Inka Grings besiegt HSV im Alleingang

Von am 21. Februar 2009 – 21.08 Uhr 21 Kommentare

Mit einer Galavorstellung und fünf Treffern hat Stürmerin Inka Grings ihrem Verein im Alleingang einen 5:2 (2:1)-Sieg gegen den Hamburger SV beschert und ihr Team auf den zweiten Tabellenplatz in der Frauenfußball-Bundesliga nach vorne geschossen.

Die 800 Zuschauer sahen ein turbulentes Spiel, bei dem zunächst die Gäste dank eines Treffers von Kim Kulig in Führung gingen, die im Stolpern den Ball gegen die unsichere Duisburger Abwehr in die Maschen setzte (14.). Doch die Duisburgerinnen ließen sich nicht aus der Ruhe bringen und verwerteten ihre wenigen Chancen eiskalt.

0:1-Rückstand gedreht
Grings gelang zunächst nach Pass von Annemieke Kiesel und feiner Einzelleistung der  Ausgleich (22.), als sie zwei Verteidigerinnen austanzte und routiniert den Ball an HSV-Torhüterin Bianca Weech vorbeischob. 

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Kurz vor der Pause glänzten erneut Kiesel und die wieder genesene Fatmire Bajramaj als Vorbereiterinnen, so dass Grings die wichtige Führung gelang (41.). 

Sehenswerter Heber von Kulig
Mittelfeldstrategin Linda Bresonik hatte 45 Minuten lang auf die Zähne gebissen, musste dann jedoch ausgewechselt werden. Duisburg ließ in der Folge Chancen auf weitere Treffer aus und wurde zunächst bestraft, als Kulig mit einem feinen Heber gegen eine falsch positionierte Duisburger Torhüterin Kathrin Längert ausglich (69.). Doch die Hanseatinnen hatten die Rechnung ohne Grings gemacht.

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Die 30-Jährige traf postwendend zur erneuten Führung (75.), die Vorarbeit kam diesmal von Turid Knaak, und Grings war nun richtig in Fahrt und verwertete eine Vorlage der eingewechselten Irini Ioannidou aus kurzer Distanz wenige Minuten später zur Vorentscheidung (79.). 

Lupenreiner Hattrick
Kurz vor Spielende machte die Stürmerin dann ihren fünften Treffer und somit einen Hattrick perfekt (88.) „Solche Spiele erlebe selbst ich nicht alle Tage“, fand die Spielführerin nach den turbulenten 90 Minuten selbst keine rechte Erklärung für ihre Treffsicherheit. Der Blick war jedoch schnell wieder nach vorne gerichtet: „Wir wollen weiter auch um die Meisterschaft mitspielen.“

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

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