Duisburg gewinnt letztes Pokalfinale in Berlin

Von am 30. Mai 2009 – 18.29 Uhr 24 Kommentare

Mit einem klaren 7:0 (2:0)-Erfolg  gegen den 1. FFC Turbine Potsdam hat sich UEFA-Pokal-Sieger FCR 2001 Duisburg auch den Titel beim zum letzten Mal im Berliner Olympiastadion ausgetragenen DFB-Pokalfinale geholt und die Trophäe zum zweiten Mal nach 1998 geholt.

Die zur kommenden Saison nach Potsdam wechselnde Fatmire Bajramaj brachte ihr Team nach einer knappen halben Stunde mit einem Schuss aus acht Metern in Führung (28.). Auch am zweiten Tor war sie als Vorbereiterin beteiligt, Annemieke Kiesel verwertete die Hereingabe vom rechten Flügel mit einem wuchtigen Schuss zum 2:0 (37.).

Drei Tore in sieben Minuten
Binnen weniger Minuten sorgten die Duisburgerinnen in der zweiten Halbzeit für die Entscheidung. Erneut Kiesel (47.), Femke Maes und Inka Grings (54.) sorgten für klare Verhältnisse, ehe Grings (86.) und Alexandra Popp (90.) bei inzwischen heftigem Regen für die Entscheidung sorgten.

Anzeige

Duisburgs Trainerin Martina Voss erklärte: Das macht mich sprachlos. Wenn die zwei spielstärksten Mannschaften aufeinandertreffen, und du gewinnst 7:0, dann ist das fern aller Realität. Ich musste mich zwischendurch kneifen und konnte es gar nicht glauben. Wir haben heute ein überragendes Spiel gemacht. Wir sind einfach nur stolz.“

Schröder: „Immer hinterhergelaufen“
Ihr Gegenüber Bernd Schröder meinte: „Wir haben viele Tore versprochen, aber eigentlich von beiden Seiten. Wir haben am Anfang nicht das Tor gemacht, das hat die junge Mannschaft nicht weggesteckt. Wir sind immer hinterhergelaufen. Am Ende war es ein bisschen viel.“

1. FFC Turbine Potsdam – FCR 2001 Duisburg 0:7 (0:2)

Jetzt lesen
Frauen-Bundesliga: Ausblick auf den 22. und letzten Spieltag

Potsdam: Schumann – Monique Kerschowski, Schmidt, Draws, Peter – Odebrecht (46. Bagehorn), Zietz, Isabel Kerschowski – Larsen Kaurin (55. Wich), Mittag, Kemme

Duisburg: Längert – Bresonik, Krahn, Fuss, Popp – Laudehr (75. Knaak), Hegering (70. Hauer), Kiesel (56. Oster) – Maes, Bajramaj – Grings

Schiedsrichterin: Storch-Schäfer (Petersberg)

Zuschauer: 15 000

Tore: 0:1 Bajramaj (28.), 0:2 Kiesel (37.), 0:3 Kiesel (47.), 0:4 Maes (50.), 0:5 Grings (54.), 0:6 Grings (86.), 0:7 Popp (90.)

Gelbe Karte: Monique Kerschowski

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

24 Kommentare »