Die Tops und Flops der Woche 42/2010
Die Tops und Flops beleuchten in dieser Woche eine treffsichere Nationalstürmerin und einen erfolgreichen Zweitligisten, rümpfen aber auch die Nase über eigenwillige Nominierungen und bescheidene Zuschauerzahlen.
Inka Grings im Torrausch Dass Inka Grings viele Tore erzielen kann, ist bekannt. Doch fünf Treffer in einem bedeutenden Auswärtsspiel gegen ein Team aus der oberen Tabellenhälfte der Bundesliga sind auch für sie keine Alltäglichkeit. So geschehen beim 5:1-Sieg im DFB-Pokal beim VFL Wolfsburg. “Sie war überragend, keiner dieser Treffer war Glück. Sie weiß, wo sie stehen muss”, zollte ihr sogar der gegnerische Trainer Ralf Kellermann Respekt .
Gütersloh hält die Fahnen hoch Die TSG 1899 Hoffenheim und der 1. FC Köln zogen sich im DFB-Pokal-Achtelfinale bei den klassenhöheren Gegnern achtbar aus der Affäre, doch ein einziger Zweitligaverein hat den Sprung ins Viertelfinale geschafft. Der FSV Gütersloh 2009, das muss fairerweise gesagt werden, hatte aber auch die lösbarste aller Aufgaben zu bewältigen. Der 4:2-Sieg im Elfmeterschießen beim FFC Oldesloe bedeutet, dass man sich nun sowohl sportlich als auch finanziell auf ein attraktives Duell mit einem Erstligisten freuen darf .
Champions League live im TV Wenn am Mittwoch, 3. November, der FCR 2001 Duisburg sein Hinspiel im Achtelfinale der Champions League gegen Fortuna Hjørring bestreiten wird, können die Frauenfußball-Fans an den heimischen Fernsehgeräten mitfiebern. Denn Eurosport überträgt die Partie live ab 14.30 Uhr auf seinem frei empfangbaren Sender. Zuletzt gab es bereits auf Eurosport 2 das Duell zwischen Olympique Lyonnais und AZ Alkmaar zu sehen. Und in diesem Takt soll es weitergehen, denn bereits jetzt sind weitere Übertragungen geplant. Daumen hoch für Eurosport!
Südkorea gewinnt Peace Queen Cup Bisher machte der südkoreanische Frauenfußball in diesem Jahr vor allem durch seine Juniorinnenauswahlen von sich reden, doch nun hat auch die A-Nationalmannschaft ein Ausrufezeichen gesetzt. Zum ersten Mal konnte man den heimischen Peace Queen Cup gewinnen. Zwar benötigte man zum Finaleinzug das Losglück, doch im Finale setzte man sich mit 2:1 gegen Asien-Meister Australien durch, den nächsten Gegner der deutschen Nationalelf.
Nominierungen zur Weltfußballerin Dass der Weltverband FIFA in jedem Jahr eine Weltfußballerin des Jahres kürt, ist aller Ehren wert. Doch die Auswahl der nominierten Spielerinnen sorgt jedes Jahr für Stirnrunzeln und Fragezeichen. So wurde etwa Stürmerin Inka Grings, ihres Zeichens Deutschlands Spielerin des Jahres und beste Spielerin beim Algarve Cup, offenbar übersehen. Hingegen stehen Spielerinnen zur Auswahl, die bestenfalls ein durchschnittliches Jahr hinter sich gebracht haben, wie etwa Hope Solo oder Camille Abily. Mag sein, dass es Gründe gegeben hat, diese Spielerinnen zu nominieren. Doch dann wäre ein wenig mehr Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Nominierungskriterien wünschenswert.
Jena auf Talfahrt Mit der Verpflichtung eines neuen Assistenztrainers zur Unterstützung von Trainer Thorsten Zaunmüller versucht der FF USV Jena die sportliche Talfahrt zu stoppen. Zuletzt gab es im DFB-Pokal eine bittere 0:8-Niederlage gegen den 1. FFC Turbine Potsdam, davor bereits in der Bundesliga ein 0:7 auf eigenem Platz gegen den SC 07 Bad Neuenahr. Auch wenn im Pokal die Teilnehmerinnen am Afrika Cup fehlten und das Team schwächten – man wird sich kräftig steigern müssen, um am Ende nicht ganz tief im Abstiegsstrudel zu stecken.
DFB-Pokal als Ladenhüter Das Achtelfinale im DFB-Pokal entpuppte sich am vergangenen Wochenende nicht gerade als Zuschauermagnet. Im Schnitt verfolgten nicht einmal 400 Zuschauer die Partien. Negativer Höhepunkt: Nur 241 Zuschauer schauten sich das Topduell der Runde zwischen dem VfL Wolfsburg und dem FCR 2001 Duisburg an, die durch Abwesenheit Glänzenden verpassten so die Torgala von Inka Grings. Schade, dass sich das öffentliche Interesse auch in der WM-Saison in mehr als überschaubaren Grenzen hält.
Böse Klatschen für Irak und Katar Beim Arabia Cup 2010 setzte es in Bahrain für zwei Debütanten auf dem internationalen Parkett herbe Klatschen. Katar kam gegen den Gastgeber zunächst mit 0:17 unter die Räder, es folgten ein 0:18 gegen Palästina und ein 0:12 gegen Syrien. Für den Irak lief es nicht besser: Zum Auftakt gab es ein 0:20 gegen Jordanien, in den weiteren Spielen gab es ein 0:15 gegen Ägypten und ein 0:9 gegen Libanon.