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2010

WM-Playoff: Außenseiter Italien will USA stürzen

Noch bis vor kurzem schien der Weltranglistenerste USA unantastbar – doch dann kam die sensationelle 1:2-Niederlage gegen Mexiko im Halbfinale der CONCACAF-Meisterschaft. Nun muss der Favorit ins Playoff gegen Italien – und der Außenseiter wittert seine Chance.

Am heutigen Samstag empfangen die Italienerinnen in Padua ab 16.30 Uhr den Gegner zunächst auf heimischem Boden und vor allem für die in Los Angeles geborene und dort lebende italienische Nationaltorhüterin Anna Maria Picarelli ist das Duell mit den USA ein ganz besonderes.

Überraschungsgegner „Wir hätten eigentlich einen anderen Gegner erwartet”, so Picarelli, die den USA die klare Favoritenrolle zuschreibt, aber auch die eigenen Stärken betont. „Wir sind vielleicht keine Frauenfußball-Großmacht wie die USA, aber wir sind ein taktisches und technisches Team“, beschreibt die Frau mit den zwei Staatsbürgerschaften die Qualitäten ihres Teams.

Duell der Systeme In allen 14 WM-Qualifikationsspielen hütete sie das italienische Tor, dabei blieb sie neun Mal ohne Gegentreffer, das 2:3 gegen Frankreich war die einzige Niederlage. „Da werden zwei komplett unterschiedliche Spielsysteme aufeinanderprallen“, erläutert sie den besonderen Reiz des Duells.

Sundhage: “Sind ein bisschen stärker” US-Trainerin Pia Sundhage erwartet einen extrem defensiv eingestellten Gegner. „Wir werden sicherlich 90 Minuten arbeiten müssen, aber wir sind ein bisschen schneller und ein bisschen stärker als sie.“ Zuletzt trafen die beiden Teams zweimal im Jahr 2008 aufeinander, die USA gewannen beide Partien mit 2:0. Die Enttäuschung der direkt verpassten Qualifikation sitzt immer noch tief.

Große Herausforderung „Wenn man seine Chancen nicht nutzt, darf man sich heutzutage nicht wundern“, so Sundhage. „Natürlich hätten wir uns lieber direkt qualifiziert, aber wir mussten unsere Pläne nun anpassen.“ Italiens Trainer Pietro Ghedin weiß um die Schwere der Aufgabe: „Das gesamte Team ist großartig und wir wissen, wie groß die Herausforderung ist, denn sie sind immer noch die Nummer Eins – leider.“