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2010

Die Tops und Flops der Woche 41/2010

Zwei treffsichere Torschützinnen und eine Auszeichnung stehen genauso im Brennpunkt der Tops und Flops in dieser Woche, wie schwächelnde Teams in der zweiten Liga und in Schweden.

Mittag und Rolser treffsicher Manchmal reicht ein Spiel, um seine Trefferausbeute um 100 Prozent zu verbessern – so geschehen beim 6:1-Sieg des 1. FFC Turbine Potsdam gegen Bayer 04 Leverkusen. Nationalspielerin Anja Mittag ließ es in der ersten Halbzeit per Fuß und Kopf gleich dreimal klingen und schraubte damit ihre Saisonausbeute von drei auf sechs Treffer. Genauso gut machte es Nicole Rolser beim 6:0-Sieg des SC 07 Bad Neuenahr gegen den 1. FC Saarbrücken – auch sie beförderte den Ball gleich dreimal ins gegnerische Netz – das gelang ihr zum ersten Mal in der 1. Bundesliga.

Leipzig hegt Aufstiegsambitionen In der 2. Bundesliga Nord bestimmten in dieser Saison lange der Hamburger SV II und der SV Werder Bremen mit ihrer gemeinsamen Tabellenführung die Schlagzeilen. Doch wenn zwei sich streiten, freut sich bekanntlich der Dritte, und der heißt 1. FC Lokomotive Leipzig. Mit dem 2:1-Sieg gegen Bremen schob sich das Team auf Platz 2 in der Tabelle vor und darf sich nun berechtigte Aufstiegshoffnungen machen. Zwar liegt man sechs Punkte hinter dem HSV II, doch der ist nicht aufstiegsberechtigt. Bereits am 31. Oktober kommt es nun zum Showdown in der Hansestadt, eine echte Standortbestimmung für die Leipzigerinnen.

Sahnehäubchen für die U20 „Juniorsportler des Jahres“ darf sich die U20-Frauenfußball-Nationalmannschaft seit vergangenen Freitag nennen. Denn in Mannheim wurde das Team von Bundestrainerin Maren Meinert von der Deutschen Sporthilfe mit dieser Auszeichnung gekürt, nachdem man im Sommer im eigenen Land den WM-Titel erobert hatte. Neben Ruhm und Ehre gab es für die Spielerinnen ein schönes Taschengeld in Höhe von 2 000 Euro.

Lyon kommt in Fahrt Wehe, wenn sie losgelassen – der französische Meister Olympique Lyon, der im vergangenen Jahr im Champions-League-Finale stand, präsentiert sich derzeit in bestechender Form. Am Donnerstag fertigten die Französinnen in der Champions League den niederländischen Meister AZ Alkmaar mit 8:0 ab, drei Tage später spielten sie in der französischen Meisterschaft Yzeure Allier mit 13:0 an die Wand. Sandrine Brétigny und Eugénie Le Sommer trafen dreimal, Lotta Schelin, Shirley Cruz und Amandine Henry zweimal, Elodie Thomis einmal. „Das war eine Fußball-Lehrstunde. Ich bin sehr zufrieden, denn meine Mannschaft macht Fortschritte“, so Trainer Patrice Lair.

Saarbrücken ergibt sich in sein Schicksal Sicherlich kann man ein Spiel beim formstarken Emporkömmling SC 07 Bad Neuenahr mit 0:6 verlieren. Doch nach einer ordentlichen ersten Halbzeit ließ sich das Team in der zweiten Halbzeit nach der verletzungsbedingten Auswechslung von Sif Atladottir nach einer Stunde hängen. „Danach ist die Mannschaft zusammengebrochen“, so Trainer Stephan Fröhlich, der konstatierte: „Von manchen Spielerinnen war es Arbeitsverweigerung, so hart es sich auch anhört.“ Bleibt zu hoffen, dass das Torverhältnis im Abstiegskampf am Ende für die Saarbrückerinnen nicht Zünglein an der Waage spielt.

Tennis Borussia Berlin weiter auf Talfahrt Die Talfahrt von Bundesliga-Absteiger Tennis Borussia Berlin setzt sich weiter fort. In der 2. Bundesliga Nord kassierte das Team am Wochenende beim 1:3 gegen den Magdeburger FFC die neunte Niederlage in Folge. Mit einem Torverhältnis von 4:30 liegt das Team nun gar am Tabellenende. Auch in puncto Außendarstellung liegt vieles im Argen. Der letzte Eintrag auf der vereinseigenen Website und auf dem TeBe-Twitterfeed datiert vom 12. September. Wann wird die Abwärtsspirale gestoppt?

Neuerliche Klatsche für Recklinghausen Auch die 2. Bundesliga Süd hat ihr Sorgenkind und das heißt 1. FFC Recklinghausen. Nach dem 0:8 beim SC Freiburg, dem 0:10 beim FC Bayern München setzte es nun beim 0:9 gegen den 1. FC Köln die nächste bittere Niederlage. Einzig positiv, dass das Team von Trainer Jörg Amthor noch auf Tuchfühlung zu anderen abstiegsbedrohten Teams ist. Die Hoffnung ruht auf der noch verletzten Stürmerin Larissa Kock. „Wir müssen aber zudem viel schneller werden, im Kopf und in den Beinen, dann geht mit Sicherheit noch was“ , bleibt Amthor optimistisch.

Absturz erster Klasse Noch vor ein paar Jahren waren Umeå IK und Djurgården Damfotboll große Nummern im europäischen Frauenfußball. Doch derzeit sind beide Teams von den einstigen Erfolgen meilenweit entfernt. Umeå, 2008 noch im Finale des UEFA-Pokals gegen den 1. FFC Frankfurt, beendete die am Wochenende zu Ende gegangene Saison mit einer 0:5-Niederlage bei Meister LdB Malmö und schloss die Saison auf einem enttäuschenden siebten Platz ab, mit 32 Punkten Rückstand auf den Spitzenreiter. Noch schlimmer erging es Djurgården Damfotboll, UEFA-Pokal-Finalist 2005 gegen den 1. FFC Turbine Potsdam, aus der Hauptstadt Stockholm. Das Team belegte am Ende mit 37 Punkten Rückstand auf den Erstplatzierten den achten Platz und konnte mit Ach und Krach den Abstieg verhindern.