Frankfurt siegt weiter, Wolfsburg verliert erneut

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Der 1. FFC Frankfurt hat seine Erfolgsserie am achten Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga mit einem deutlichen Sieg gegen Bayer 04 Leverkusen ausgebaut. Der VfL Wolfsburg kassierte dagegen seine dritte Niederlage in Folge, und der Herforder SV wartet weiter auf den ersten Punkt.

Die Frankfurterinnen feierten einen ungefährdeten 5:1 (3:0)-Erfolg. Tore von Ariane Hingst (10.), Gina Lewandowski (16.) und Kerstin Garefrekes (23.) sorgten früh für klare Verhältnisse.

Frankfurter Miniserie
Shelley Thompson gelang nach der Pause der Anschlusstreffer (55.), ehe wieder Frankfurt am Zug war, durch Tore von Birgit Prinz (58.) und Conny Pohlers (66.) machte das Team den fünften Sieg in Folge perfekt.

Bayern lässt Punkte liegen
Der FC Bayern München musste sich hingegen im Heimspiel gegen die SG Essen-Schönebeck mit einem 1:1 (1:0) begnügen. Petra Wimbersky brachte die Münchnerinnen vor 380 Zuschauern im Sportpark Aschheim zwar kurz vor der Pause nach Flanke von Nina Aigner in Führung (39.), doch Michele Weissenhofer verdarb den Gastgeberinnen mit einem Saltoeinwurf den Dreier, den laut Schiedsrichterin Verena-Kordula Schultz die Essenerin Jessica Bade die entscheidende Berührung gegeben haben soll (70.). Eine Meinung, der sich die Verantwortlichen des FC Bayern München nicht anschließen wollten, die den Treffer als irregulär ansehen, weil ihrer Ansicht nach der Einwurf direkt ohne weitere Berührung im Bayern-Tor landete.

„Den Sieg hätten wir heute nicht wirklich verdient gehabt. Wir hatten keine Ruhe im Spiel. Schon vor dem Ausgleich hatten wir eine schlechte Phase. Erst nach dem 1:1 versuchten wir auf Sieg zu Spielen. Das war dann sehr engagiert, aber zu ungeordnet.“ so das Fazit von Bayern-Trainer Thomas Wörle, der ob des Ausgleichstreffers so erbost war, dass er den Rest des Spiels von der Tribüne aus verfolgen musste. U17-Nationalspielerin Lena Lotzen musste in der Schlussphase mit Verdacht auf Bänderriss vom Feld.

Nina Rauch
Nina Rauch erzielte für den 1. FC Saarbrücken den Siegtreffer ©Nora Kruse / FF-Archiv

Herford weiter punktlos
Der Herforder SV wartet auch nach dem achten Bundesligaspiel noch auf den ersten Punktgewinn. Gegen den 1. FC Saarbrücken musste sich das Team von Trainerin Tanja Schulte mit 1:2 (0:0) geschlagen geben.

Sif Atladóttir brachte die Gäste  in Führung (50.), Laura Feiersinger gelang schnell der Ausgleich (53.). Doch Nina Rauch machte in der Schlussphase die Hoffnungen der Herforderinnen auf den ersten Punktgewinn zunichte (81.). Herfords Lena Wermelt verschoss beim Stand von 1:1 einen Foulelfmeter (63.), der die Führung bedeutet hätte.

Wolfsburg verliert in Hamburg
Nach dem sensationellen Saisonauftakt hat der VfL Wolfsburg nun seine dritte Niederlage in Folge einstecken müssen. Beim Hamburger SV unterlagen die Wölfinnen mit 1:2. Stephanie Bunte hatte den VfL kurz vor der Halbzeit in Führung gebracht (45.), doch Carolin Simon glich nach 70 Minuten für die Gastgeberinnen aus. Lena Petermann gelang in der 85. Minute der Siegtreffer für die Hanseatinnen.

Duisburg gewinnt auswärts
Ein Auswärtserfolg gegen den SC 07 Bad Neuenahr gelang dagegen dem FCR 2001 Duisburg, obwohl es bis zum Führungstreffer einige Zeit dauerte. „Wir haben in der ersten Halbzeit wieder sehr zerfahren gespielt und auch die Bälle zu lange gehalten“, analysierte FCR-Trainerin Martina Voss-Tecklenburg. Nach einer knappen Stunde gelang Alexandra Popp per Kopfball der Führungstreffer für die Gäste (57.). „Alexandra Popp ist die stärkste Kopfballspielerin der Bundesliga“, so Bad Neuenahrs Trainer Thomas Obliers, „sie kann man nie ganz ausschalten.“ Den 0:2-Endstand erzielte Mandy Islacker mit einem Heber von der Strafraumgrenze (77.).

