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2010

Starke DFB-Elf weckt Vorfreude auf Frauenfußball-WM 2011

Favoritenstürze, spannende Spiele, begeisterte Zuschauer und eine starke deutsche Mannschaft, die sich mit dem WM-Titel belohnt hat – die U20-Frauenfußball-WM in Deutschland bot alles, was zu einem packenden Turnier gehört. Und sie weckte perfekt die Vorfreude auf die Frauenfußball-WM 2011.

„Besser hätten wir uns das nicht vorstellen können“, so das positive Fazit von OK-Präsidentin Steffi Jones. „Ich hatte Tränen in den Augen, weil ich mich für die Mannschaft freue, dass sie ein ganz tolles Turnier gespielt hat.“ Denn obwohl das 16 Teams umfassende Teilnehmerfeld in seinem Leistungsvermögen immer weiter zusammengerückt ist, war es die deutsche Elf, die noch einen Tick besser war als die anderen Teilnehmer.

Überzeugende Leistung Sechs Spiele, sechs Siege, keiner davon mit weniger als zwei Toren Unterschied, und ein Torverhältnis von 20:5 dokumentieren die Überlegenheit des Teams von Bundestrainerin Maren Meinert. „Die anderen Länder sehen uns als Vorbild und fragen immer, wie wir das machen und wie man da hinkommen kann“, so Jones. Die harte Arbeit, die DFB-Förderung und auch die taktisch einheitliche Grundausrichtung beginnend mit den Juniorinnenauswahlen tragen dazu bei, dass die DFB-Elf im Konzert der Großen immer ganz vorne mitmischt.

Favoriten enttäuschen Anderen Top-Nationen erging es bei der U20-Frauenfußball-WM hingegen weniger gut. Gleich reihenweise mussten sich hoch gehandelte Teams aus dem Turnier verabschieden. Brasilien, England, Frankreich, Japan und die Schweiz erwischte es bereits in der Vorrunde, die USA mussten nach dem Viertelfinale die Koffer packen, erstmals erreichte man nicht das Halbfinale einer U20-WM. „Die Teams rücken zusammen, alles wird dichter“, so Jones.

Popp und Hegering mit berechtigten Hoffnungen Alexandra Popp wurde mit zehn Treffern Torschützenkönigin des Turniers und von den Medienschaffenden folgerichtig auch zur besten Spielerin des Turniers gewählt. Kapitänin Marina Hegering untermauerte, obwohl immer noch von einer Fersenverletzung behindert, an, dass sie auf der Sechserposition, ebenfalls in Zukunft eine potenzielle Kandidatin für die A-Nationalmannschaft sein kann.

Deutsche Spiele ein Zuschauermagnet Auch die Zuschauerzahlen konnten sich sehen lassen. 125 609 Zuschauer, im Schnitt 20 934, verfolgten die sechs Spiele des deutschen Teams im Stadion. Und auch einzelne Spiele ohne deutsche Beteiligung stießen auf großes Interesse. Vor allem den Organisatoren in Dresden gelang es, auch für diese Spiele große Zuschauerzahlen zu generieren. 21 200 Zuschauer verfolgte etwa das Viertelfinale zwischen Südkorea und Mexiko, doch auch die anderen Spiele in Dresden waren gut besucht.

Nicht alle Spiele gut besucht Weniger gut war der Zuspruch bei den Spielen ohne deutsche Beteiligung in den anderen Städten. Schade, dass etwa das Spiel zwischen den Top-Nationen Nigeria und Japan in Augsburg vor einer gefühlten Geisterkulisse von ein paar Hundert Zuschauern stattfand. Jones erklärt dennoch: „Alle Städte haben Werbung gemacht, dass alle 16 Teams guten Fußball spielen, deswegen waren nicht nur die deutschen Spiele gut besucht.“

Frauenfußball-WM 2011: Ein Drittel der Tickets sind weg Und so hofft man, auch bei der Frauenfußball-WM 2011 im kommenden Jahr die Stadien füllen zu können. Ein Jahr vor dem Anpfiff wurden bereits 250 000 Tickets abgesetzt, das entspricht rund einem Drittel des im freien Verkauf zur Verfügung stehenden Kartenkontingents. Am 15. September startet der Verkauf der Einzeltickets. „Unser Ziel für 2011 heißt: ausverkaufte Stadien bei allen 32 Spielen“, so Jones.