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2010

Frankfurt und Potsdam souverän, Duisburg mit Mühe

Der 1. FFC Frankfurt hat am 10. Bundesliga-Spieltag mit dem siebten Sieg in Folge den Druck auf Tabellenführer 1. FFC Turbine Potsdam aufrechterhalten. Doch der kam zu einem nicht minder überzeugenden Sieg. Der FCR 2001 Duisburg hatte hingegen mit dem FF USV Jena mehr Mühe als erwartet, der Herforder SV holte den ersten Saisonpunkt.

Die Frankfurterinnen feierten vor 1 430 Zuschauern im Stadion am Brentanobad einen 5:1 (2:1)-Sieg gegen den Hamburger SV.

Garefrekes und Prinz treffen doppelt Nach einer ausgeglichenen ersten halben Stunde brachte die überragende Kerstin Garefrekes mit ihren Saisontreffern 14 und 15 ihr Team in Führung (31., 38.), Kim Kulig verkürzte noch vor der Pause mit einem verwandelten Foulelfmeter (41.). In der zweiten Halbzeit wuchs die Dominanz der Frankfurterinnen, Birgit Prinz sorgte mit einem Doppelschlag (55., 60.) für die Entscheidung. Die nach der Pause eingewechselte Dzsenifer Marozsan setzte den Schlusspunkt (70.), HSV-Torhüterin Bianca Weech verhinderten mit einigen starken Paraden eine noch höhere Niederlage.

“Die Mannschaft macht es mir derzeit einfach, Tore schießen ist immer eine Teamleistung”, so Garefrekes, die sich darüber freut, dass ihr Team den holprigen Saisonstart hinter sich gelassen hat. “Wir finden uns immer besser zusammen und sind jetzt richtig gut in der Saison.”

Mittag schießt Turbine zum Sieg Der 1. FFC Turbine Potsdam ließ Aufsteiger Bayer 04 Leverkusen beim 6:1 (4:0)-Sieg nicht den Hauch einer Chance. Anja Mittag ebnete mit drei Treffern (18.,20., 45.) bereits vor der Pause den Weg zum Sieg, Nadine Keßler hatte zwischenzeitlich den dritten Turbine-Treffer erzielt (33.). Nach der Halbzeit konnten sich auch noch Fatmire Bajramaj (70.) und Yuki Nagasato (88.) in die Torschützinnenliste eintragen, Eunice Beckmann gelang für die Gäste der Ehrentreffer (78.).

Nur Grings macht den Unterschied Der FCR 2001 Duisburg mühte sich bei der Neuauflage des DFB-Pokalfinales der vergangenen Saison zu einem 1:0 (0:0)-Sieg gegen den FF USV Jena. Inka Grings erzielte kurz nach der Pause den einzigen Treffer des Tages (46.).

Die Duisburgerinnen waren vor 1 034 Zuschauern im PCC-Stadion von Homberg zwar die überlegene Mannschaft, doch erst Grings brach beim ersten Angriff in der zweiten Halbzeit nach schöner Vorarbeit von Jennifer Oster den Bann.

Bayor feiert Comeback Die Spielführerin hatte dann noch zwei, drei gute Möglichkeiten, zielte aber knapp vorbei oder scheiterte an Torhüterin Jana Burmeister. Erst in den letzten fünf Minuten nahm das Spiel noch einmal Fahrt auf, doch außer einem Abseitstor durch Mandy Islacker gelangen keine weiteren Treffer. Bei den Gästen feierte Adjoa Bayor nach langer Verletzungspause ihr Comeback.

“Im Hinblick auf das Pokalspiel in Wolfsburg hätte ich mir ein paar Tore und ein paar klare Offensivaktionen mehr gewünscht“, hielt sich die Freude bei Duisburgs Trainerin Martina Voss-Tecklenburg in Grenzen.

Drei Tore von Nicole Rolser Der SC 07 Bad Neuenahr brauchte etwas Anlaufzeit, doch am Ende stand ein souveräner 6:0 (1:0)-Sieg gegen den 1. FC Saarbrücken auf der Habenseite. Nicole Rolser brach den Bann (36.) und erzielte in der zweiten Halbzeit zwei weitere Treffer (72., 76.). Leonie Maier hatte bereits zuvor für die Vorentscheidung gesorgt (49.). Das halbe Dutzend voll machten Lisa Umbach (88.) und Célia Okoyino Da Mbabi (90.).

Erster Punktgewinn für Herford Im ersten Spiel unter dem neuen Trainer Jürgen Prüfer gelang dem Herforder SV gleich der erste Punktgewinn. Dabei begann die Partie beim 1:1 (0:1) gegen die SG Essen-Schönebeck für die Herforderinnen denkbar schlecht, Anna Cristina Oliveira Leite sorgte für die frühe Gästeführung (3.). Doch die Gastgeberinnen bissen sich in die Partie hinein und kamen Mitte der zweiten Halbzeit zum 1:1 durch Anna Laue (70.).

Punkteteilung in Wolfsburg Der VfL Wolfsburg und der FC Bayern München trennten sich vor 772 Zuschauern mit einem torlosen Remis. Petra Wimbersky vergab kurz vor der Pause die beste Torchance, fand jedoch ihre Meisterin in Wolfsburgs Torhüterin Jaime Souza. Die Gastgeberinnen, bei den Navina Omilade nach ihrer Verletzung ein Überraschungs-Comeback feierte, kamen erst nach einer guten Stunde besser ins Spiel, doch Bayern-Torhüterin Kathrin Längert reagierte zweimal gut gegen Anna-Kaisa Rantanen und Ivonne Hartmann, so dass es beim gerechten Unentschieden blieb. Die Wolfsburgerinnen blieben in dieser Saison erstmals in einem Spiel ohne Gegentreffer.