Der letzte Strohhalm

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Immer spielt der VfL Sindelfingen in der Südstaffel der Zweiten Bundesliga an der Tabellenspitze mit, und am Ende reicht es doch nicht zum Aufstieg. Damit der VfL im Kampf um den ersten Platz dem Führungsduo 1. FC Köln und Bayer Leverkusen weiter Paroli bieten kann, muss am morgigen Samstag beim FC ein Sieg her. Gelingt der nicht, ist das Thema Aufstieg erledigt, da ist man in Sindelfingen realistisch. Aber dauerhafter Zweitligafußball wird für den VfL zunehmend zum Problem.

Die Abgänge, die man in Sindelfingen in den vergangenen Jahren zu verzeichnen hatte, waren schmerzhaft: Alisa Vetterlein, Eve Chandraratne und nicht zuletzt Shootingstar Kim Kulig haben den Verein in Richtung Erste Bundesliga verlassen.

Gespräche mit dem VfB Stuttgart
„Wir sind ein Verein, der auf Jugend setzt“, sagt Trainer Niko Koutroubis und verweist auf die erfolgreiche U17 mit „großen Talenten“. Doch die müssen an den Verein gebunden werden. „Es wird in der Zukunft schwer werden“, sorgt sich der Trainer um die Konkurrenzfähigkeit in Hinblick auf den Einstieg der Männer-Bundesligaklubs in den Frauenfußball. „Wenn wir auf Dauer dabei bleiben wollen, müssen wir als VfB auflaufen.“ Wie eine Kooperation oder eine Übernahme der Abteilung seitens des VfB Stuttgart aussehen könnte, muss in den nächsten Monaten ausgelotet werden – die Gespräche laufen bereits.

Zum Punkten verdammt
„Wir haben gegen Jena nur knapp verloren“, verweist Koutroubis auf das Pokalspiel gegen den Erstligisten. „Wir müssen versuchen, diese Leistung morgen abzurufen.“ Momentan beträgt der Rückstand auf das Führungsduo Köln und Leverkusen sieben Zähler. „Wenn wir gewinnen, sind wir weiter dabei“, glaubt der Trainer an eine „50:50-Chance“. Sollte der VfL allerdings verlieren, wächst der Rückstand auf zehn Punkte an, und Köln und Leverkusen würden das Aufstiegsrennen unter sich ausmachen.

Doch chancenlos ist der VfL mit Sicherheit nicht, immerhin sind die Schwäbinnen die bislang einzige Mannschaft, die Bayer Leverkusen beim 0:0 einen Punkt abnehmen konnte. Den Sieben-Punkte-Rückstand hat man sich in Spielen gegen die Teams aus dem Mittelfeld eingefangen.

Erfahrung spricht für Köln
Beobachten konnte Koutroubis den 1. FC Köln in der laufenden Saison noch nicht, die Stärken sind ihm dennoch bekannt. Sie lägen in der individuellen Klasse der erfahrenen Spielerinnen, wie Sonja Fuss und Patricia Hanebeck sowie Bilgin Defterli, der bislang erfolgreichsten Torschützin der Liga. Die möchte der VfL morgen möglichst nicht zum Zug kommen lassen. „Unsere Defensive steht. Da kommt keiner so einfach durch“, sieht Koutroubis die Stärke seines Teams in der Abwehr.

Doch der VfL will auf Sieg spielen, ein eigenes Tor muss auch her. Sollte das gelingen, sei vieles möglich: „Es wird interessant sein zu sehen, wie Köln reagiert, wenn sie in Rückstand geraten“, denkt Koutroubis über den bislang ungeschlagenen Gegner.

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mrx
mrx

Hinten dicht machen und Rolser mit Konter steil schicken ^^

Aber es ist schon erschreckend, dass jetzt ein weiterer FF-Verein sein Gesicht an einen Männer-Bundesligisten verliert bzw. verlieren wird.

Marcel
Marcel

@mrx

Der VFL Sindelfingen ist doch auch ein Verein mit ner Frauenabteilung also kein reiner FF-Verein.
Auserdem was fürn Gesicht die Zuschauerresonanz in Sindelfingen ist leider schlecht der Verein kann seine Talente nicht halten weil das Geld knapp ist oder man den Spielerinnen keine Perspektive aufzeigen kann vor allem den Guten.Vergiss nicht wir reden hier vom Vorreiterclub in Würtemberg im FF und das finde ich leider sehr schade.Deshalb bin ich ausnahmsweise dafür das der VFB das in Erwägung zieht die einzige Chance für die Region Würtemberg aber natürlich nur wenn das kein halbherzige Sache wird.

mrx
mrx

Ich hab ja auch nicht davon geschrieben, dass Sindelfingen ein reiner FF-Verein ist. Sondern nur sein Gesicht an einen Männer-Bundesligisten verliert. Besonders bitter, weil: „Ein Aushängeschild des Vereins ist die Frauenfußballmannschaft, die zwischen 1990 und 1997 sowie in der Saison 2005/2006 in der 1. Bundesliga spielte…“

C.
C.

Ich meine mal gelesen zu haben, dass nur noch Dortmund und Stuttgart der Bundesligavereine nicht eine Frauenmannschaft besitzen.