Potsdam lässt nichts anbrennen
Der 1. FFC Turbine Potsdam hat beim Heimspiel gegen den FF USV Jena keine Zweifel aufkommen lassen. Bereits zur Halbzeit lagen die „Torbienen“ durch Tore von Fatmire Bajramaj (21.), Nadine Keßler (31.) und Bianca Schmidt (38.) mit 3:0 in Front. In den zweiten 45 Minuten schraubten Yuki Nagasato (78.) und Bajramaj (86.) das Ergebnis auf ein souveränes 5:0, das bei Turbine-Trainer Bernd Schröder dennoch keinen Anklang fand: „Gemessen an unseren Ansprüchen kann ich mit dem Spiel heute nicht zufrieden sein.“

Letzte Aktualisierung am 13.11.2019 / * = Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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bneidror
bneidror

Also laut DFB war für Essen Jessica Bade Torschützin, nicht Weissenhofer .. und das Tor von Sif Atladóttir für Saarbrücken auch kein Elfmeter.

Was ist denn jetzt korrekt?

labrys696
labrys696

Das erste Tor von Saarbrücken war ein elfer

licaro
licaro

auf die dfb-angaben ist sowieso kein verlass. ganz zu schweigen von den mangelhaften kommentatoren-beiträgen.

bneidror
bneidror

Ach an sich sind sie eigentlich recht verlässlich .. leider widersprechen sie die unterschiedlichen Quellen öfters ..
Das mit Jessica Bade hat sich nun geklärt .. und den Elfmeter haben sie scheinbar vergessen. ..

Tobias
Tobias

Weissenhofer konnte ja schon denklogisch kaum die Torschützin gewesen sein. Sonst wäre es nämlich doch ein direkter Einwurf gewesen, der nicht hätte zählen dürfen. Fast ein bisschen paradox.

bneidror
bneidror

Die Entstehung des Tores war mir zum Zeitpunkt meine Frage noch nicht bekannt .. klar das Weissenhofer als Torschützin nicht in Frage kommt.

Tobias
Tobias

Deswegen sprach ich von „kaum“. Wenn die Schiedsrichterin die Einwerferin als Torschützin wertet, sollte sie jedenfalls auf dem Feld nochmal schwer über die Entscheidung nachdenken. 😉

maxsee
maxsee

Neuenahr:Duisburg
Das war doch mal eine korrkte Schiedsrichterleistung, auch wenn sich der DFB-Reporter nicht ganz dazu durchringen konnte

FFFan
FFFan

Spiel-Analyse: SC 07 Bad Neuenahr – FCR 2001 Duisburg Im Vergleich zum letzten Spieltag gab es eine Änderung im Bad Neuenahrer Team (Doorsoun für Pyko), deren zwei in der Gäste-Elf (Knaak für Oster auf rechts, B.Müller für die verletzte Bresonik, deren Position in der Innenverteidigung Kiesel übernahm). Die Platzherrinnen, die mit einem sehr defensiv interpretierten 4-1-4-1-System antraten, trugen ihre Angriffe weitgehend ideen- und planlos vor. Immer wieder schlugen Goeßling & Co. lange, hohe Bälle in den Strafraum, wo die Angreiferinnen gegen die kopfballstarke Duisburger Abwehr auf verlorenem Posten standen. Auch der Versuch, das Spiel auf die Außenpositionen zu verlagern, blieb… Weiterlesen »

Schenschtschina Futbolista
Schenschtschina Futbolista

Kein Spiel mit dem Niveau eines Spitzenspiels und auch nach einhelliger Traineraussage, weit weg von den eigenen Ansprüchen!
Leider hatte eine zwar stark indisponierte Lena Goeßling (Dauerkopfschmerzen/Migräne) tapfer das gesamte Spiel durchgehalten, konnte aber keine wesentlichen Akzente setzen, nur sporadisch ging da hin und wieder was. Sicher etwas, was bei der Bedeutung dieser zentralen Position, den Duisburgerinnen sehr in die Karten gespielt hat.