Inka Grings zur Fußballerin des Jahres gewählt

Von am 2. August 2009 – 12.56 Uhr 32 Kommentare

Inka Grings, Topstürmerin von UEFA-Pokal-Sieger FCR 2001 Duisburg, ist zur Fußballerin des Jahres gewählt worden. Bei der zum 50. Mal vom „Kicker“ in Zusammenarbeit mit dem Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS) durchgeführten Wahl musste sich somit Birgit Prinz erstmals seit acht Jahren geschlagen geben.

Mit 343 Stimmen setzte sich Grings souverän durch, über 40 Prozent der abgegebenen Stimmen entfielen auf sie. Prinz musste sich mit 97 Stimmen und dem zweiten Platz begnügen.

Auf Platz 3 landete Grings‘ ehemalige Teamkollegin Fatmire Bajramaj, die 87 Stimmen auf sich vereinen konnte. In den Top 10 finden sich weiterhin klangvolle Namen: Kim Kulig, eine der Aufsteigerinnen des Jahres, landete auf Platz 6 der Wertung.

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Das Wahlergebnis im Überblick:

1.  Inka Grings  FCR 2001 Duisburg  343 
2.  Birgit Prinz  1. FFC Frankfurt  97 
3.  Fatmire Bajramaj  FCR 2001 Duisburg  87 
4.  Anja Mittag  Turbine Potsdam  64 
5.  Nadine Angerer  1. FFC Frankfurt  32 
6.  Kim Kulig  Hamburger SV  22 
7.  Linda Bresonik  FCR 2001 Duisburg  21 
8.  Kerstin Garefrekes  1. FFC Frankfurt  19 
9.  Simone Laudehr  FCR 2001 Duisburg  17 
10.  Melanie Behringer  Bayern München  12 
11.  Dzsenifer Marozsán  1. FC Saarbrücken  10 
12.  Ariane Hingst  1. FFC Frankfurt  6 
13.  Nina Aigner  Bayern München  5 
 Celia Okoyino da Mbabi  SC 07 Bad Neuenahr  5 
15.  Tanja Wörle  TSV Crailsheim Bayern München 4 
 Martina Müller  VfL Wolfsburg  4 
17.  Alexandra Popp  FCR 2001 Duisburg  3 
 Jennifer Zietz  Turbine Potsdam  3 
 Kerstin Stegemann  Herforder SV 3 
20.  Christina Graf  SC 07 Bad Neuenahr  2 
 Annike Krahn  FCR 2001 Duisburg  2 
 Tabea Kemme  Turbine Potsdam  2 
 Nadine Kessler  1. FC Saarbrücken  2 
 Julia Simic  Bayern München  2 
25.  Jana Burmeister  Bayern München FF USV Jena 1 
 Sonja Fuss  FCR 2001 Duisburg  1 
 Sarah Günther  1. FFC Frankfurt  1 
 Larissa Hummel  SC Freiburg  1 
 Hasret Kayikci  FCR 2001 Duisburg  1 
 Navina Omilade  VfL Wolfsburg  1 
 Babett Peter  Turbine Potsdam  1 
 Conny Pohlers  1. FFC Frankfurt  1 
 Manuela Weber  SG Medelsheim  1 
 Bianca Rech  Bayern München  1 
 Sandra Smisek  1. FFC Frankfurt  1 
 Ulrike Schmetz  Bayern München  1 
 Bianca Schmidt  Turbine Potsdam  1

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

32 Kommentare »

  • Averna13 sagt:

    Dass hier echte „Fachleute“ gewählt haben erkennt man auch daran, dass die Leistung von Linda Bresonik völlig unterbewertet wurde

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  • Ulf sagt:

    Das Geschrei wäre hier eher noch größer, wenn man die Wahl nur für Männer durchführen würde.

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  • Ralf sagt:

    Das Leben schreibt doch immer noch die seltsamsten Fußballgeschichten:
    Jetzt blutet der Timo Rost nach dem ersten gehaltenen Elfer aus der Lippe – und hält doch gleich drauf noch’n zweiten Strafstoß gegen die Fortuna! Cooooool!

    „Kaikilla pitää olla koti!“ mit dem deutschen Zusatz: Egal, WO und WIE auch immer!

    Beim Lesen des ‚Grevenbroicher Tageblatts‘, der Gazette zur Schärfung des 7. Fußballsinnes, hab ich heute zwischen Wirtschafts- und Sportteil eine amüsante Anekdote gefunden – verkürzt geht es um Folgendes:
    Die seit jeher im Clinch miteinander liegenden Landesteile Schottland und England streiten sich aktuell um eine neue These – der ‚Haggis‘, das urschottischste aller Gerichte, soll nach Auffassung einer englischen HistorikerIn nach ihren Recherchen bereits 1615 in einem englischen Rezeptbuch erschienen sein. Die früheste Erwähnung in schottischen Quellen habe sie erst 1747 finden können.
    Dabei weiß man doch, dass durch Robert Burns‘ Gedicht „Adress to a Haggis“ (1787) der Beweis geführt ist – schottischer geht’s nimmer!
    Schmeckt übrigens sehr gut, mit Whiskey zum Nachspülen … oder doch lieber Cognac?
    Warum hab‘ ich plötzlich Lust auf ‚Vodka-Orange on the Rocks‘?

