Deutsche U19 souverän für EM qualifiziert – Dänemark ausgeschieden
Drei Spiele, neun Punkte, 14:3-Tore – mit scheinbar spielerischer Leichtigkeit hat sich die deutsche U19-Frauenfußball-Nationalmannschaft im rumänischen Mogosoia für die EM-Endrunde in Frankreich qualifiziert. Das furiose 8:3 gegen Russland zum Auftakt zeigte der Konkurrenz gleich einmal, wo der Hammer hängt. Es folgten ein 4:0 gegen Gastgeber Rumänien und ein 2:0 zum Abschluss gegen Ungarn.
„Wir sind stolz und glücklich, dass wir die EM-Qualifikation geschafft haben. Das war für uns nicht selbstverständlich“, so Trainerin Maren Meinert. Neben Deutschland qualifizierten sich sechs weitere Teams für die EM. Doch eine namhafte Elf blieb auf der Strecke und muss zu Hause bleiben.
Die DFB-Elf bot in ihren drei Spielen eine konzentrierte, überzeugende Leistung und war der Konkurrenz klar überlegen. „Trotzdem wartet bis zur EM noch eine Menge Arbeit auf uns“, so Meinert, deren Team aber bereits vieles richtig machte in der 2. Runde der EM-Qualifikation. „Ich bin sehr zufrieden mit der Einstellung der gesamten Mannschaft“, lobte Meinert ihr Team nach der geglückten Qualifikation.
Im abschließenden Spiel gegen Ungarn beseitigte Lisa Schwab mir ihrer schnellen Führung nach neun Minuten schnell letzte Zweifel. Nur drei Minuten später traf Eve Chandaratne mit einem platzierten Schuss und stellte bereits früh den Endstand her. Die überlegene deutsche Mannschaft spielte sich in der Folge zahlreiche weitere Chancen heraus, doch Tore konnten nicht mehr erzielt werden.
Dänemark scheitert an Schottland Neben Deutschland und dem automatisch qualifizierten Gastgeber Frankreich werden auch die Teams aus Spanien, Schottland, Norwegen, Schweden, England und der beste Gruppenzweite Italien an der EM teilnehmen. Nicht qualifizieren konnte sich überraschend Dänemark, das sein entscheidendes Gruppenspiel mit 1:2 gegen Schottland verlor.
Dabei waren die Däninnen bereits nach sechs Minuten durch Lise Overgaard Munk in Führung gegangen und fühlten sich ihrer Sache möglicherweise schon etwas zu sicher, beste Torchancen wurden im weiteren Spielverlauf ausgelassen. Was sich rächen sollte. Jane Ross gelang nach 19 Minuten der Ausgleich, sechs Minuten vor Schluss sorgte Christie Murray für Freude im Lager der Schottinnen und Tränen beim Gegner.
„Es ist wirklich ärgerlich, dass wir uns nicht qualifiziert haben, denn wir sind sicherlich besser als Schottland“, so Dänemarks Trainer Henrik Lehm. „Aber wenn man natürlich so viele Torchancen auslässt wie wir heute, ist es natürlich schwer, zur EM zu kommen.“ Schottlands Trainer Ritchie Wilson war hingegen überglücklich: „Das ist eine fantastische Leistung für die Spielerinnen und das ganze Team. Es ist ein wundervolles Gefühl, dass wir den benötigten Sieg geholt haben. Wir freuen uns darauf, uns in Frankreich mit den Besten messen zu dürfen.“
Italien qualifiziert sich als bester Gruppenzweiter Norwegen rang im entscheidenden Gruppenspiel Italien mit 2:1 nieder. Treffer von Gunnhild Herregården und Ida Elise Enget in der ersten Halbzeit sorgten für die Führung, ehe Italien in der zweiten Halbzeit durch ein Tor von Alice Parisy verkürzen konnte. Doch auch Italien darf als bester Gruppenzweiter mit zur EM fahren, da man in den Spielen gegen den Gruppenersten und Gruppendritten die besten Ergebnisse aller Gruppenzweiten erzielte.
Spanien sicherte sich das Weiterkommen durch einen 3:1-Erfolg gegen die Republik Irland, der erst durch Tore von M. Torrejón und Patricia Martínez in den letzten 20 Minuten sichergestellt werden konnte. Lynn Marie Grant hatte nach Spaniens Führung durch Cristina Martínez für den zwischenzeitlichen Ausgleich gesorgt.
Schweden und England frühzeitig durch Schweden war bereits vor dem abschließenden Gruppenspieltag qualifiziert und konnte sich somit zum Abschluss ein 1:1-Unentschieden gegen Finnland leisten. England hatte sich ebenfalls schon nach zwei Spielen für die Titelkämpfe in Frankreich qualifiziert, durch den 1:0-Sieg gegen Island wahrte man aber zum Abschluss die weiße Weste.
Die Endrunde der UEFA-U19-Europameisterschaft findet vom 7. bis 19. Juli in Frankreich statt. Austragungsorte sind die Städte Amboise, Avoine, Blois, Romorantin, Saint-Cyr-sur-Loire, Tours und Vineuil. Der Gastgeber wird seine Partien in Blois austragen, wo auch ein Halbfinale stattfinden wird. Das andere Halbfinale sowie das Endspiel werden in Tours ausgetragen.