Nigeria und Äquatorialguinea lösen WM-Ticket
Das Teilnehmerfeld der Frauenfußball-WM 2011 nimmt weiter Gestalt an. Den afrikanischen Kontinent werden im kommenden Jahr Nigeria und Neuling Äquatorialguinea vertreten. Somit stehen 13 der 16 WM-Teilnehmer fest.
Nigeria setzte sich im Halbfinale der Afrika-Meisterschaft mit 5:1 gegen Kamerun durch, Äquatorialguinea musste gegen Südafrika in die Verlängerung, am Ende hatte man mit 3:1 die Nase vorn.
Nigeria drückend überlegen Die Nigerianerinnen übernahmen gegen Kamerun sofort die Initiative, Perpetua Nkwocha hatte bereits in der ersten Minute mit einem Kopfball die Chance zur Führung. Die Schlüsselszene der Partie ereignete sich in der 27. Minute: Die Kamerunerin Bou Cathy sah nach einem Foul an Stella Mbachu die Gelbe Karte und beschwerte sich daraufhin lautstark bei Schiedsrichterin Thérèse Sagno. Ergebnis: die Gelb-Rote Karte.
Ukaonu verwandelt direkte Ecke Und die personelle Überlegenheit zahlte sich schnell aus, denn die Nigerianerin Helen Ukaonu verwandelte wie am Tag zuvor Fatmire Bajramaj eine Ecke direkt zur 1:0-Führung (32.). Kamerun war nur bei vereinzelten Aktionen gefährlich, doch die Tore schoss Nigeria. Desiree Oparanozie, die bereits bei der U20-WM in Deutschland geglänzt hatte, erzielte in der Nachspielzeit per Kopf das 2:0 (45.+2).
Hattrick von Nkwocha Kamerun schöpfte noch einmal Hoffnung, denn nur zwei Minuten nach der Pause gelang der Anschlusstreffer, Ngock Grace traf per Kopf (47.). Doch ein bitterer Fehler von Kameruns Torhüterin Jumbone Julienne, die einen Abstoß direkt vor die Füße von Nkwocha kickte, führte zum 3:1 (58.). Kamerun gab zwar weiter nicht auf, doch Nkwocha beseitigte mit ihrem bereits neunten Turniertreffer alle Zweifel (64.). Und die Torschützin vom Dienst rundete ihre starke Leistung mit einem verwandelten Foulelfmeter ab (80.) – Hattrick.
Späte Entscheidung Nach torlosen 90 Minuten ging es in der Partie Äquatorialguinea gegen Südafrika dann richtig zur Sache. In der 102. Minute brachte Salimata Simpore das Team von Genoveva Anonma vom FF USV Jena in Führung, in der 108. Minute sorgte Einwechselspielerin Jade Sayo für die Vorentscheidung, ihr Schuss wurde von Südafrikas Verteidigerin Siphiwe Dludlu ins eigene Tor abgefälscht. Einen weiteren Abwehrfehler nutzte Simpore zum 3:0 (115.), ehe Amanda Dlahin mit einem schönen Lob der Ehrentreffer gelang (118.).
Jones gratuliert beiden Ländern „Wir sind alle gespannt auf die erste Teilnahme Äquatorialguineas an einer Frauen-WM. Die Mannschaft hat sich auf beeindruckende Weise gegen Mannschaft wie Kamerun, Algerien, Ghana und Südafrika durchgesetzt und hat das Ticket nach Deutschland absolut verdient. Es ist immer etwas ganz besonderes, wenn sich Neulinge für die WM qualifizieren“, sagte OK-Präsidentin Steffi Jones, die den Verbänden Äquatorial-Guineas und Nigerias in persönlichen Briefen gratulierte.