WM-Splitter: Behringer und Lingor bekommen Treffer zugesprochen

Von am 11. September 2007 – 16.08 Uhr 7 Kommentare

Einen Tag nach dem 11:0-Erfolg im WM-Eröffnungsspiel gegen Argentinien haben die deutsche Nationalmannschaft und auch das ZDF noch einmal Grund zur Freude. Weniger erfreut über das klare Ergebnis war FIFA-Präsident Sepp Blatter – das Teilnehmerfeld will er dennoch erweitern.

Im Zweifel für die Angreiferin

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Die FIFA hat nach eingehender Videoanalyse entschieden, die gestrigen Tore zum 1:0 und 11:0 nicht als Eigentore zu werten. Im Zweifel werde zu Gunsten der Angreiferin entschieden. Die Treffer werden damit Melanie Behringer (1:0/12. Minute) und Renate Lingor (11:0/91. Minute) zuerkannt.

Blatter will WM-Teilnehmerfeld trotz Deutschlands Kantersieg erweitern

„Ich muss ehrlicherweise sagen, dass mir dieses Ergebnis gegen den Strich geht“, kommentierte FIFA-Präsident Sepp Blatter das deutsche 11:0 im Eröffnungsspiel gegen Argentinien. „Das ist nicht gut für den Frauenfußball. Es muss noch einiges an Entwicklung geleistet werden.“ Dennoch will Blatter eine Erweiterung des WM-Teilnehmerfeldes von 16 auf 24 Mannschaften weiter vorantreiben. „Wir wollen mehr Mannschaften die Gelegenheit bieten, sich mit den besten Teams der Welt zu messen. Das 11:0 war dafür kein gutes Argument, aber es war nur das erste Spiel.“

2,5 Millionen sahen Eröffnungsspiel im ZDF

Nicht nur die deutsche Nationalmannschaft, auch der übertragende Sender ZDF ist erfolgreich in die WM gestartet. Im Schnitt 2,51Millionen Zuschauer wollten die Auftaktpartie des Weltmeisters verfolgen. Das bedeutete einen Marktanteil von 20,8 Prozent. Der durchschnittliche Marktanteil des ZDF liegt bei 12,5 Prozent.

Nicht ohne Maskottchen zur WM

Die norwegischen Nationalspielerinnen Camilla Huse und Solveig Gulbrandsen haben ihre Kinder bei der WM dabei. Im Mannschaftshotel wohnt Mia (6) bei Mutter Camilla und Theodor (18 Monate) bei Mamma Solveig. Beide Spielerinnen wären nach eigenen Angaben ohne die Kinder nicht zur WM gefahren. Beim Training sind sie die Maskottchen des Teams, und ihre Gegenwart hat sie auch schon ins chinesische Fernsehen gebracht.

Nach dem Ende der Gruppenphase fahren die Kinder mit ihren Vätern nach Hause. Mia soll nicht so viel in der Schule verpassen. „Das ist schon ein wenig bahnbrechend, denn ich glaube, dass zum ersten Mal jemand da ist, der Kinder dabei hat. Klar war das ein Thema beim Fussballbund, aber wir haben das schön gelöst,“ sagt Solveig Gulbrandsen.

Nummernrotation bei Ghana

Team Ghana hat noch vor seinem ersten WM-Auftritt morgen gegen Australien Veränderungen bei seinen Rückennummern vorgenommen. Belinda Kanda läuft nun mit der 20, Memuna Darku mit der 21 und Torfrau Fati Mohammed mit der 19 auf.

7 Kommentare »

  • idgiefan sagt:

    Gut so!!! :-))))))))

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  • Soccer_vom_Hocker sagt:

    Dass den beiden Mädels die jeweiligen Treffer zugesprochen wird, ist sicherlich nett. Scheint aber als wolle man die argentinische Torfrau ein wenig aufmuntern, wenn das angesichts von 11 Gegentoren überhaupt möglich ist….

    Die Aufregung des Herrn Blatters finde ich übertrieben. Kann mich nicht erinnern, dass er was zum 8:0 unserer Jungs bei der WM 2002 gegen die Saudis gesagt hat. Und unsere Mädels trifft ja wohl keine Schuld, wenn die Argentinierinnen sich tlw. so aufgeben und das als Südamerikameister…. Sicherlich spricht das Ergebnis aber auch nicht gerade für eine Erweiterung der WM…

    Was ich auch nicht verstehen konnte, waren die chinesischen Zuschauer, die nach der Halbzeit schon gingen! Sind die irre? Wann sieht man denn schon mal so viele Tore? Da bekommt man mal was für’s Eintrittsgeld geboten und dann sowas…

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  • Sascha Klein sagt:

    Hallo,

    auf unserer Site schriebt Saskia Bartusiak regelmäßig ein WM Tagebuch. Der erste Artikel ist jüngst in unserem Blog erschienen.
    Vielleicht schaut ihr mal rein: http://www.sportme.de unter Weblog!

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  • Katja Öhlschläger sagt:

    Hallo Sascha,

    vielen Dank für den Hinweis. Ich habe das WM-Tagebuch in unsere Blog-Übersicht aufgenommen, die wir vor der WM erstellt hatten.

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  • Sascha Klein sagt:

    Danke 🙂

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  • Idgie-Jonsi-Fan sagt:

    Also die Ecke von zum 11:0 war ja schon deutlich hinter der Linie als die argentinische Torfrau danach griff und zusammen im Netz zappelte!! Bei der Ecke zum 1:0 kam der Ball schon deutlicher Weg vom Tor… will sagen in Höhe der Torraumlinie. Wenn ein Eigentor, dann war’s das 1:0!

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  • Rainer sagt:

    Blatter hat heute wohl gesagt, dass er trotz des unschönen Resultats von 11:0 gestern weiterhin für die Erweiterung von 16 auf 24 Teams bei der WM 2011 eintreten wird, da es wichtig sei, die Breite im Frauenfussball zu fördern.

    Selten stimme ich dem Schweizer so gerne zu wie hier.

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