Die Tops und Flops der Woche 44/2009

Von am 2. November 2009 – 23.12 Uhr 25 Kommentare

Die vergangene Woche hielt einiges bereit: TeBe Berlin feierte seinen ersten Bundesligasieg und Inka Grings erzielte ihre Liga-Tore Nummer 301 bis 303. Doch nicht nur Positives spielte sich auf den Sportplätzen der Republik ab: ungewöhnlich viele Platzverweise gab es am Sonntag, und einige Teams können ihre Negativserien nicht beenden.
Top 5

1. Inka Grings’ Torfestival
300 Tore für den FCR 2001 Duisburg – das war die Bilanz von Inka Grings vor dem Bundesligaspiel gegen den SC 07 Bad Neuenahr am Samstag. 90 Minuten später hieß es 303. Die Nationalspielerin wird ohne Zweifel eine der Gewinnerinnen dieses Frauenfußballjahres werden. Neben der 303 steht en seit Freitag auch die Nominierung zur Weltfußballerin des Jahres. Ob es zum Titel reicht, entscheidet sich am 21. Dezember in Zürich.

2. TeBe gelingt erster Saisonsieg
Sieben mal probiert, nun ist auch was passiert: TeBe Berlin konnte am Sonntag gegen Tabellenschlusslicht SC Freiburg seinen ersten Saisonsieg feiern. Die Hauptstädterinnen siegten durch Tore von Anna-Sophie Fechner (17.) und Franziska Hagemann (20.) mit 2:0. Insgesamt hat TeBe nun fünf Punkte auf dem Konto, was Rang neun in der Tabelle bedeutet.

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Nach zehnmonatiger Fußballpause steht Julie Fleeting wieder auf dem Platz.

Nach elfmonatiger Fußballpause steht Julie Fleeting wieder auf dem Platz.

3. Julie Fleeting beim Comeback doppelt erfolgreich
Englands Meister Arsenal LFC hat das Halbfinale im Ligapokal erreicht. Die „Gunners“ siegten mit 4:0 gegen Keynsham. Das Ergebnis war standesgemäß, erfreulicher war für die Londonerinnen aber das erfolgreiche Comeback von Stürmerin Julie Fleeting. Nur drei Monate nach der Geburt von Tochter Ella stand die Schottin wieder auf dem Feld. Ihr 45-Minuten-Einsatz war erfolgreich, Fleeting erzielte die ersten beiden Tore.

4. Vanessa Bürki trifft viermal
Noch zwei Tore mehr als die schottische Nationalspielerin hat deren Schweizer Kollegin Vanessa Bürki erzielt. Beim 6:2 ihres FC Bayern München gegen Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Saarbrücken brachte Bürki ihre Mannschaft bereits in der 14. Minute in Führung. Richtig rasant wurde es allerdings erst in der zweiten Halbzeit, die insgesamt sieben Tore versprach. Drei davon gingen noch auf das Konto der 23-jährigen Stürmerin.

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5. Europameisterschaft bringt Zuschauerzuwachs
Die Halbfinalteilnahme der niederländischen Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft im September hat der Mannschaft von zu mehr Popularität verholfen. 6.000 Zuschauer kamen beim ersten Heimspiel nach der EM nach Zwolle und sahen einen 13:1-Erfolg in der WM-Qualifikation gegen Mazedonien – nebenbei der bislang höchste Sieg der Niederländerinnen.

Einen ähnlichen Effekt konnte auch die französische Nationalmannschaft spüren. Knapp 10.000 Zuschauer fanden den Weg ins Stadion von Le Havre. Zu sehen gab es ein fast ebenso hohes Ergebnis: Mit 12:0 fegte die „Équipe Tricolore“ die Gäste aus Estland vom Platz, und einen Rekord hielt die Partie auch bereit. Frankreichs Sandrine Soubeyrand ist mit 143 Länderspielen nun Rekordnationalspielerin ihres Landes.

Flop 5

Viel zu tun für die Schiedsrichterinnen um Riem Hussein am siebten Spieltag.

Viel zu tun für die Schiedsrichterinnen um Dr. Riem Hussein am siebten Spieltag.

1. Vier Platzverweise am Sonntag
Zweimal rot, zweimal gelbrot – die Schiedsrichterinnen schickten am Wochenende gleich vier Spielerinnen vorzeitig vom Feld. Nicht mal 25 Minuten stand Löchgaus Nicole Mihalek auf dem Platz, da hatte sie sich gegen die TuS Wörrstadt schon zwei Foulspiele erlaubt und durfte duschen gehen. Auch Kathleen Radtke vom FF USV Jena hat die Halbzeitpause nicht miterlebt, nach 44 Minuten gab es Rot wegen einer Notbremse.

