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2010

Champions League: Popp-Fallrückzieher bringt Duisburg auf Kurs

Der FCR 2001 Duisburg ist mit einem Sieg in die Qualifikation zur Champions League gestartet. Doch gegen den slowakischen Meister Slovan Bratislava wurden die Löwinnen ihrer Favoritenrolle erst spät gerecht. Und es war Alexandra Popp, der Star der gerade zu Ende gegangenen U20-Frauenfußball-WM, der spektakulär den Bann brach.

Beim 3:0 (0:0)-Sieg dauerte es fast eine Stunde, ehe Popp die Führung erzielte (56.), die eingewechselte Jennifer Oster (62.) und Simone Laudehr (86.) trafen für die Duisburgerinnen. Trainerin Martina Voss-Tecklenburg nahm ihre Spielerinnen in Schutz: „Wenn eine Mannschaft so defensiv spielt wie Slovan, ist es immer schwer, viele Chancen herauszuspielen. Entscheidend aber sind die drei Punkte.“

Popp für Grings im Sturm Mit Popp in der Sturmmitte für die am Oberschenkel verletzte Kapitänin Inka Grings sorgte Voss-Tecklenburg in der Anfangsformation für eine Überraschung. Und die beste Spielerin der U20-Frauenfußball-WM in Deutschland zeigte schnell, dass sie nahtlos an die tollen Leistungen anknüpfen wollte. Doch gleich drei Chancen in der ersten halben Stunde – ein Kopfball, ein Heber und ein beherzter 12-Meter-Schuss – fanden nicht den Weg ins Ziel.

Wenig Highlights Die Slowakinnen hinterließen zwar technisch und kämpferisch einen guten Eindruck, doch im Spiel nach vorne waren sie zu harmlos. Doch auch Duisburg tat sich schwer, klare Torchancen herauszuarbeiten. Ein Flugkopfball von Laudehr war eine der wenigen guten Szenen (30.), ehe Kozue Ando fast mit dem Pausenpfiff das Tor bei einem Schuss aus zehn Metern nur knapp verfehlte (45.).

Popp mit sehenswertem Fallrückzieher Doch in der zweiten Halbzeit rückten die Löwinnen immer weiter auf und erhöhten den Druck auf den Gegner, was sich schnell bezahlt machen sollte. Mit einem spektakulären Fallrückzieher nach Flanke von Laudehr sorgte Popp für das 1:0 (56.). Und auch der zweite Treffer war sehenswert: Erneut flankte Laudehr, diesmal von der rechten Seite, und die gerade eingewechselte Oster setzte den Ball unter die Torlatte (62.).

Wechselspiele Nachdem Ando durch Mirte Roelvink ersetzt wurde, die mit mit Annike Krahn das Duo in der Innenverteidigung bildete, ergab sich ein mehr als ungewohntes Bild im Duisburger Sturm, denn nun sollten Popp und Luisa Wensing für die Tore sorgen. Doch zwei gute Chancen hatte die ebenfalls eingewechselte Barbara Müller, die etatmäßige Spielführerin der zweiten Mannschaft. Sie hatte allerdings bei zwei Weitschüssen Pech, die das Tor nur knapp verfehlten.

Laudehr setzt Schlusspunkt Doch vier Minuten vor dem Ende gab es noch einmal Grund zum Jubeln: Eine präzise Flanke von Annemieke Kiesel fand den Kopf von Laudehr, die den Ball kraftvoll über die Linie köpfte (86.). „Die Passgenauigkeit und die Chancenverwertung waren in der zweiten Halbzeit besser“, so das Lob Voss-Tecklenburgs. Im zweiten Spiel der Duisburger Gruppe kam Glasgow City zu einem ungefährdeten 8:0-Sieg gegen Gastgeber Newtonabbey.