U17-WM: DFB-Team bangt um Torhüterin Sarholz
Die Zuschauer im Stadion von Christchurch und an den Fernsehschirmen in der Heimat rieben sich am Samstag beim Spiel der deutschen U17-Frauenfußball-Nationalmannschaft gegen Ghana verwundert die Augen.
Gleich zwei Mal patzte die ansonsten so sichere Torhüterin Anna Felicitas Sarholz und ermöglichte den Westafrikanerinnen zwei Treffer, die das deutsche Team fast noch einmal in die Bredouille gebracht hätten . Doch was zu diesem Zeitpunkt niemand ahnte: die Aussetzer hatten einen Grund.
Es war die 25. Spielminute, als Sarholz nach einer Ecke der Ghanaerinnen beim Versuch den Ball zu fangen, in vollem Tempo mit Ghanas Stürmerin Florence Dadson zusammenprallte. Beide Spielerinnen krümmten sich auf dem Boden, konnten aber nach kurzer Behandlungspause scheinbar unbeschadet weiterspielen.
Schwere Verletzung Doch: Nach Informationen von Womensoccer.de hat sich Sarholz bei dieser Aktion eine schwere Verletzung zugezogen. Neben einer starken Rücken- zog sie sich zudem eine Gesichtsprellung zu, die die gesamte Gesichtshälfte beeinträchtigt. Dennoch spielte die ehrgeizige Sarholz die komplette Spielzeit durch.
Offenbar konnte Sarholz, angetrieben von unbändigem Ehrgeiz, in der Halbzeit den deutschen Mannschaftsarzt davon überzeugen, weiter spielen zu können. Eine Fehleinschätzung.
Im abschließenden Gruppenspiel gegen Nordkorea ( 4. November, live ab 4.00 Uhr auf FIFA-TV ) ist nicht mit einem Einsatz von Sarholz zu rechnen. Bleibt zu hoffen, dass sie bis zum Viertelfinale am 8. November wieder einsatzfähig ist. Doch im Zweifelsfall sollte man kein Risiko eingehen.