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2009

Wird Weltfußballerin Marta wieder gnadenlos ausgepfiffen?

Mehr als 40 000 Zuschauer, so viel wie nie zuvor in Europa, werden am Mittwoch, 22. April, 18.15 Uhr (live im ZDF und Womensoccer-Liveblogging), in die Frankfurter Commerzbank-Arena pilgern, um das zum „Duell der Besten“ deklarierte Testspiel zwischen Deutschland und Brasilien zu verfolgen. Für Weltfußballerin Marta könnte die Rückkehr in die Main-Metropole aber zum erneuten Spießrutenlauf werden.

“Ich freue mich sehr auf das Spiel gegen Deutschland und die tolle Kulisse. Uns wird ganz sicher eine fantastische Stimmung im Stadion erwarten. Ich habe vor einem Jahr mit Umeå das UEFA-Cup-Endspiel in der Frankfurter Arena bestritten und war schon damals von der Stimmung stark beeindruckt“, sagt Marta artig .

Pfeifkonzert Denn besonders positiv können die Erinnerungen nicht sein, denn abgesehen von der Niederlage wird sie kaum vergessen haben, wie sie damals von den knapp 30 000 Zuschauern im Stadion während des Spiels und sogar der anschließenden Siegerehrung gnadenlos ausgepfiffen wurde.

Das Verhalten der Fans hatte gar im Nachklang für einen handfesten Streit zwischen dem 1. FFC Frankfurt und Umeå IK gesorgt. Frankfurts Trainer Dr. Hans-Jürgen Tritschoks giftete damals : „Das Provozieren, das Fallenlassen und das Theatralische, das alles hat sie nicht nötig und bringt auch den Frauenfußball nicht weiter. Es rechtfertigt vielleicht nicht die Pfiffe, aber man muss dann damit rechnen.“ Umeås Manager Roland Arnquist (“Es gibt nur eine Sache, die schlimmer ist, als ein schlechter Verlierer, nämlich ein schlechter Gewinner“) drohte gar mit dem Verlassen der Pressekonferenz.

Vorfreude auf Frauenfußball-WM 2011 wecken Das Spiel in Frankfurt soll ein erster Testlauf für die Frauenfußball-Weltmeisterschaft 2011 im eigenen Land sein, im Oktober soll in der Münchener Allianz Arena ein zweiter gegen die USA folgen. „Das wird ein richtiges Highlight. Für uns als Organisationskomitee ist das aber auch ein Test“, so OK-Präsidentin Steffi Jones. DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach freut sich : „Wir sind dabei, die Vorfreude auf 2011 zu wecken und zu schüren und haben jetzt den Beweis, dass so große Kulissen auch im Frauenfußball möglich sind.“

„Ich wünsche mir, dass dieses Spiel ein WM-Appetizer wird, denn ich möchte auch 2011 beim WM-Endspiel in Frankfurt dabei sein“, so Marta. Bleibt zu hoffen, dass die Fans ihr am Mittwoch beim Kurztrip über den Atlantik einen Vorgeschmack auf das „Wiedersehen bei Freunden“ bereiten und auf Pfiffe verzichten werden.

Schlagwörter: Frauenfußball-WM 2011 • Marta