Potsdam profitiert von Duisburgs Ausrutscher
Meister 1. FFC Turbine Potsdam entledigte sich der Aufgabe beim Auswärtsspiel in Freiburg nach leichten Anlaufschwierigkeiten mit Bravour. Der FCR 2001 Duisburg ließ hingegen bei der SG Essen-Schönebeck überraschend Federn und verschenkte wertvolle Punkte.
Das Team von Trainer Bernd Schröder gewann vor nur 324 Zuschauern im Möslestadion souverän mit 4:0 (2:0). Es dauerte eine knappe halbe Stunde, ehe Jennifer Zietz mit einem präzisen 20-Meter-Schuss unter die Querlatte den Bann brach (25.). Nadine Keßler sorgte mit zwei Treffern für die frühe Entscheidung. Zunächst drückte sie den Ball per Kopf über die Linie (36.), ehe sie auf Vorlage der eingewechselten Yuki Nagasato ein zweites Mal traf (47.). Erneut Zietz sorgte mit ihrem siebten Saisontreffer für den Endstand (67.).
Partie im Griff Turbine-Trainer Bernd Schröder zog ein positives Fazit: „Die ersten zwanzig Minuten der Partie haben wir völlig verschlafen und die Freiburgerinnen stark gemacht, eigentlich hätten sie da ein Tor machen müssen. Nach dem Führungstreffer hatten wir dann aber die Partie im Griff und so geht der Sieg auch in dieser Höhe völlig in Ordnung.”
Wichtige Punkte verschenkt Weniger erfolgreich verlief das Auswärtsspiel für UEFA-Pokal-Sieger FCR 2001 Duisburg bei der SG Essen-Schönebeck. Das Team von Trainerin Martina Voss-Tecklenburg verschenkte wie schon im Heimspiel gegen den 1. FC Saarbrücken zwei weitere wichtige Punkte im Kampf um die Meisterschaft und musste sich mit einem enttäuschenden 1:1 (1:1) zufrieden geben.
Holl patzt Stefanie Weichelt hatte nach einem Fehler von Duisburgs Torhüterin Ursula Holl die Gastgeberinnen früh in Führung gebracht (8.), mehr als der Ausgleich durch eine Direktabnahme von Inka Grings Femke Maes (21.) wollte den Duisburgerinnen nicht gelingen, obwohl das Team in den Schlussminuten nach dem Platzverweis gegen die eingewechselte Jessica Bade (81.) sogar in Überzahl agierte.
Möglichkeiten nicht abgerufen Die ohne die verletzten Simone Laudehr und Linda Bresonik (muskuläre Probleme) angetretenen Gäste ließen nur selten ihre Klasse aufblitzen. Voss-Tecklenburg meinte nach dem Spiel: „Wir haben nur in den ersten 10, 15 Minuten gut gespielt und Druck gemacht. Danach aber haben wir trotz des wunderbaren Ausgleichstores nicht mehr so Fußball gespielt, wie wir das eigentlich können. Ich weiß wirklich nicht, warum wir in so wichtigen Situationen manchmal unsere Möglichkeiten nicht abrufen können.“
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