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2007

Die Nationalmannschaft vor der WM: Abwehr

Die deutsche Nationalmannschaft wird sich am Sonntag in Magdeburg (13.15 Uhr live im ZDF gegen Dänemark) und am Donnerstag in Gera (17.20 Uhr live in der ARD gegen die Tschechische Republik) zwei echten Härtetests unterziehen, ehe Bundestrainerin Silvia Neid den noch 26-köpfigen Kader bis zur WM auf 21 Spielerinnen reduzieren muss.

Wir blicken voraus und wollen mit Euch gemeinsam darüber diskutieren, wie denn die deutsche Startelf am 10. September im Eröffnungsspiel gegen Argentinien aussehen könnte bzw. Eurer und unserer Meinung nach aussehen sollte. Nach den beiden Freundschaftsspielen wollen wir mit Euch dann die gewonnenen Eindrücke mit den Erwartungen abgleichen und schon mal einen Tipp sowie einen Wunsch für den endgültigen 21-köpfigen Kader sowie die Anfangsformation abgeben. Schließlich muss auch Bundestrainerin Silvia Neid im August ihre Entscheidung fällen.

Torwartposition zunächst außen vor

Bis zum ersten Spiel am Sonntag wollen wir die Positionen Abwehr, Mittelfeld und Angriff durchgehen, immer mit dem Gesamtspielsystem im Hinterkopf. Da die langjährige Stammtorfrau Silke Rottenberg wegen ihres Kreuzbandrisses mehrere Monate pausieren musste und erst seit kurzem wieder voll im Training steht, erste Beurteilungen demnach erst nach den beiden Testspielen möglich sind, sparen wir die Torwartposition, um die sich auch die Potsdamerin Nadine Angerer bewirbt ( siehe Artikel auf fussball.de ), zunächst aus.

Beginnen wir also mit der Abwehr - mit dem Mannschaftsteil, der - vom Spielsystem weitestgehend unabhängig - bei der deutschen Nationalmannschaft von einer Viererkette repräsentiert wird. Vier Spielerinnen können also spielen, acht jedoch sind für den erweiterten Kader nominiert:

Saskia Bartusiak, Sonja Fuss, Ariane Hingst, Sandra Minnert, Annike Krahn, Babett Peter, Bianca Rech und Kerstin Stegemann.

Acht im erweiterten Kader, vier schaffen es in die Startelf

Überlegt man sich, wer für die Startformation in Frage kommt, wird schnell klar, dass sich die Bundestrainerin ob dieser starken Auswahl glücklich schätzen kann. Wenngleich die Abwehr zuletzt nicht nur einmal zu den Schwachpunkten gehörte. Gerade arrivierte Kräfte wie Ariane Hingst, Kerstin Stegemann oder Steffi Jones konnten oftmals nicht an die von ihnen gewohnten Leistungen anknüpfen.

Steffi Jones, mit 34 Jahren die älteste der genannten Spielerinnen, zog für sich die Konsequenz, ihre Karriere in der Nationalmannschaft zu beenden . Ariane Hingst und Kerstin Stegemann stellten bzw. stellen sich auf Vereinsebene neuen Aufgaben. Hingst ging bereits im April nach Stockholm und geht für den schwedischen Vizemeister Djurgården auf Torejagd. Stegemann verließ nach jahrelanger Treue nach dem Abstieg ihres FFC Heike Rheine die Westfälinnen, um bei Aufsteiger SG Wattenscheid 09 anzuheuern .

Stegemann und Hingst gesetzt

Diese beiden, Stegemann und Hingst, scheinen auf ihren angestammten Positionen gesetzt. Zu groß und gut ist das Spielerreservoir im Mittelfeld , als dass Ausflüge von Hingst in eine zentrale Mittelfeldposition zu erwarten sein dürften. Stegemann also rechts, Hingst in der Innenverteidigung.

Nach dem Abgang Steffi Jones’ eine Stammkraft in der Innenverteidigung ist die Duisburgerin Annike Krahn. Ihre Karten, auch am 10. September in Shanghai zur ersten Elf zu gehören, stehen gut bis sehr gut. Doch die Konkurrenz ist nicht weit entfernt. Babett Peter spielte eine starke Saison in Potsdam und auch die erfahrene Sandra Minnert hat zahlreiche Länderspiele auf dieser Position bestritten.

Wobei bei der 33-Jährigen vom SC 07 Bad Neuenahr abzuwarten bleibt, wie weit sie nach ihrem Knorpelschaden im Knie, der sie zu einer mehrmonatigen Pause zwang, schon wieder ist. Wahrscheinlich ist, dass eine fitte Minnert die linke Verteidigerposition übernehmen wird. Doch auch die Münchnerin Bianca Rech wusste auf dieser Position zuletzt zu gefallen .

Sonja Fuss und Saskia Bartusiak dürften die geringsten Chancen auf eine Nominierung haben und sich in China, sollten sie dabei sein, höchstwahrscheinlich mit einer Reservistenrolle begnügen müssen.

Wenn, ja wenn nicht die vier noch bevorstehenden Länderspiele neue Erkenntnisse bringen und sich die ein oder andere Spielerin in den Vordergrund spielt. Dann hat Silvia Neid die Qual der Wahl. Die ihr, so hoffen wir, nicht durch Verletzungen abgenommen werden sollte.

Mein WM-Tipp für die Abwehr:

Stegemann, Hingst, Krahn, Minnert

Stegemann, Hingst, Krahn, Rech