Champions League: Popp-Fallrückzieher bringt Duisburg auf Kurs

Von am 6. August 2010 – 0.02 Uhr 7 Kommentare

Der FCR 2001 Duisburg ist mit einem Sieg in die Qualifikation zur Champions League gestartet. Doch gegen den slowakischen Meister Slovan Bratislava wurden die Löwinnen ihrer Favoritenrolle erst spät gerecht. Und es war Alexandra Popp, der Star der gerade zu Ende gegangenen U20-Frauenfußball-WM, der spektakulär den Bann brach.

Beim 3:0 (0:0)-Sieg dauerte es fast eine Stunde, ehe Popp die Führung erzielte (56.), die eingewechselte Jennifer Oster (62.) und Simone Laudehr (86.) trafen für die Duisburgerinnen. Trainerin Martina Voss-Tecklenburg nahm ihre Spielerinnen in Schutz: „Wenn eine Mannschaft so defensiv spielt wie Slovan, ist es immer schwer, viele Chancen herauszuspielen. Entscheidend aber sind die drei Punkte.“

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Popp für Grings im Sturm
Mit Popp in der Sturmmitte für die am Oberschenkel verletzte Kapitänin Inka Grings sorgte Voss-Tecklenburg in der Anfangsformation für eine Überraschung. Und die beste Spielerin der U20-Frauenfußball-WM in Deutschland zeigte schnell, dass sie nahtlos an die tollen Leistungen anknüpfen wollte. Doch gleich drei Chancen in der ersten halben Stunde – ein Kopfball, ein Heber und ein beherzter 12-Meter-Schuss – fanden nicht den Weg ins Ziel.

Wenig Highlights
Die Slowakinnen hinterließen zwar technisch und kämpferisch einen guten Eindruck, doch im Spiel nach vorne waren sie zu harmlos. Doch auch Duisburg tat sich schwer, klare Torchancen herauszuarbeiten. Ein Flugkopfball von Laudehr war eine der wenigen guten Szenen (30.), ehe Kozue Ando fast mit dem Pausenpfiff das Tor bei einem Schuss aus zehn Metern nur knapp verfehlte (45.).

U20-Weltmeisterin Alexandra Popp bleibt im Rampenlicht. (c) Nora Kruse, ff-archiv.de

Popp mit sehenswertem Fallrückzieher
Doch in der zweiten Halbzeit rückten die Löwinnen immer weiter auf und erhöhten den Druck auf den Gegner, was sich schnell bezahlt machen sollte. Mit einem spektakulären Fallrückzieher nach Flanke von Laudehr sorgte Popp für das 1:0 (56.). Und auch der zweite Treffer war sehenswert: Erneut flankte Laudehr, diesmal von der rechten Seite, und die gerade eingewechselte Oster setzte den Ball unter die Torlatte (62.).

Wechselspiele
Nachdem Ando durch Mirte Roelvink ersetzt wurde, die mit mit Annike Krahn das Duo in der Innenverteidigung bildete, ergab sich ein mehr als ungewohntes Bild im Duisburger Sturm, denn nun sollten Popp und Luisa Wensing für die Tore sorgen. Doch zwei gute Chancen hatte die ebenfalls eingewechselte Barbara Müller, die etatmäßige Spielführerin der zweiten Mannschaft. Sie hatte allerdings bei zwei Weitschüssen Pech, die das Tor nur knapp verfehlten.

Laudehr setzt Schlusspunkt
Doch vier Minuten vor dem Ende gab es noch einmal Grund zum Jubeln: Eine präzise Flanke von Annemieke Kiesel fand den Kopf von Laudehr, die den Ball kraftvoll über die Linie köpfte (86.). „Die Passgenauigkeit und die Chancenverwertung waren in der zweiten Halbzeit besser“, so das Lob Voss-Tecklenburgs. Im zweiten Spiel der Duisburger Gruppe kam Glasgow City zu einem ungefährdeten 8:0-Sieg gegen Gastgeber Newtonabbey.

Ergebnisse im Überblick

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Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

7 Kommentare »

  • SCW sagt:

    Tja, auch für den FCR kann Poppi eben vorne zuschlagen. Fand die Entscheidung sie vorn für Inka zu bringen clever + richtig. Mal schauen ob solche Wechselspielchen in der neuen Saison häufiger anstehen… Glückwunsch FCR!

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  • Winter sagt:

    Verheitzt mal eure Kräfte, mal vorne mal hinten, irgendwann ist die Luft raus!

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Popp: So ein Fallrückziehertor hätte ich auch gern zur WM von ihr gesehen, aber so gibt es vermutlich kein Video davon! 😉
    Da hoffe ich einfach mal, es kommen noch weitere dazu. 🙂

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  • laasee sagt:

    The win is good. Tomorrow is Newtonabbey and a tor gala would be fun.

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  • expert1 sagt:

    laasee super habe nir alles übersetzen lassen. danke

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  • Jarmusch sagt:

    6:1 für den FCR gegen die Nordirinnen, aber Glasgow hat nach 2 Spielen ebenfalls 6 Punkte und das bessere Torverhältnis. Also muss im direkten Vergleich ein Sieg her.

    Die Überraschung des 2.Spieltages war sicherlich die 1:4-Niederlage von Umeå IK gegen das zypriotische Apollon Limassol.

    Ansonsten ist alles ’normal‘ verlaufen, bis hin zu zweistelligen Ergebnissen.

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  • Jarmusch sagt:

    ‚Und täglich grüßt das Murmeltier‘ könnte es für die Irinnen von Saint Francis heißen. Verloren sie letztes Jahr in der CL-Quali mit 0:11 gegen das russische Rossiyanka setzte es diesmal gegen den gleichen Gegner ein 0:9! Irland ist immerhin U17-Vize-Europameister, da sollte deren Meister sich doch achtbarer aus der Affäre ziehen.
    Übrigens taugt auch die 30jährige Nigerianerin Emueje Oghiabeva in Reihen des russischen Teams als Murmeltier. Vergangenes Jahr 3 Tore gegen Saint Francis, dieses Mal dann deren 4.

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