Deutschland ist U20-Weltmeister!
Die deutsche U20-Frauenfußball-Nationalmannschaft hat es geschafft: Bei der WM im eigenen Land holte das Team von Trainerin Maren Meinert durch einen Sieg gegen Nigeria im Finale den heiß ersehnten Titel. Doch der verdiente Erfolg stand lange auf des Messers Schneide.
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Am Ende freuten sich die 24 633 Zuschauer in Bielefeld über einen hart erkämpften 2:0 (1:0)-Erfolg, der erst in den Schlussminuten unter Dach und Fach gebracht wurde. Alexandra Popp ebnete mit ihrem zehnten Turniertor bereits in der Anfangsphase (8.) den Weg zum Titel und gewann zudem den Goldenen Schuh als beste Torschützin des Turniers und den Goldenen Ball als beste Spielerin des Turniers. Kim Kulig machte den Erfolg in den Schlusssekunden perfekt (90.), sie wurde hinter der Südkoreanerin Yi Son Yun zur drittbesten Spielerin des Turniers gewählt.
Führung durch Popp Bundestrainerin Maren Meinert vertraute der Anfangsformation, die im Halbfinale gegen Südkorea mit 5:1 gewonnen hatte. Und die DFB-Elf begann erneut schwungvoll. Bereits in der Anfangsphase gingen die Deutschen in Führung. Dzsenifer Marozsan legte den Ball per Außenrist in den Lauf von Popp, die drang kraftvoll in den Strafraum ein, und schaufelte den Ball präzise über Nigerias Torhüterin Alaba Jonathan hinweg zur Führung ins Tor (8.).
DFB-Elf gibt Spiel aus der Hand Deutschland drückte weiter aufs Tempo und beeindruckte damit sichtlich den Afrikameister, der zwar mit gutem Positionsspiel überzeugte, aber kaum die Möglichkeit hatte, für eigene Entlastungsangriffe zu sorgen. Doch das sollte sich Mitte der ersten Halbzeit ändern. Die deutsche Defensive zeigte erste Unsicherheiten, Nigeria kam immer besser ins Spiel, etwa als Desire Oparanozie Kristina Gessat auf der linken Abwehrseite überlief (18.). Ein 30-Meter-Freistoß von Kim Kulig verschaffte noch einmal Luft (19.), ehe Nigeria immer Spiel bestimmender wurde. Nigeria gewann nun mehr Ballbesitz und das Selbstvertrauen wuchs, das Spiel verlagert sich zusehends in die deutsche Hälfte.
Turid Knaak (l.) und Marie-Louise Bagehorn feiern den WM-Erfolg.
Nigeria drängt auf Ausgleich Nach einer Ecke von Nku konnte Schult den Ball nicht festhalten, leichtes Durcheinander danach in der deutschen Defensive, aus dem Nigeria jedoch kein Kapital schlagen konnte (29.). Die größte Chance zum Ausgleich ließ Oparanozie mit einem Schrägschuss aus, der knapp am Pfosten vorbeitrudelte (35.). Doch auch die DFB-Elf kam noch einmal gefährlich vors Tor, als Jonathan einen Rückpass in die Füße von Sylvia Arnold spielte, die Jenaerin aber mit ihrem Schuss scheiterte (37.).
Guter Start in Halbzeit zwei Deutschland kam strukturierter aus der Halbzeitpause und riss das Spielgeschehen nun wieder an sich. Marozsan setzte einen Freistoß aus 20 Metern am Tor vorbei (50.), Popp kam nach einer präzisen Flanke von Svenja Huth in Rücklage und konnte ihren Kopfball deswegen nicht gut platzieren (53.).
Kompakter Gegner Erneut kam Popp nach einer Huth-Flanke per Kopf an den Ball, Jonathan hatte Mühe, den verunglückten Ball zu parieren (60.). Die DFB-Elf tat sich trotz optischer Überlegenheit schwer, weitere Torchancen zu kreieren, denn Nigeria stand nach wie vor kompakt, Marina Hegering versuchte sich mit einem 20-Meter-Schuss (75.).
Kulig sorgt für Entscheidung Popp verpasste kurz darauf im Anschluss an einen Marozsan-Freistoß nur knapp den Ball (77.). Deutschland drängte in der Schlussphase auf den zweiten Treffer, doch Huth scheiterte an Jonathan (78.). Und Nigerias Torhüterin war erneut gefragt, als die eingewechselte Steffi Mirlach aus 20 Metern abzog (82.). Kim Kulig sorgte in der Nachspielzeit mit ihrem kraftvollen Kopfballtor für die Erlösung (90.).