Wählt die beste Mittelfeldspielerin der Saison!

Von am 12. Juli 2007 – 18.47 Uhr 24 Kommentare

Nachdem wir euch bereits die Torhüterinnen und Abwehrspielerinnen zur Wahl gestellt haben, könnt ihr ab heute die beste Mittelfeldspielerin der Saison 2006/2007 wählen. Womensoccer.de stellt Euch die acht Kandidatinnen in alphabetischer Reihenfolge vor. Die Umfrage läuft bis zum Donnerstag, 19. Juli 2007, 12.00 Uhr.

Wir bedanken uns für die Anregungen zu unserer Wahl, beispielsweise für den Vorschlag, bei den Mittelfeldspielerinnen zwischen defensivem und offensivem Mittelfeld zu unterscheiden. Leider konnten wir aus organisatorischen und zeitlichen Gründen diese Trennung in diesem Jahr nicht mehr vornehmen, beziehen Euer Feedback aber in die Planung für das nächste Jahr mit ein.

Und nun zu den Nominierten:

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Saskia Bartusiak: Nach dem Ende der Frauenfußball-Abteilung des FSV Frankfurt im Sommer 2005 wechselten viele ehemalige FSVlerinnen zum Stadtrivalen FFC. Saskia Bartusiak ist eine der wenigen Spielerinnen, denen danach der Durchbruch gelang. Außenverteidigung, Mittelfeld, ja sogar Sturm – die vielseitige 24-Jährige hat schon einige Positionen eingenommen, fühlt sich aber hauptsächlich im Mittelfeld zu Hause, aus dem sie beim Deutschen Meister kaum mehr wegzudenken ist. Spielübersicht, gutes Zweikampfverhalten und Lauffreudigkeit zeichnen sie aus. Auch von Bundestrainerin Silvia Neids Notizzettel wird der Name Bartusiak vermutlich so schnell nicht verschwinden.

Linda Bresonik: Die abgelaufene Saison war für Linda Bresonik eine rundum erfolgreiche. Bei der SG Essen-Schönebeck glänzte sie mit ihrer Spielübersicht, gefährlichen Standards und ihrer Torgefährlichkeit – 14 Tore in 20 Spielen. Mit dieser Leistung führte auch für Bundestrainerin Silvia Neid kein Weg mehr vorbei an der 23-jährigen Allrounderin. Ihren Vertrag in Essen hat sie bereits bis zum Jahr 2010 verlängert, ihre Chancen auf eine WM-Fahrkarte stehen gut. Nach turbulenten Jahren hat sie sich in dieser Spielzeit eine langfristige Basis für eine ruhigere Zukunft geschaffen.

Sandra de Pol: Gemeinsam mit ihren Kolleginnen Katharina Baunach und Julia Simic bildete Sandra de Pol über 22 Spieltage das homogene, defensiv wie offensiv gewachsene Mittelfeld des Überraschungsvierten FC Bayern München. Die Schweizerin absolvierte alle 22 Bundesliga-Spiele und ist trotz ihrer eher defensiven Aufgabe ein Kreativposten im Spiel nach vorne und immer da, wenn es gilt, weite Wege zu gehen.

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Kerstin Garefrekes: Vermutlich war es nicht die stärkste aller bisherigen Bundesliga-Spielzeiten von Kerstin Garefrekes, doch mit Sicherheit gehört sie damit immer noch zu den herausragenden Spielerinnen, die diese Saison prägten. Sie verpasste lediglich ein Spiel und bewies trotz der starken Konkurrenz in der Frankfurter Offensive, dass sie auch als Mittelfeldspielerin jederzeit Torgefahr ausstrahlen kann – ganze 21-mal hieß es in den Stadien der Liga: „Tor durch Kerstin Garefrekes“

Simone Laudehr: In der vergangenen Saison gab es wohl kaum eine Spielerin, deren Kreis ihrer Fürsprecher größer war, ging es um die Nominierungen für die Nationalmannschaft. Zu gut waren ihre Leistungen beim FCR Duisburg, zu stark spielte sie auf. Doch die 20-Jährige hatte von sich aus bis zum Juni um Nichtberücksichtigung gebeten, weil sie sich ihren Prüfungen widmen wollte. Nun steht die starke Flankengeberin und Vollstreckerin im erweiterten Kader für die WM in China. Ob sie mit nach China fliegt, dürfte zweifellos zu den spannendsten Fragen gehören, wenn Silvia Neid nach den nächsten beiden Testspielen ihren endgülitigen WM-Kader bekannt geben wird.