Für die wohl unschönste Szene sorgte Kiels Sarah Minoush Thode, die nach einem Zweikampf mit Sandra Deilmann der Herforderin in den Magen boxte – eine Tätlichkeit, die von Schiedsrichterin Sandra Pansch mit der Roten Karten bestraft wurde. Einen weiteren Platzverweis gab es in der Partie des FC Bayern München II gegen den VfL Sindelfingen, Ramona Werner handelte sich wegen wiederholten Foulspiels die Gelbrote Karte ein.

2. Fauxpas in Augsburg
Die Zuschauer sahen eine gute Partie, und die Stimmung beim Länderspiel gegen die Vereinigten Staaten in Augsburg war ausgezeichnet. Dass die wachsende Beliebtheit des Frauenfußballs an den Leistungen der Nationalmannschaft in den vergangenen Jahren liegen könnte, scheint zumindest für Andreas Rettig, den Manager des FC Augsburg, nicht der Fall zu sein. Woran die gute Zuschauerzahl beim Spiel gegen die USA dann lag? Daran, „dass Frauenbeine attraktiver sind als Männerbeine.“

3. Hohen Neuendorf wird rote Laterne nicht los
Einen Punkt aus sieben Spielen – die Bilanz des SV BW Hohen Neuendorf in der Nordstaffel des Zweiten Bundesliga ist bitter, die Brandenburgerinnen bleiben mit vier Punkten Rückstand weiter auf dem letzten Tabellenplatz. Am Wochenende gab es darüber hinaus eine 0:2-Heimniederlage gegen den Aufsteiger FFC Magdeburg.

4. Wörrstadts Niederlagenserie
Auch die TuS Wörrstadt kann die Negativserie nicht stoppen. Es war die fünfte Niederlage in Folge und die dritte im heimischen Stadion: Der Zweitliga-Aufsteiger am Wochenende erneut punktelos, die TuS unterlag dem FV Löchgau mit 0:1. Folge: Mit nur drei Punkten aus sieben Spielen nehmen die Wörrstädterinnen den vorletzten Tabellenplatz ein. Schlechter ist aufgrund des Torverhältnisses nur die Reserve des 1. FFC Frankfurt.

5. Spielerflucht in Schweden
Einst tummelten sich viele internationale Fußballerinnen in der schwedischen Liga, doch mittlerweile ist die Damallsvenskan eher negativ in den Schlagzeilen. Ein Drittel der Vereine kämpfte in der abgelaufenen Saison mit finanziellen Problemen, die Zuschauerzahlen sinken – und nun laufen auch die Spielerinnen davon. Cathrine Paaske-Sörensen und Julie Rydahl zog es in die australische Liga. Ingvild Stensland und Lotta Schelin unterschrieben in Frankreich, Sara Thunebro in Frankfurt. Marta, Cristiane, Johanna Frisk, Lisa de Vanna und Caroline Jönsson wechselten in die Vereinigten Staaten. Dorthin droht die nächste Abwanderungswelle, gleich drei Spielerinnen von Umeå IK stehen vor der Vertragsunterzeichnung in Atlanta: Ramona Bachmann, Mami Yamaguchi sowie Johanna Rasmussen.

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25 Kommentare »

  • Steffen sagt:

    @ GrisSouris

    Ich dachte, dass Spiel fand auf dem Ernst-Abbe-Sportfeld statt. 😉

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  • Mini sagt:

    @ Steffen

    das spiel fand auf einem nebenplatz statt..
    und es ist wirklich unverschämt..denn wir durften diesen bereich ncih verlassen..bzw uns woanders hinstellen..

    und wären wir nur ein paar mehr gewesen wäre das eng geworden für alle ein platz zu haben, wo man auch die andere platzhälfte sehen kann..

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  • Steffen sagt:

    @ Mini

    Letztes Jahr war das Spiel doch auch auf dem Ernst-Abbe-Sportfeld. Keine Ahnung warum dieses Jahr nicht…

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  • Detlef sagt:

    @Steffen,
    das Spiel fand im USZ-„Stadion“ statt!!!
    Und es war schon so viel zu eng bei den gut 80 TURBINE-Fans!!!
    Rundherum war genügend Platz, nur wir standen da wie die Heringe!!!
    Ansonsten war es eigentlich ganz OK!!!
    DANKE auch noch mal an den Stadionsprecher, der auf unsere „Rituale“ wohlwollend eingegangen ist!!! :winker:
    Aber diese Absperrung war echt eine Frechheit!!!
    So etwas hat im FF „noch“ nichts zu suchen!!! :motz:
    Ich hoffe man wird beim USV aus diesem Fehler lernen!!!

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  • Mini sagt:

    @steffen

    das stimmt.letztes jahr wars im großen stadion.
    wir dachten auch vorher, dass dort gespielt wird.aber war dann eben doch nur der nebenplatz

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