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2010

Zwei Hallentitel für die „Torbienen“

Doppelte Freude beim 1. FFC Turbine Potsdam: Bei zwei Hallenturnieren trat der Tabellenführer der Ersten Bundesliga am Wochenende an – bei beiden holte er die Pokale. Zum vierten Mal siegte der FFC beim internationalen Turnier in Bielefeld-Jöllenbeck, und auch der andere Teil der ersten Mannschaft war erfolgreich und gewann den Nordcup in Kiel.

Bereits nach der Gruppenphase in Jöllenbeck hatten die Potsdamerinnen ihre Titelambitionen deutlich gemacht. Mit 18 Punkten aus sechs Spielen sowie einem Torverhältnis von 23:3 zogen sie ins Halbfinale ein. Dort wartete der tschechische Meister Sparta Prag, der jedoch mit 6:0 besiegt wurde. „Durch unsere variablen Wechsel hat jede Spielerin mal auf jeder Position gespielt. Man hat gesehen, dass die Mannschaft als Team gut harmoniert und funktioniert“, freute sich Turbine-Trainer Bernd Schröder über den souveränen Auftritt bei der 31. Auflage des Traditionsturniers.

Duisburg scheitert im Halbfinale Weniger gut lief es für den Titelverteidiger. Der FCR 2001 Duisburg, der ohne Inka Grings, Ursula Holl, Annike Krahn (alle freigestellt) und Linda Bresonik (verletzt) nach Jöllenbeck gefahren war, musste sich mit dem dritten Rang zufrieden geben. Im Halbfinale unterlag der FCR der schwedischen Überraschungsmannschaft von Kristianstads DFF mit 1:3. In der Liga hatte es für die Südschwedinnen, die mit finanziellen Problemen kämpften, im vergangenen Jahr nur zum drittletzten Tabellenplatz gereicht. In Jöllenbeck zogen sie gleich bei ihrer ersten Teilnahme ins Finale ein, wo sie sich Potsdam allerdings mit 1:4 geschlagen geben mussten.

Potsdamerinnen räumen Einzelpreise ab Neben dem Pokal für den Turniersieg waren die Potsdamer Spielerinnen auch bei allen Einzelehrungen erfolgreich. Desirée Schumann sicherte sich die Auszeichnung als beste Torhüterin des Turniers, Fatmire Bajramaj wurde zur besten Spielerin gewählt, und Nationalverteidigerin Babett Peter war mit acht Treffern die erfolgreichste Torschützin.

Titel in Kiel nach Neunmeterschießen Beim 3. SHFV Nordcup lief es für die Potsdamerinnen knapper. Im Finale traf der zweite Teil der ersten Mannschaft auf Ligakonkurrent VfL Wolfsburg. Nach regulärer Spielzeit hatte es 0:0 gestanden, erst nach anschließendem Elfmeterschießen siegten die „Torbienen“ mit 3:1. Den dritten Rang teilten sich der Hamburger SV und die SG Essen-Schönebeck.