    PS: Jetzt hab‘ ich aber genug gelabert, bevor noch jemand Halluzinationen bekommt und sich für die ‚Grüne Fee‘ hält – ein’s will ich hiermit eindeutig klarstellen, das soll keine Animierung zum sinnlosen Betrinken sein!
    🙂

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  • djane sagt:

    …der Keeper beim HSV heißt immer noch FRANK Rost- Timo ist in Cottbus aktiv 🙂

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  • Ralf sagt:

    @djane
    Weiß ich auch, war’n Test! Hahaha 🙂
    Hat’s Dir wenigstens gefallen?

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  • djane sagt:

    was, die Grüne Fee ? trinke ich regelmäßig, in Maßen natürlich. Der Haggis dagegen…. nach 4 Wochen Hungern könnte man darüber reden…

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  • Ralf sagt:

    Schottland ohne Haggis ist wie Edinburgh ohne ‚Tattoo‘!

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  • Detlef sagt:

    @Ulf,
    Da könntest Du sogar recht haben!!!
    Natürlich sollte auch die Fußballerin des Jahres gekürt werden, aber bitte nur, von Journalisten mit Sachverstand!!!
    Aus Ermangelung an diesen, könnte man vielleicht das Konzept aus den Hallenturnieren aufgreifen, und die Trainer der 24 besten FF-Mannschaften befragen!!!
    Was mir hier absolut fehlt, ist die Meinung von unserem Markus!!!
    Er verteidigt ja meistens sehr eifrig seine Berufskollegen!!!
    Sind an dieser Wertung vielleicht auch die Vereine selber schuld!!!

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  • Ulf sagt:

    Ich denke, daß hier mit Kanonen auf Spatzen geschossen wird, wenn man z.B. wegen der einen Stimme für Frau Pohlers lamentiert, da dies 0,13% der Wahl ausmacht, also für mich „nicht der Rede wert“ ist, selbst eine Frau Behringer auf Platz 10 hat nur 1,5% bekommen, was in der Politik als Splitterpartei durchgehen würde

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  • Max Diderot sagt:

    Der Verband Deutscher Sportjournalisten und das Fachmagazin Kicker wählen gemeinsam die Fußballer des Jahres. Und jene die wählen, befassen sich hauptberuflich mit dem Sportjournalismus. Dazu gehören aber dann neben Fußballkorrespondenten auch Fotografen oder die Feingeister der rhythmischen Sportgymnastik. Doch weshalb sollte diesen Verehrern einer eher exotisch anmutenden Sportart verwehrt bleiben, auch ein Votum für eine Spielerin abzugeben, die sie oder er vermutlich nicht mit der Konstanz eines Anhängers des Frauenfußballs über eine ganze Saison beobachtet hat.

    Da das Grevenbroicher Tagblatt ja über erstklassige Journalisten verfügt, „Immer janz discht dran und knallhart nachjefracht“, und demnächst auch über einen Protagonisten mit explizit politischen Ambitionen, dürfte sich die mondäne Welt in absehbarer Zeit nicht darüber verwundern, wenn der Haggis demnächst zum Saumagen mutiert und Arlind Maurer von Wacker München im Jahre 2011 zur Fußballerin des Jahres gekürt wird.

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  • Detlef sagt:

    @Max,
    Ich würde mir auch kein Urteil darüber erlauben, wer die/der beste Springreiter/in in Deutschland ist, nur weil ich mal im Zoo ein Pony gesehen habe!!!

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  • Ralf sagt:

    @Max Diderot

    Sie stimmen mit mir aber sicherlich darin überein, dass eine Wahl, die von hauptberuflichen Sportjournalisten/innen abgehalten wird, im Lebtag‘ nicht so ein Ergebnis zeitigen kann?
    Wenn eine aktuelle ‚Deutsche Meisterin‘ Kaurin (NOR), die demnächst auch bei der EURO2009 gegen ihre Teamkolleginnen aus Potse antritt, nicht einmal mit einer Stimme im o.a. Ranking auftaucht, oder noch absurder, eine Anja Mittag als Meisterin auf Platz 4 noch hinter BP landet, da darf der geneigte FF-Fan dann schon mal rhetorisch die ‚Kanone‘ abfeuern!
    Ich sag’s/frag’s hier nochmal, es sind noch zwei Jahre bis zur Heim-WM; wann gedenken die Damen und Herren Sportjournalisten/innen mit ‚Ernst‘ an’s Werk zu gehen?

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