt auf das Spielfeld und nimmt den Ball mit! Meiner Meinung nach müsste es da Rot und einen Elfmeter geben! Und nicht Gelb und sonst nix! Da fällt mir gerade ein guter Vergleich zum Basketball ein. Wenn auf den Korb geschossen wird, und der Abwehrspieler fischt ihn wieder raus, zählt das auch als Korb, obwohl er nicht drin war. Es zählt aber nur, wenn der Ball schon wieder nach unten geht, deshalb sind Blöcke erlaubt! Sollten Sie ändern!

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