Die Tops und Flops der Woche 37/2010
Unter den Tops und Flops der vergangenen Woche sind diesmal unter anderem um eine vorzeitig gesicherte Meisterschaft, Unbeherrschtheit, leichtfertig vergebene Punkte und eine starke asiatische Jugend.
Freiburg weiter ohne Gegentor Sechs Spiele, sechs Siege – und darüber hinaus ein Torverhältnis von 27:0. Zweitligist SC Freiburg bleibt das Maß aller Dinge in der Südstaffel. Am Wochenende siegten die Breisgauerinnen beim 1. FFC Frankfurt II mit 3:0. Glücklich lief für den Absteiger auch die Begegnung in Hoffenheim: Dort teilten sich die TSG und der 1. FC Köln beim 1:1 die Punkte.
Malmö nach sechzehn Jahren wieder Spitze LdB FC Malmö ist neuer schwedischer Meister. Die Liga ist zwar noch nicht beendet, doch drei Spieltage vor Schluss liegen die Südschwedinnen mit zehn Punkten Vorsprung uneinholbar an der Spitze. Für Malmö ist es die insgesamt sechste Meisterschaft – der letzte Titel liegt allerdings schon 16 Jahre zurück.
Die asiatischen Teams marschieren vorweg Drei Teilnehmer hat der asiatische Kontinentalverband zur U17-Weltmeisterschaft entsenden dürfen – alle stehen im Halbfinale, und somit ist auch klar, dass mindestens eine asiatische Mannschaft das Finale in Trinidad & Tobago erreichen wird. In der Runde der letzten Vier trifft heute ab 22 Uhr Südkorea auf Europameister Spanien, um 1 Uhr in der Nacht stehen sich Nordkorea und Japan gegenüber.
Drei Tore für Isabell Bachor In den ersten fünf Bundesligaspielen hatte Isabell Bachor für den FC Bayern München auf dem Platz gestanden und dabei ein Tor erzielt. Der Bann brach in der sechsten Partie. Beim 4:0-Heimsieg gegen den 1. FC Saarbrücken gelangen der Angreiferin insgesamt drei Tore. Durch ihre Treffer in der 15., 56. und 78. Minute hatte die 27-Jährige die Partie bereits im Alleingang entschieden – in der Schlussminute gelang Nina Aigner noch der Endstand.
Rachel Brown sieht durch Bachmann rot Wenn die Schweiz im entscheidenden Playoff-Spiel der WM-Qualifikation gegen England schon nicht sportlich überzeugen konnte, dann Ramona Bachmann zumindest schauspielerisch. Kurz vor der Halbzeitpause täuschte die Angreiferin theatralisch vor, von Englands Torhüterin Rachel Brown attackiert worden zu sein. Schiedsrichterin Cristina Dorcioman nahm der Schweizerin diese Einlage ab, und Brown wurde mit der Roten Karte des Feldes verwiesen. Mittlerweile bittet Bachmann auf ihrer Internetseite um Entschuldigung. Nichtsdestotrotz könnte ihre Unsportlichkeit Brown das Auftaktmatch bei der Weltmeisterschaft im kommenden Jahr kosten.
Bajramaj und Schröder unbeherrscht Eine Gelbe Karte hatte Fatmire Bajramaj in der Begegnung gegen den SC 07 Bad Neuenahr wegen Meckerns bereits gesehen, und auch nach Schlusspfiff gab sie sich unbeherrscht. Schiedsrichterin Anja Kunick reagierte regelkonform und gab Gelbrot, Turbine-Trainer Bernd Schröder nahm das zum Anlass, die Unparteiische als „Osthasserin“ zu titulieren. Zwanzig Jahre nach der Wiedervereinigung sollten solche Aussprüche nicht nur längst der Vergangenheit angehören. Auch Schröders andere Bemerkung über Kunick („Das Spiel ist beendet, da muss ich mich als Schiedsrichterin wegdrehen.“) hätte umformuliert und an Bajramaj gerichtet werden sollen, denn von ihr ging das regelwidrige Verhalten aus. Ihr Team hatte die drei Punkte in der Tasche – anstatt den Ärger runterzuschlucken, wird die Nationalspielerin nun in der Bundesligabegegnung gegen den FCR 2001 Duisburg am Sonntag gesperrt sein.
U17 sang- und klanglos ausgeschieden In der Vorrunde der U17-Weltmeisterschaft hatte das deutsche Team noch mit Spielfreude, Torhunger und drei Siegen aus drei Partien überzeugt. Doch im Viertelfinale gegen Nordkorea gingen der DFB-Auswahl die Ideen aus – der Titelverteidiger gewann mit 1:0. Neben Deutschland ist auch die Republik Irland ausgeschieden, wodurch Spanien der einzig noch verbliebene Vertreter aus Europa ist.
Wolfsburg lässt erneut Punkte liegen Frankfurt besiegt und in der letzten Woche durch einen „Dreier“ gegen den 1. FFC Turbine Potsdam den Kampf an der Tabellenspitze wieder spannend gemacht. Gegen die großen Vereine der Liga trumpft der VfL Wolfsburg auf – gegen die Mittelfeldmannschaften lässt er Punkte liegen. Nach der 2:3-Niederlage bei Bayer 04 Leverkusen verloren die „Wölfinnen“ nun bei der SG Essen-Schönebeck ebenfalls mit 2:3. Auffällig ist dabei weiterhin das Torverhältnis. Der VfL verfügt über den drittbesten Sturm, aber gleichzeitig auch über die drittschwächste Abwehr – nur die Aufsteiger haben noch mehr Gegentore kassiert. Unangenehm ist für die Wolfsburgerinnen darüber hinaus, dass die anderen Top-Teams alle drei Punkte holten.