WM-Splitter: Behringer und Lingor bekommen Treffer zugesprochen
Einen Tag nach dem 11:0-Erfolg im WM-Eröffnungsspiel gegen Argentinien haben die deutsche Nationalmannschaft und auch das ZDF noch einmal Grund zur Freude. Weniger erfreut über das klare Ergebnis war FIFA-Präsident Sepp Blatter - das Teilnehmerfeld will er dennoch erweitern.
Im Zweifel für die Angreiferin
Die FIFA hat nach eingehender Videoanalyse entschieden, die gestrigen Tore zum 1:0 und 11:0 nicht als Eigentore zu werten. Im Zweifel werde zu Gunsten der Angreiferin entschieden. Die Treffer werden damit Melanie Behringer (1:0/12. Minute) und Renate Lingor (11:0/91. Minute) zuerkannt.
Blatter will WM-Teilnehmerfeld trotz Deutschlands Kantersieg erweitern
“Ich muss ehrlicherweise sagen, dass mir dieses Ergebnis gegen den Strich geht”, kommentierte FIFA-Präsident Sepp Blatter das deutsche 11:0 im Eröffnungsspiel gegen Argentinien. “Das ist nicht gut für den Frauenfußball. Es muss noch einiges an Entwicklung geleistet werden.” Dennoch will Blatter eine Erweiterung des WM-Teilnehmerfeldes von 16 auf 24 Mannschaften weiter vorantreiben. “Wir wollen mehr Mannschaften die Gelegenheit bieten, sich mit den besten Teams der Welt zu messen. Das 11:0 war dafür kein gutes Argument, aber es war nur das erste Spiel.”
2,5 Millionen sahen Eröffnungsspiel im ZDF
Nicht nur die deutsche Nationalmannschaft, auch der übertragende Sender ZDF ist erfolgreich in die WM gestartet. Im Schnitt 2,51Millionen Zuschauer wollten die Auftaktpartie des Weltmeisters verfolgen. Das bedeutete einen Marktanteil von 20,8 Prozent. Der durchschnittliche Marktanteil des ZDF liegt bei 12,5 Prozent.
Nicht ohne Maskottchen zur WM
Die norwegischen Nationalspielerinnen Camilla Huse und Solveig Gulbrandsen haben ihre Kinder bei der WM dabei. Im Mannschaftshotel wohnt Mia (6) bei Mutter Camilla und Theodor (18 Monate) bei Mamma Solveig. Beide Spielerinnen wären nach eigenen Angaben ohne die Kinder nicht zur WM gefahren. Beim Training sind sie die Maskottchen des Teams, und ihre Gegenwart hat sie auch schon ins chinesische Fernsehen gebracht.
Nach dem Ende der Gruppenphase fahren die Kinder mit ihren Vätern nach Hause. Mia soll nicht so viel in der Schule verpassen. „Das ist schon ein wenig bahnbrechend, denn ich glaube, dass zum ersten Mal jemand da ist, der Kinder dabei hat. Klar war das ein Thema beim Fussballbund, aber wir haben das schön gelöst,“ sagt Solveig Gulbrandsen.
Team Ghana hat noch vor seinem ersten WM-Auftritt morgen gegen Australien Veränderungen bei seinen Rückennummern vorgenommen. Belinda Kanda läuft nun mit der 20, Memuna Darku mit der 21 und Torfrau Fati Mohammed mit der 19 auf.