Juliane Maier: Die mittlerweile 20-jährige Juliane Maier wechselte als U19-Europameisterin vor der Saison aus der Oberliga vom SV Titisee zum SC Freiburg und entwickelte sich nach einer ersten Eingewöhnungszeit beim Sportclub nicht nur zu einer wichtigen Vorlagengeberin, sondern bewies auch ihre Torgefährlichkeit – nicht zuletzt bei Standardsituationen. Insgesamt sieben Treffer stehen für das vielseitige Talent zu Buche.

Célia Okoyino da Mbabi: Bis Célia Okoyino da Mbabi im März einen Schienbeinbruch erlitt, gehörte sie zu den effektivsten und auffälligsten Spielerinnen der Liga. In 12 Spielen gelangen der 19-Jährigen 11 Treffer, in der Nationalmannschaft stand sie kurz vor dem Durchbruch. Viele sehen in ihr schon jetzt die Nachfolgerin einer Renate Lingor. Dass es der SC 07 Bad Neuenahr in der Rückrunde nicht mehr ins Spitzenquartett der Liga schaffte, lag nicht nur, aber auch an ihrem Fehlen.

Tanja Wörle: Die Leistung, die Tanja Wörle in dieser Saison vollbracht hat, ist in doppelter Weise zu würdigen. Als erfahrene Kraft verlieh sie dem Aufsteiger TSV Crailsheim Stabilität und wurde rasch zu einem Eckpfeiler im TSV-Team. Und das, nachdem sie in der letzten Saison vorzeitig ihre Zelte beim Hamburger SV abbrechen musste, um ihre Magersucht in der Heimat auszukurieren. Bei ihrem Vater als Trainer der Crailsheimer Truppe fand sie den Weg zurück in den Erstligafußball, den Weg zurück zu ihrem Sport.

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24 Kommentare »

  • Markus Ostheimer sagt:

    @ idgie-jonsi-fan: stimme voll und ganz zu, meine Lieblingsspielerin Renate Lingor fehlt ganz klar, wohl des Alters wegen… 31 ist wohl zu alt für eine solche Wahl

    @ dexy: was meinst Du bitte mit Totalausfall bei Renate Lingor??? Bin überhaupt nicht Deiner Meinung!!!

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  • Markus Juchem sagt:

    @Markus

    Bei allem Respekt für Renate Lingor – eine überragende Saison hat sie in unseren Augen nicht gespielt, das hat nichts mit dem Alter zu tun. Konnte sie wohl auch gar nicht, zieht man ihre gesundheitlichen Probleme in Betracht.

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  • Detlef sagt:

    @Markus Ostheimer,
    Eigentlich hat mein Vorschreiber schon alles gesagt!!! In früheren Zeiten, war das gesamte Offensivspiel der Frankfurterinnen vom Wirken ihres Mittelfeldmotors Renate Lingor abhängig!!! Es war sehr leicht auszurechnen, und konnte, wenn man über entsprechende Defensivkräfte verfügte, die Offensive der Hessinnen blockieren!!!
    Aber seit Idgie völlig von der Rolle ist, und weder im Klub, noch in der Natio an alte Größe anknüpfen kann, ist Frankfurt schwerer auszurechnen, da sowohl Garefrekes, als auch Wunderlich und Bartusiak ihre Rolle übernehmen können!!!
    Es wird viel davon abhängen, ob Renate Lingor wieder richtig in Fahrt kommt!!! Denn da Celia nicht mit nach China kommen kann, fehlt eine kreative Kraft im deutschen Mittelfeld!!!

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  • Crackfly sagt:

    Naja, also ich denke, dass eine Bresonik, Bajramaj, Laudehr oder auch eine Prinz den Kreativposten übernehmen könnten.

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