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2007

Frankfurt im UEFA-Cup: Glas halb voll oder halb leer?

Gute oder schlechte Ausgangssituation für den deutschen Frauenfußball-Meister? Eine Frage, die sich nach dem Hinspiel des 1. FFC Frankfurt im UEFA-Cup-Viertelfinale beim WFC Rossiyanka geradezu zwangsläufig stellt. 0:0 hieß es am Ende in Khimki, wohin das Spiel verlegt wurde, um im verschneiten Russland in einem Stadion mit Rasenheizung einen bespielbaren Boden vorfinden zu können.

Damit ist der Ausgang dieses Viertelfinal-Duells vor dem Rückspiel am kommenden Mittwoch um 13.30 Uhr im Frankfurter Stadion am Brentanobad (live im HR) völlig offen. Optimale Ausgangsbedingungen für die Zuschauer. Aber nicht ganz optimal für den Deutschen Meister, dass man es verpasst hat, zu einem wegen der Auswärtstor-Regel so wertvollen Treffer zu kommen. Da die russischen Gastgeberinnen bei einem Kopfball von Natalia Barbashina, der nur den Innenpfosten traf, jedoch die beste Chance des Spiels hatten, sollten die Hessinnen aber gut mit diesem Resultat leben können.

“Rossiyanka hat 14 Nationalspielerinnen in seinen Reihen, die sich als Profis alle nur aufs Fußballspielen konzentrieren können. Daher waren wir über die Leistung der Russinnen nicht überrascht. Denn die Zeiten, als man als deutsches Team im Viertelfinale eines Europapokals einfach durchmarschieren konnte, sind lange vorbei. Andere Nationen haben deutlich aufgeholt”, ordnete Frankfurts Trainer Hans-Jürgen Tritschoks das Remis ein. Um gleich anzufügen: “Für uns ist das Ergebnis eine gute Ausgangsbasis für das Rückspiel.”

Sein Gegenüber Wladimir Gerasimow haderte hingegen ein wenig mit dem Ergebnis, denn sein Team hatte dem zweimaligen Cupsieger aus der hessischen Metropole alles abverlangt. Von einem “schmeichelhaften Unentschieden” spricht die Frankfurter Rundschau . “Das 0:0 spiegelt das Spiel nicht wider, wir hätten gewinnen müssen”, meinte Gerasimow.

Kleine Spitze gegen Potsdam?

Rundherum positiv bewerteten die Gäste jedoch die Platzverhältnisse. Zwar ist in der Pressemitteilung des FFC von “tiefem und weichem Untergrund” die Rede, doch unter diesen Bedingungen sei der Platz in “optimalem Zustand gewesen.” Ein Lob ließ auch FFC-Manager Siegfried Dietrich folgen: „Sie haben sich um alles gekümmert, waren sehr gute Gastgeber und haben bewiesen, dass sie nicht nur ein professionelles Team auf dem Rasen sondern auch im Umfeld haben.“ Ein Lob, das in dieser Überschwänglichkeit sicherlich nicht von den heftigen Diskussionen nach dem Bundesliga-Topspiel in Potsdam zu trennen ist.

Auf ein Ende des Winterwetters hoffen alle Beteiligten jetzt mit Blick auf das Rückspiel am Mittwoch. Geht alles glatt (nur im übertragenen Sinne zu verstehen), dürfte am Sonntag im Bundesliga-Heimspiel gegen den TSV Crailsheim Mittelfeldregisseurin Renate Lingor ihr Comeback feiern, nachdem sie eine Muskelverletzung im Anschluss an die WM bis heute zum Zuschauen gezwungen hatte.

Schafft der FFC Frankfurt gegen WFC Rossiyanka den Einzug ins Halbfinale des UEFA-Cups?