Duisburg und Frankfurt bereit für Showdown
So spannend war die Frauenfußball-Bundesliga schon lange nicht mehr. Nachdem der FCR 2001 Duisburg (3:0-Sieg gegen den 1. FC Saarbrücken) und der 1. FFC Frankfurt (7:1-Sieg bei der SG Wattenscheid 09) am 20. Spieltag ihre Pflichtaufgaben mit Bravour erfüllten, ist der Boden bereitet für das mit Spannung erwartete direkte Duell der beiden Teams am kommenden Sonntag, das aller Voraussicht nach den Titelkampf entscheiden wird.
1.488 Zuschauer waren im PCC-Stadion von Homberg zugegen, als die Duisburgerinnen die Nerven behielten und mit einer engagierten und beherzten Spielweise den Grundstein für das Endspiel am kommenden Sonntag legten. Bis auf die wegen einer Gelben Karte gesperrte Anne van Bonn konnte die Duisburgerinnen in Bestbesetzung antreten.
Saisontreffer 23 und 24 für Inka Grings Mit einem platzierten Kopfball brachte Inka Grings nach Vorarbeit von Simone Laudehr ihr Team bereits nach elf Minuten in Führung und nur zehn Minuten später war es erneut die Duisburger Stürmerin, die routiniert und abgeklärt mit einem Lupfer Saarbrückens Torhüterin Romina Holz bezwang.
In der Folge begnügte sich der Tabellenführer damit, das Spiel zu kontrollieren. Die für Turid Knaak eingewechselte Stephanie Goddard sorgte eine gute Viertelstunde vor Schluss per Kopf nach einem Eckball für den Endstand (72.).
Duisburgs Trainerin Martina Voss meinte nach der Partie: „Es war ein souveräner Pflichtsieg, nicht mehr, nicht weniger. Aber die zweite Hälfte hat mir überhaupt nicht gefallen, immer wieder dieselben Fehler.“
Saarbrückens Trainer Guido Mey erklärte: „Der Sieg geht auch in dieser Höhe voll in Ordnung. Uns war klar, dass wir hier nicht viel zu gewinnen hatten.“
Frankfurt schießt Wattenscheid in Liga zwei DFB-Pokalsieger und UEFA-Pokal-Sieger 1. FFC Frankfurt ließ beim 7:1 (5:0)-Auswärtssieg bei der SG Wattenscheid 09 nichts anbrennen und schickte mit dem Sieg zugleich den Aufsteiger zurück in die 2. Liga.
Obwohl Frankfurt nicht in Bestbesetzung antreten konnte – Conny Pohlers wurde wegen einer Wadenprellung geschont, Ali Krieger weilte bei der US-Nationalmannschaft und Karolin Thomas war krank -, lief der Frankfurter Motor wie geschmiert.
Bereits nach einer Viertelstunde stand es 3:0 – Kerstin Garefrekes, Saskia Bartusiak und die seit langem erstmals wieder eingesetzte Louise Hansen sorgten früh für klare Verhältnisse. Birgit Prinz und erneut Garefrekes erhöhten bis zur 31. Minute gegen die überforderten Wattenscheiderinnen auf 5:0.
Flüssige Kombinationen „Es machte Spaß, die flüssigen Kombinationen meiner Mannschaft zu beobachten, die zwangsläufig zu schön heraus gespielten Treffern führten“, freute sich FFC-Trainer Dr. Hans-Jürgen Tritschoks.
Manzer erzielte für die Gastgeberinnen nach einer guten Stunde den Ehrentreffer, Prinz konnte in der Torschützinnenliste dank zweier weiterer Treffer bis auf drei Tore an Inka Grings herankommen.
„Das waren drei wichtige Punkte im Kampf um die Meisterschaft. Der Sieg war souverän, nach der Pause ließen es die Spielerinnen im Hinblick auf die schwere Woche, die uns bevorsteht, ein wenig lockerer angehen“. kommentierte FFC-Manager Siegfried Dietrich den Triumph.
Wattenscheids Assistenztrainer Roger Dorny meinte: „Ich muss von den Spielerinnen erwarten können, dass sie Spaß an einem Spiel gegen so eine Mannschaft haben. Dazu muss man allerdings auch dagegenhalten und anders auftreten.“
Mit einem Sieg am Mittwoch im Nachholspiel gegen den 1. FC Saarbrücken könnte Titelverteidiger Frankfurt als Tabellenführer die Reise zum Endspiel nach Duisburg antreten.