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2007

Pressestimmen zum Spiel gegen Tschechien

Der 5:0-Erfolg Deutschlands gegen Tschechien 39 Tage vor WM-Beginn fand in der Presse heute nur geringe Beachtung, die meisten Zeitungen stützten sich auf die Spielberichte der Deutschen Presse-Agentur (dpa) und des Sport-Informationsdienstes (sid).

Wohl aufgrund des klaren Ergebnisses überwiegt einmal mehr eine etwas zu sehr durch die rosarote Brille betrachtete Beurteilung des deutschen Spiels. Die schwache Vorstellung der tschechischen Mannschaft wird ebenso wenig thematisiert, wie die geringe Zuschauerzahl.

„Schwungvolle erste Halbzeit“

Bei dpa findet man vor allem an der „schwungvollen ersten Halbzeit“ Gefallen und sieht Deutschland nach dem Erfolg gegen den Weltranglisten-19. erstaunlicherweise bereits „gerüstet für die Mission Titelverteidigung“. In der zweiten Halbzeit habe Deutschland das Spiel „ein wenig schleifen“ lassen. Die Leistung von Anja Mittag wird als „glücklos“ eingestuft, die DFB-Elf habe versäumt, weitere Treffer zu erzielen.

Der sid bescheinigt dem deutschen Team eine „tolle Spiellaune“, man habe das „Schaulaufen souverän gewonnen“, sei in der Chancenauswertung aber „fahrlässig“ gewesen. Mit der Ernennung von Nadine Angerer zur Torhüterin Nummer 1 sei der „einzige Brandherd“ im Team verloschen.

Wie alt ist eigentlich Silvia Neid?

Der „Kicker“ lobt eine „hoch überlegene“ deutsche Mannschaft, deren Sieg bei „konsequenterer Chancenverwertung“ höher hätte ausfallen können. „Spiegel Online“ begnügt sich diesmal anders als noch beim Spiel gegen Dänemark mit einer Agenturmeldung.

Die Journalistin der „Thüringer Allgemeinen“ beginnt ihren Artikel mit dem martialischen Vergleich „Fahrrad gegen Panzer“, den Tschechiens Trainer Dusan Zovinec nach dem Spiel gebrauchte, um ein Bild für die Überlegenheit der deutschen Mannschaft zu finden.

Bundestrainerin Silvia Neid dürfte sich über den Bericht gefreut haben, wird die 42-Jährige doch gleich um vier Jahre jünger gemacht, als sie in Wirklichkeit ist ;-).