Silvia Neid benennt EM-Aufgebot
Bundestrainerin Silvia Neid hat den 22 Spielerinnen umfassenden Kader für die EURO 2009 nominiert. Und dabei nur mit nur wenigen Überraschungen aufgewartet.
“Leider musste ich Isabell Bachor, Navina Omilade, Alisa Vetterlein und Lena Goeßling mitteilen, dass sie nicht bei der EURO dabei sind“, so Neid, die 16 Weltmeisterinnen ins EM-Aufgebot berief. „Es war eine schwere Entscheidung“, sagt Silvia Neid. „Ich glaube sogar, wir haben uns vor einem Turnier noch nie so viele Gedanken gemacht, um den endgültigen Kader festzulegen.“
Schwere Entscheidung „Jede Spielerin hat von der ersten Minuten an voll mitgezogen. Am liebsten hätte ich alle mitgenommen. Aber das erlauben die Regularien nicht“, erklärt sie weiter. „Insofern war es eine Entscheidung für 22 Spielerinnen und nicht gegen vier. Demnach fahren drei Torhüterinnen mit nach Finnland. Unumstrittene Nummer 1 ist Nadine Angerer. Dahinter hat sich Ursula Holl als ihre Stellvertreterin etabliert. Bei ihrem ersten großen Turnier dabei sein wird hingegen Lisa Weiß. Die 21-Jährige erhält den Vorzug vor Alisa Vetterlein, was die einzige kleine Überraschung im Aufgebot ist.
„Unsere jungen Torhüterinnen entwickeln sich gut. Es zahlt sich aus, dass wir sie schon bei der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele dabei hatten. Ich bin überzeugt, das intensive Training mit unserem Torwart-Trainer Michael Fuchs hilft ihnen. Bei Lisa merkt man auch, dass es ihr gut tut, Spielpraxis bei der SG Essen-Schönebeck in der Bundesliga zu erhalten“, erklärt Neid.
Flexibilität gefragt In der Abwehr vertraut die DFB-Trainerin auf Saskia Bartusiak, Sonja Fuss, Ariane Hingst, Annike Krahn, Babett Peter, Bianca Schmidt und Kerstin Stegemann. „Damit sind wir qualitativ und quantitativ sehr gut besetzt. Zudem verfügen wir durch diese Spielerinnen über viele Variationsmöglichkeiten, da einige von ihnen in der Defensive verschiedene Positionen besetzen können“, sagt Neid. „Es haben Nuancen den Ausschlag dafür gegeben, dass Navina Omilade nicht dabei ist“, so die DFB-Trainerin.
Zietz dabei Eine ähnliche Situation herrscht im Mittelfeld. Vier Spielerinnen sind bei der EURO dabei, die das Pärchen auf der Doppel-Sechs bilden können: Linda Bresonik, Simone Laudehr, Kim Kulig und Jennifer Zietz. Auf diese Plätze hatten sich jedoch fünf Spielerinnen beworben. „Lena Goeßling hat sich im Verlauf der Lehrgänge kontinuierlich gesteigert, dennoch lag am Ende Jennifer Zietz einen Tick vor ihr, weil sie von Beginn an in der Vorbereitung eine gute Form gezeigt hat“, erklärt die DFB-Trainerin. „Lena ist jetzt seit einem halben Jahr in der Sportförderkompanie der Bundeswehr, findet dort Bedingungen vor, um professionell trainieren zu können, wenn sie so weitermacht wie bisher, hat sie eine gute Perspektive.“
Da Mbabi springt auf EM-Zug In der Offensive sind Fatmire Bajramaj, Melanie Behringer, Kerstin Garefrekes, Inka Grings, Anja Mittag, Martina Müller, Célia Okoyino da Mbabi und Birgit Prinz gesetzt. „Auch hier garantiert die Besetzung eine größtmögliche taktische Flexibilität. Wir haben Angreiferinnen mit Torriecher und Außen, die Zug zum Tor entwickeln, präzise flanken können und darüber hinaus ihre Defensivarbeit nicht vernachlässigen“, schwärmt Neid.
„Wir sind im Angriff so gut besetzt, dass ich in Isabell Bachor eine gute Spielerin zu Hause lassen muss“, erklärt die DFB-Trainerin weiter.
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