Wattenscheid sichert Bremen den Klassenerhalt

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Die Zweitligapartie zwischen dem SV Werder Bremen und der SG Wattenscheid 09 wurde abgesagt. Diesmal trifft das Wetter keine Schuld – die Wattenscheiderinnen treten erst gar nicht an. Bedeutungslos ist dies keineswegs, denn die Punkte bleiben somit in Bremen. Das sichert den Hanseatinnen den Klassenverbleib und nimmt den Tabellennachbarn einen Gegner im Abstiegskampf. Der Abschied der SGW aus dem Frauenfußball wird einen faden Beigeschmack behalten.

Der Abstieg der Wattenscheiderinnen, die ihre Lizenz an den VfL Bochum abtreten werden, stand bereits fest. Doch Trainer Jörg Amthor betonte noch Mitte des Monats: „Wir spielen nun nicht mehr um den Klassenerhalt, sondern einzig und allein für uns.“ Doch das ist seit diesem Wochenende nun passé, die Mannschaft wird nicht nach Bremen reisen, das Spiel wird als 2:0-Erfolg für Werder gewertet.

Wattenscheid sagt gleich zwei Spiele ab
„Das ist sehr enttäuschend. Wir waren gut drauf und wollten die fehlenden Punkte auf dem Rasen und nicht am Tisch holen“, so Bremens Trainerin Birte Brüggemann. Amthor hatte schon Mitte der Woche die Personalnot seiner Mannschaft angesprochen: „Die Verfassung meiner Spielerinnen sieht nicht gut aus […] Aus der U17 kann ich diesmal leider niemanden abziehen, da die Mädels zur selben Zeit spielen.“

Für Brüggemann sei die Absage insgesamt keine Werbung für den Frauenfußball. Neben der Zweitligapartie hat auch die Westfalenligaelf aus gleichen Gründen ihr Gastspiel bei den Sportfreunden Siegen abgesagt. Unter der Woche betonte Amthor die Bemühungen, das Bundesligaspiel stattfinden zu lassen. Doch auch mit Absage der Partie in Siege schien dies für die SG nicht möglich.

Eingriff in den Abstiegskampf
Mit der Absage wurde am Grünen Tisch in den Abstiegskampf eingegriffen. Zugegeben, Werder wäre der Klassenverbleib nur noch schwer zu nehmen gewesen, doch die Möglichkeit bestand. Mit einer Niederlage gegen Wattenscheid wären die Hanseatinnen am letzten Spieltag unter Zugzwang geraten, hätten mit einem Auswärtsspiel beim Herforder SV jedoch das schwierigste Los aller Teams im Tabellenkeller gehabt.

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maripuri
maripuri

Tja, da wird ein Kommentar abgegeben, der jeglichem fundierten Wissen entbehrt. Frau Kruse, haben sie die Spielerinnen gezählt, die beim Abschlusstraining am Platz standen? Ich möchte Ihnen die genaue Anzahl verraten – es handelte sich um genau sechs Mitglieder der ersten und zweiten Mannschaft der SGW. Damit hätte man natürlich in Siegen und Bremen antreten können – zum Tischfußball. Was nicht geht, geht nicht, da sollte man jedoch nicht von „fadem Beigeschmack“ faseln, sondern wirklich recherchieren, bevor man seine Meinung in die Welt hinaus postet.

rockpommel
rockpommel

Und die anderen Spielerinnen alle verletzt, krank oder unabkömmlich?

