Champions League: Vorteil Duisburg
Der FCR 2001 Duisburg hat sich im Halbfinalhinspiel der UEFA Women’s Champions League gegen den 1. FFC Turbine Potsdam durch einen Sieg ohne Gegentreffer eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel erarbeitet.
Durch den 1:0 (1:0)-Sieg vor 2 150 Zuschauern haben sich die Duisburgerinnen ein kleines Polster erarbeitet. Die Gastgeberinnen begannen mit der Japanerin Kozue Ando in der Startformation, die in den beiden Spielen gegen Arsenal LFC noch gefehlt hatte. Auch Marina Hegering kam erstmals nach ihrer Fersenverletzung wieder zum Einsatz. Turbine-Trainer Bernd Schröder schickte die Formation ins Spiel, die zuvor in der Frauenfußball-Bundesliga mit 7:0 gegen den FF USV Jena gewann.
Die besten Chancen hatten in der ersten halben Stunde Turbine-Kapitänin Jennifer Zietz (19.) und Nadine Keßler (29.) mit Schüssen an Querlatte und Pfosten in einer ansonsten ausgeglichenen Partie, die einmal mehr von Taktik geprägt war. Ando hatte zunächst die beste Chance für die Gastgeberinnen, doch ihr Drehschuss wurde von Desirée Schumann pariert (16.).
Maes trifft aus der Distanz Doch das Tor gelang Duisburg, Femke Maes traf mit einem Distanzschuss zur überraschenden 1:0-Führung (28.), die sich die Gastgeberinnen mit einer überlegenen Spielweise erst in der Schlussviertelstunde der ersten Halbzeit verdienten.
Turbine ohne Durchschlagskraft In der zweiten Halbzeit entwickelte sich eine zunächst ausgeglichene Partie, in der die Gäste nach und nach ein leichtes Übergewicht gewannen. Ando hatte zunächst die Chance, die Führung zu erhöhen, doch frei vor dem Turbine-Tor verstolperte sie die Möglichkeit (65.) Insgesamt gelang es den Turbinen wie schon im DFB-Pokal-Halbfinale an gleicher Stelle nicht, die kompakte Duisburger Defensive zu knacken. Vier Minuten vor Schluss vergab Anja Mittag vom Elfmeterpunkt die beste Gelegenheit zum Ausgleich und so wichtigen Auswärtstor, doch Duisburgs Torhüterin Ursula Holl parierte glänzend (86.).
Vorteil Duisburg Duisburgs Trainerin Martina Voss-Tecklenburg zog ein positives Fazit: “Wir wollten hinten zu Null spielen, vorne aber nicht; und genau das haben wir geschafft. Wir wissen aber auch, dass wir noch nichts erreicht haben und werden uns sehr konzentriert auf das Rückspiel vorbereiten. Immerhin haben wir in allen drei bisherigen Saisonspielen gegen Potsdam mindestens ein Tor geschossen.“ Potsdam-Trainer Bernd Schröder erklärte: “Das größte Manko war, dass wir trotz aller Chancen erneut kein Tor geschossen haben, dadurch ist Duisburg vor dem Rückspiel moralisch in einer besseren Position.“
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