Ein Schuft, der Böses dabei denkt!

maripuri
maripuri

Schuft ist vielleicht zu hart, Ignorant trifft die Sache schon eher – es ist müßig, mit jemandem zu diskutieren, der die wirkliche Situation der SGW-Damen im Gesamtverein anscheinend nicht kennt. Mein Tipp: auf der Site der Damen findet man u.a. die Spielberichte der Rückrunde. Wenn man die gelesen hat, bekommt man einen guten Einblick in die Personalsituation. Leider steht dort aber nichts von den vielen anderen Steinen, die den Damen in dieser Saison in den Weg gelegt wurden. Mit all diesem Wissen hätte sich der Kommentar erledigt und der Artikel wäre auch so nicht geschrieben worden.

rockpommel
rockpommel

Den letzten unentwegten Frauen bei 09 gilt meine uneingeschränkte Anerkennung!
Eigentlich bin ich schon recht gut informiert, so gilt mein unterschwelliger Vorwurf auch nicht den Aktiven!!! 😉

Es ist halt nur absolut bedauerlich wie sich der Verein darstellt.
Das hätte sich Klaus Steilmann sicherlich nicht träumen lassen! 🙁

09ladieskracher
09ladieskracher

Eigentlich wollte ich mich nicht zu Wort melden.
Da ich aber heute mehrfach angesprochen wurde, u.a. wegen dem oben stehendem Artikel von Nora, muss ich das grad doch machen!

maripuri darf sich mir gegenüber gerne outen!

Ich war auch beim Abschlusstraining am Freitag und es war so, wie maripuri es geschrieben hat.
Zitat: „Mit wie vielen wollste denn nach Bremen fahren? Mit 5, davon eine im Tor?“

Auf dem „Zahnfleisch gehen“ ist eine Sache; wir sind auf dem Kieferknochen angelangt!

Irgendwann geht es halt nicht mehr; da muss man halt mit dem Kieferknochen in den „sauren Apfel beissen“ und Spiele absagen
(und die Strafe vom DfB abwarten)

Tom Schlimme
Tom Schlimme

Ich halte die Kritik daran, was hier seitens des Vereins Wattenscheid 09 geboten wird, für vollauf berechtigt, ja geradezu milde. Auch meine Hochachtung gilt den Spielerinnen, die bis zum Schluss gekämpft haben, und auch dem Trainer. Aber wenn ein Verein so desolat wirtschaftet, dass am Ende der Saison fast keine Spielerinnen mehr da sind, dann ist dieses Versagen auch zu kritisieren. Maripuri hat ja anscheinend Insiderwissen und schreibt selber von Steinen, die der Frauenabteilung von Seiten des Vereins in den Weg gelegt worden seien. Statt also Presseschelte zu üben und die Botin zu schlagen statt derjenigen, die die Nachricht verursacht… Weiterlesen »

09ladieskracher
09ladieskracher

@Tom:
Ja, da sind wir uns einig!

Ich arbeite auch weiter dagegen (Ich bin wohl DER Datenschützer überhaupt!)
Ich darf keine Vereinsinternas preisgeben; egal welche Meinung ich dazu habe!

Ich könnte ein Buch schreiben; ich darf es nicht!

09ladieskracher
09ladieskracher

Danke für das Telefonat Tom!

maripuri
maripuri

Klar, ich kann eine Menge der Steine benennen, die den Damen in den Weg gelegt wurden, aber warum jetzt dieses brennende Interesse? Es ist doch schon seit Anfang der Saison „Hängen im Schacht“. Einen Spieltag, bevor die Lichter für den Frauenfußball in Wattenscheid ausgehen? Ich überlasse es gerne Frau Kruse, bei diesem Thema selbst „Auf Ballhöhe“ zu kommen, denn das ist es doch, was sich dieser Blog auf die Fahnen schreibt. Für mich persönlich ist spätestens nächsten Sonntag das Thema passé und ich freue mich auf eine neue Saison! Dann aber bei einem Verein, der z.B. seine Spielerinnen nicht 1000… Weiterlesen »

Pit
Pit

Wenn die Öffentlichkeit mitbekommen hätte,unter welchen Umständen die Frauenabteilung trainieren und spielen musste. was ihnen bei Auswärtsspielen zugemutet wurde, dann würde man verstehen ,dass jetzt die Kräfte am Ende sind. Hätten die Herren unter diesen Umstäden spielen müssen(,und das ohne Bezahlung) würde die ganze Mannschaft schon aus der NRW Liga in der Versenkung verschwunden sein,denn kein Spieler hätte das so lange ertragen.